Betrüger senden gefälschte Briefe mit Forderungen an Rentner

Sie fälschen Dokumente oder locken mit viel versprechenden Investitionen. Ziel ihrer kaltblütigen Vorgehensweise ist es, das Geld von Rentnerinnen und Rentnern zu ergaunern. Rücksichtslos nutzen Trickbetrüger die Redlichkeit älterer Menschen aus, wenn sie als offizielle Personen an ihre Opfer herantreten. Sie fordern telefonisch, per Brief oder Fax dazu auf, Geldbeträge auf ein fremdes Konto zu überweisen. Für den Fall, dass die Betroffenen sich verweigern, werden Rentenpfändungen, Rentenkürzungen und andere Sanktionen angedroht. Der durch die Täter verursachte Schaden ist erheblich und die vermutete Dunkelziffer hoch. Sachverständige gehen davon aus, dass sich viele Opfer aus Scham nicht mitteilen. Deshalb hat der Sozialverband SoVD jetzt einen Film veröffentlicht, der die Kriminalprävention unterstützt und über Hilfsangebote informiert.
Der dreiminütige Film, der die verschiedenen Vorgehensweisen der Trickbetrüger zeigt und Tipps für das richtige Verhalten möglicher Opfer gibt, eignet sich insbesondere für die digitale Kommunikation. Zudem kann der Beitrag im Rahmen von Informationsveranstaltungen vorgeführt werden.

Clip Vorsicht: Falle! SoVD warnt vor Trickbetrug: https://www.youtube.com/watch?v=xzLkoBTjuNc

Das Alter als die schönste Zeit des Lebens erleben

Das Wichtigste im Alter ist die Gesundheit, sagen knapp zwei Drittel der Menschen in Europa. In einer Umfrage unter rund 8000 Lesern des Magazins Reader’s Digest in zehn Ländern stimmten 65 Prozent der Deutschen dieser Aussage zu, in Ungarn waren es sogar 75 Prozent. Zugleich gaben 72 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass selbst Probleme mit ihrer körperlichen Fitness sie nicht davon abhalten würden, das zu tun, was sie gern tun wollen. „Angesichts meines Alters habe ich heute mehr Energie, als ich gedacht hätte“, sagten 65 Prozent der über 60-jährigen Befragten in den zehn Ländern.

Doch wann ist man überhaupt „alt“? Liegt die Grenze dafür bei 65 oder eher bei 75 Jahren? Während beispielsweise in Frankreich Frauen wie Männer erst mit über 80 Jahren als alt gelten, sagten die Deutschen, dass Frauen mit 75 und Männer mit 76 Jahren alt seien. Noch niedriger sind die Werte, die die Ungarn genannt haben: Männer mit 68 und Frauen sogar schon mit 67 Jahren. Viele Befragte betonten aber zugleich, dass nicht die Zahl der Jahre, sondern die Geisteshaltung entscheidend sei. „Älter werden und alt sein sind zwei verschiedene Dinge“, sagt etwa die 63-jährige Belgierin Nicole Marc in der März-Ausgabe von Reader’s Digest. „Alt sind Sie, wenn Sie nicht mehr das Bedürfnis haben zu lachen und Spaß zu haben. “

Auch in ihren sogenannten goldenen Jahren wollen die Menschen „einfach alles“ machen, gaben die Umfrageteilnehmer an. Dazu gehört für viele auch die Freude an der körperlichen Liebe bis ins hohe Alter. „Ich bin sicher, dass ich ungeachtet meines Alters immer Spaß am Sex haben werde“, meint beispielsweise Radovan Teslič. Der 66-jährige Slowene ist ein gutes Beispiel für die aktiven Senioren von heute: Er besucht oft Konzerte und Ausstellungen, reist und wandert gern und baut Obst an. „In Bewegung bleiben“, rät auch Nicole Marc ihren Altersgenossen. „Mein Mann und ich halten uns fit und verschwenden unsere Zeit nicht vor dem Fernseher. Wir fahren Rad, gehen tanzen und wandern.“

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die März-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab Montag, 23. Februar, an zentralen Kiosken erhältlich.

Ältere Autofahrer gehen zu spät zum Gesundheitscheck

77 Prozent der Autofahrer in Deutschland haben seit ihrer Führerscheinprüfung kein Fahrtraining mehr absolviert. Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Jeder Zweite (57 Prozent) war bisher nicht beim Training, weil er sich auch ohne Fortbildung im Straßenverkehr sicher fühlt. Ginge es um ihre Fahrtüchtigkeit, verließen sich viele zu stark auf ihre Selbsteinschätzung, sagt Sandra Demuth vom DVR: “Professionelle Fahrlehrer können die Fähigkeiten eines Autofahrers viel besser einschätzen. Sie erkennen frühzeitig eventuelle Leistungseinbußen und sind in der Lage, konkrete Tipps für den Alltag im Straßenverkehr zu geben.”

Arzt testet Hör- und Sehvermögen

Auch im gesundheitlichen Bereich vertrauen die meisten Autofahrer ihrer Selbsteinschätzung: 71 Prozent der Befragten sind der Ansicht, ein Gesundheitscheck stehe erst an, wenn Fahrer bei sich selbst körperliche Beeinträchtigungen feststellen – eine Haltung, die das Unfallrisiko erhöhen kann. Bei den Befragten über 65 Jahre sind sogar 78 Prozent der Ansicht, dass ein Gesundheitscheck erst notwendig ist, wenn man selbst merkt, dass die Fahrtüchtigkeit nachlässt.

Vor allem älteren Verkehrsteilnehmern rät Demuth daher, ihre Fahrfitness regelmäßig von einem Arzt überprüfen zu lassen, bevor sich Einschränkungen bemerkbar machen oder Fahrten bei schlechtem Wetter beispielsweise als unangenehm empfunden werden. Die forsa-Erhebung ergab jedoch, dass eine deutliche Mehrheit der Fahrer über 65 Jahre (85 Prozent) noch keinen solchen Gesundheitscheck gemacht hat, bei dem unter anderem Hör- und Sehvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit und Beweglichkeit getestet werden.

Sicher mobil bis ins hohe Alter

Die “Aktion Schulterblick” des DVR macht auf die Notwendigkeit freiwilliger Gesundheitschecks aufmerksam. Mehr Informationen gibt es unter www.dvr.de/schulterblick. Die Aktion wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützt.

Konfliktsituation im Karneval

Wenn zum Karneval die Narren und Jecken regieren, herrscht fröhliche Ausgelassenheit. Doch im Gedränge und beim Griff nach süßen Kamellen können leicht Aggressionen, Streitigkeiten oder gar Prügeleien aufkommen. „Grundsätzlich will natürlich jeder Konfliktsituationen vermeiden. Wird man aber doch angepöbelt, ist es das Beste, dies erst einmal zu ignorieren und weiterzugehen oder den Platz zu wechseln“, sagt Kristina Soldo, Psychologin bei TÜV Rheinland. Falls das nicht möglich ist, rät die Psychologin, selbstsicher aufzutreten und laut auf sich aufmerksam zu machen. „Es ist wichtig, sein Gegenüber zu siezen, damit Dritte hören, dass es kein Freund ist und die Sachlage gleich einordnen können“, erklärt Soldo.
„Feuer“ als Signalwort

In einer Konfliktsituation gilt es, sich nicht auf Diskussionen einzulassen und den Angreifer nicht zu beleidigen oder gar zu schlagen, insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist. Denn Alkohol und Drogen wirken bei vielen Menschen enthemmend. Besser tief durchatmen, ruhig bleiben. Wenn die Situation eskaliert, sollte man mit dem Mobiltelefon den Notruf wählen. Dann gilt auch: „Will ich Hilfe von anderen, muss ich sie konkret ansprechen“, erläutert Kristina Soldo. Also beispielsweise: „Sie mit dem grünen Pullover! Rufen Sie bitte die Polizei!“ Wirkungsvoller als der Ruf „Hilfe“ sei der Ruf „Feuer“. Darauf reagiere jeder, weiß die Expertin.
Selbstsicheres und bedächtiges Auftreten

Beobachter können ebenfalls dazu beitragen, einen sich zuspitzenden Konflikt zu entschärfen. „Zeigen Sie Zivilcourage und holen Sie Hilfe, spielen Sie aber nicht den Helden“, empfiehlt die TÜV Rheinland-Expertin. Für die Polizei ist es zudem später hilfreich, Zeugen zu haben, die viele Details nennen können. Will man deeskalierend wirken, ist die Körpersprache wichtig: aufrechter Gang, Schultern nach hinten, sicherer Stand, feste Stimme und Blickkontakt halten. Mit einem vor Angst starren Blick hat man keine guten Chancen, die Situation zu entspannen. Denn fühlt sich der Andere angestarrt, kommt dies oft als Bedrohung an. Auch hier helfe laut Kristina Soldo eine klare Ansprache, möglichst aus sicherer Entfernung: „Lassen Sie das, ich rufe die Polizei.“

Herzpatienten werden nicht flächendeckend gleich gut versorgt

Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Herzmedizin bietet der neue Deutsche Herzbericht 2014 www.herzstiftung.de/herzbericht, der von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit den ärztlichen Fachgesellschaften für Kardiologie (DGK), Herzchirurgie (DGTHG) und Kinderkardiologie (DGPK) herausgegeben wird. Mit Hilfe dieser fächerübergreifenden Analyse der kardiologischen und herzchirurgischen Versorgung in Deutschland lassen sich kritische Verläufe in der Häufigkeit und Sterblichkeit bestimmter Herzkrankheiten sowie Defizite in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung frühzeitig erkennen und korrigieren.

Leichte Zunahme der Sterblichkeit bei Herzinfarkt und anderen Herzkrankheiten
Nach Jahren der Rückläufigkeit hat die Herzinfarkt-Sterblichkeit 2012 leicht zugenommen: 52.516 Menschen starben am akuten Herzinfarkt (2011: 52.113) bzw. die Sterblichkeit lag bei 65,2 Gestorbenen pro 100.000 Einwohner (EW) (2011: 63,7). „Dieser – wenn auch leichte – Anstieg bei den Herzinfarkttodesfällen zeigt, wie weiterhin wichtig Verbesserungen insbesondere in der Effizienz des Notarztsystems in den bevölkerungsarmen oder schlecht versorgten Gegenden sind, ebenso die kontinuierliche Bevölkerungsaufklärung über die Herzinfarkt-Symptome und die Notrufnummer 112. Diese Informationsarbeit ist uns ein dauerhaftes Anliegen“, betont Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Klinikum Stephansplatz Hamburg. Ebenfalls leicht zugenommen hat 2012 die Sterblichkeit bei den Herzkrankheiten Herzschwäche (Herzinsuffizienz) mit 46.410 (2011: 45.428), Herzrhythmusstörungen mit 25.203 (2011: 23.677) und Klappenkrankheiten mit 14.936 (2011: 13.964) Gestorbenen.

Gefälle zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern bei Sterblichkeit und Krankenhausaufnahmen
Auch regionale Unterschiede in der Sterblichkeit und in den stationären Krankenhausaufnahmen dokumentiert der Herzbericht. So war die stationäre Morbiditätsziffer (Krankenhausaufnahmen pro 100.000 EW) der koronaren Herzkrankheit (KHK), Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Klappenkrankheiten in der Summe am niedrigsten in Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg, wohingegen sie am höchsten in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen war. Bei der KHK reichte 2012 die Spannweite der stationären Morbiditätsziffer von 638 in Hamburg bis 1.114 in Sachsen-Anhalt.
Bundesländer mit einer bemerkenswert hohen Herzinfarkt-Sterblichkeit sind weiterhin Brandenburg mit 105 (2011: 96), Sachsen-Anhalt mit 103 (2011: 104), Sachsen mit 94 (2011: 92), Thüringen mit 79 (2011: 79), Mecklenburg-Vorpommern mit 79 (2011: 75) und Saarland mit 78 (2011: 69) Gestorbenen pro 100.000 EW. Von diesen Bundesländern die Sterbeziffern (Gestorbene pro 100.000 EW) für KHK, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Herzklappenkrankheiten in der Summe betrachtet, ergeben sich für diese Länder die höchsten Sterblichkeitswerte, z. B. Sachsen-Anhalt mit 385, Sachsen mit 357 und Thüringen mit 326 Gestorbenen pro 100.000 EW gegenüber Berlin mit 196 und Hamburg mit 221 Gestorbenen pro 100.000 EW.
„Einen dominierenden Einfluss auf die Sterblichkeit in allen Bundesländern haben vor allem die KHK und die Herzinsuffizienz. Gerade diese Erkrankungen mit Millionen Betroffenen erfordern intensive landesweite Aufklärung über Diagnose und Therapie sowie über Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Ernährungsverhalten. Hier setzen wir bei bundesweiten Kampagnen auch auf die Unterstützung von Hausärzten, Allgemeinmedizinern und Internisten“, betont Prof. Meinertz.

Mehr ambulante Versorgung in strukturschwachen Regionen nötig?
Als mögliche Ursachen für die höhere stationäre Morbidität in bestimmten Bundesländern kommen neben demographischen Faktoren regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung, eine geringere Ärztedichte, geringeres Gesundheitsbewusstsein in der Prävention und ein niedrigerer sozioökonomischer Status in der Bevölkerung infrage. „Bei den strukturschwachen Regionen stellt sich die Frage nach gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungslage besonders in den kardiologisch schlechter versorgten Gebieten wie zum Beispiel Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg: Mehr ambulante Diagnostik und Therapie neben der stationären könnte die medizinische Versorgung verbessern“, so Prof. Meinertz. „Das Modell der Brustschmerz-Ambulanz könnte mit Unterstützung der Gesetzlichen Krankenkassen neue Akzente setzen.“
So weisen die Länder mit der höchsten Infarktsterblichkeit mit Ausnahme von Sachsen zugleich die geringste Versorgungsdichte mit zugelassenen Kardiologen auf: Im Bundesdurchschnitt entfiel 2013 in Thüringen ein zugelassener Kardiologe auf 36.014 Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern auf 34.707 und Brandenburg auf 33.097 EW. Zum Vergleich die Länder mit der höchsten Versorgungsdichte: In Bremen entfielen auf einen Kardiologen 18.783 EW, in Hamburg 21.040 EW.

Deutlich mehr Frauen als Männer sterben an Herzschwäche, Rhythmusstörungen und Klappenkrankheiten
Wie in den Vorjahren ist 2012 die Sterblichkeit bei Frauen in der Summe der Herzkrankheiten Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenkrankheiten deutlich höher als bei Männern. „Dass Frauen eine viel höhere Sterbeziffer und somit eine deutlich schlechtere Prognose als Männer bei diesen Herzkrankheiten aufweisen, ist nicht ohne weiteres erklärlich. Wie es zu diesen drastischen Unterschieden insbesondere bei der Herzschwäche und beim Vorhofflimmern kommt, bedarf einer genaueren Analyse, um mögliche Lücken in der Vorsorge und der Therapie herzkranker Frauen zu schließen“, unterstreicht Prof. Meinertz. So starben 2012 allein an Vorhofflimmern und Vorhofflattern mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer: 10.604 Frauen gegenüber 5.196 Männern. An Herzschwäche starben 2012 30.850 Frauen gegenüber 15.560 Männern. Die Sterbeziffer der Herzschwäche für Frauen überstieg die der Männer um 89,8 Prozent! An Klappenkrankheiten starben 9.312 Frauen gegenüber 5.624 Männern.
Demgegenüber lagen die Sterbeziffern der KHK und des akuten Herzinfarkts für Männer im Jahr 2012 deutlich höher als bei den Frauen: beim akuten Herzinfarkt liegt die Sterbeziffer der Männer um 22,1 % höher als bei Frauen.

Weitere Informationen zum Deutschen Herzbericht 2014 unter: www.herzstiftung.de/herzbericht

Nicht wenige Menschen leiden im Alter unter Einsamkeit.

Besonders Alleinstehende und Menschen, deren Partner verstorben ist, fürchten sich davor, ständig allein und ohne Ansprache zu sein. Dann ist es schon ein Höhepunkt im Tagesablauf, wenn das “Essen auf Rädern” mit ein paar freundlichen Worten geliefert wird, oder wenn draußen ein Nachbar aus Nettigkeit winkt. Aber auch bei älteren Paaren geschieht es oft, dass sie sich immer stärker von der Umwelt abkapseln, weil Freunde und Bekannte aus dem Umfeld beispielsweise zu ihren Kindern ziehen. Wer der Gefahr einer Isolierung aktiv begegnen möchte, sollte sich möglichst früh überlegen, welche Alternativen es dazu gibt.

Den Ruhestand in der Gemeinschaft genießen

Eine attraktive Option sind beispielsweise Seniorenwohnanlagen, in denen man mit Menschen in einem ähnlichen Alter zusammenlebt. Mit ihnen kann man sich gemeinsam an alte Zeiten erinnern – schließlich wurden in der Jugend die gleichen Schlager gehört und es wurde die gleiche Mode getragen. Heute entdeckt man neue Gemeinsamkeiten, weil man sich in der gleichen Lebensphase befindet. Besonders vielseitige Freizeitmöglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen bieten beispielsweise die Rosenhof Seniorenwohnanlagen mit ihrer über 40-jährigen Erfahrung im Bereich des Seniorenwohnens.

Aktiv und gesund bleiben

Unter www.rosenhof.de kann man sich nicht nur über die verschiedenen Standorte und die entsprechenden Appartements informieren, sondern auch über die verschiedenen Freizeitaktivitäten. Schachspielen, Gedächtnistraining, das gemeinsame Singen im Chor und auch gemeinsame Ausflüge bereichern den Alltag der Senioren. “Nur wer im Ruhestand aktiv ist, kann auch gesund bleiben”, betont Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Pflegebedürftigkeit darf nicht in Armut führen

„Es ist eine fatale Entwicklung, wenn immer mehr Pflegebedürftige auf staatliche Unterstützung angewiesen sind“, kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, heute veröffentlichte Zahlen. Demnach mussten 2013 444.000 Menschen „Hilfe zur Pflege“ beantragen. Vor zehn Jahren waren es knapp 340.000 Pflegebedürftige.

„Pflegebedürftige müssen immer mehr aus der eigenen Tasche zahlen, weil die Leistungen der Pflegeversicherung den tatsächlichen Aufwand nicht mehr decken“, sagt die VdK-Präsidentin. Der Anstieg der Leistungsempfänger habe laut Mascher mehrere Ursachen. „Steigende Heimkosten einerseits, stagnierende Bestandsrenten andererseits und sinkende Zahlbeträge bei Neurenten. Eine gute stationäre Versorgung geben viele Renten nicht her, besonders nicht die von Frauen.“

„Pflegebedürftigkeit ist inzwischen ein Armutsrisiko, das durch einschneidende Maßnahmen verhindert werden muss“, so die VdK-Präsidentin weiter. Um das mit Pflegebedürftigkeit verbundene Armutsrisiko zu mindern, sei etwa eine jährliche Anpassung der Pflegeleistungen an die tatsächliche Kostenentwicklung im Pflegesektor erforderlich. „Seit Einführung der Pflegeversicherung 1995 ist die Kaufkraft der Zahlungen aus der Pflegeversicherung stark gesunken.“

Die mangelhafte finanzielle Situation Pflegebedürftiger wird sich nach Einschätzung des VdK ohne eine große Pflegereform noch verschärfen. Deshalb fordert der Sozialverband VdK eine große, umfassende Pflegereform, die sich auch den demografischen Herausforderungen stellt. „Gute Pflege ist ein Menschenrecht. Gerade eine immer älter werdende Gesellschaft braucht eine zukunftsfähige und würdevolle Pflege“, betont Mascher.

Die VdK-Präsidentin sieht vor diesem Hintergrund keinen Grund zum Jubeln anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Pflegeversicherung. „Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eingeführt worden, damit möglichst keiner mehr als Pflegefall zum Sozialfall wird. Die neuen Zahlen der Empfänger von staatlicher Hilfe machen deutlich, dass es höchste Zeit ist gegenzusteuern.“ Auch sei der grundsätzliche Konstruktionsfehler der Pflegeversicherung in den 20 Jahren ihres Bestehens nicht behoben worden. „Die besonderen Bedürfnisse von Demenzkranken und ihrer pflegenden Angehörigen werden noch immer im System der Pflegeversicherung kaum berücksichtigt. Auch das neue Pflegestärkungs¬gesetz bringt nur wenige Verbesserungen für die 1,5 Millionen Demenzkranken und ihre pflegenden Angehörigen. Viele Herausforderungen in der Pflege bleiben, wie die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die Stärkung von Prävention und Rehabilitation zur Vermeidung von dauerhafter Pflegebedürftigkeit und das ungerechte Nebeneinander von privater und gesetzlicher Pflegeversicherung.“

Rutsch- und Sturzunfälle: Generation 50 plus besonders gefährdet

Rutschen und Stürzen hat in den Wintermonaten Hochsaison. Das Risiko steigt mit den Lebensjahren – und zwar bereits vor dem Eintritt ins Rentenalter, informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Ihre Sicherheitstipps für Fußgängerinnen und Fußgänger gelten dennoch für alle Altersgruppen.

In einer Hochrechnung zu den Wegeunfällen ihrer über 7,5 Millionen Versicherten hat die BGW festgestellt: Auffällig häufig verletzen sich ältere Versicherte über 50 Jahre durch Stolpern, Rutschen und Stürzen. 2013 entfielen auf diese Altersgruppe 29 Prozent der gravierenderen Unfälle zwischen Wohnung und Arbeitsplatz insgesamt, aber rund 40 Prozent der entsprechenden Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Bei den jungen Versicherten bis 30 Jahre war es genau umgekehrt: Auf sie entfielen 33 Prozent der gravierenderen Wegeunfälle insgesamt, aber “nur” 23 Prozent der entsprechenden Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Berücksichtigt wurden in der Hochrechnung diejenigen Wegeunfälle, die mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich zogen.

“Natürlich geraten auch jüngere Leute ins Rutschen oder Stolpern”, erklärt Lars Welk von der BGW. “Aber sie haben bessere Chancen, unverletzt davonzukommen – zum Beispiel, weil man in jungen Jahren tendenziell beweglicher und reaktionsschneller ist, die Muskeln stärker und die Knochen stabiler sind.” Eine Garantie, glimpflich davonzukommen, gibt es aber nie. Deshalb rät der Präventionsexperte allen Altersgruppen zur Vorsicht.

Fünf Wintertipps für die Sicherheit zu Fuß

Kälte, Nässe und Dunkelheit bringen für Fußgängerinnen und Fußgänger im Winter besondere Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren mit sich. Aber das Unfallrisiko lässt sich mit einfachen Mitteln reduzieren.

Tipp 1: Langsam gehen und kurze Schritte machen: Eile und Stress sind die größten Unfallverursacher. Ruhige, kurze Schritte lassen sich am besten kontrollieren. Wer zugleich einen Zeitpuffer einkalkuliert, nimmt sich selbst auch innerlich den Druck. Besondere Rutschgefahr besteht im Winter auf Treppen und Brücken – wo sich noch schneller Reif- und Eisglätte bildet als auf dem geschützten Fußweg zwischen den Häusern. Wenn vorhanden, benutzt man dort am besten den Handlauf, um zusätzlichen Halt zu haben.

Tipp 2: Geeignete Schuhe tragen: Eine breite profilierte Sohle aus griffigem Material mindert die Rutschgefahr. Modelle mit höherem, in der Weite regulierbarem Schaft geben darüber hinaus dem Fußgelenk besseren Halt als Halbschuhe.

Tipp 3: Bei Schnee und Eis Spikes über die Schuhe ziehen: Wichtig ist, dass sie nicht nur unter dem Fußballen, sondern auch unter der Ferse Metallstifte haben. Dort muss der Fuß beim Aufsetzen Halt finden. Bevor man ein Gebäude betritt, sollte man die Spikes aber wieder ablegen – denn auf glatten harten Böden wie etwa Fliesen können sie die Rutschgefahr noch erhöhen und Kratzer hinterlassen.

Tipp 4: Eingänge trocken halten: Unfallschwerpunkte liegen auch im Eingangsbereich von Gebäuden – wo die von draußen hereingetragene Feuchtigkeit leicht zu Glätte führt. Deshalb empfiehlt es sich, dort saugfähige Schmutzfangmatten auszulegen. Wenn das nicht möglich ist, mindert regelmäßiges Aufwischen und das Aufstellen von Warnschildern die Unfallgefahr.

Tipp 5: Für die richtige Beleuchtung im Haus und drum herum sorgen: Wenn man schlecht sieht, stolpert und stürzt man leichter. Defekte oder zu schwache Leuchtmittel gehören spätestens jetzt ausgetauscht. Wo dann noch dunkle Ecken bleiben, sollte die Beleuchtung unbedingt erweitert werden. Außerdem helfen Bewegungsmelder, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle das erforderliche Licht zu haben.

Nachrichtensprecher Jan Hofer engagiert sich für die “Aktion Schulterblick”

Ein Herz für alte Autos: Abseits des Fernsehstudios ist Jan Hofer begeisterter Oldtimersammler. In der Hamburger Werkstatt Jarek Cars lässt er seinen auf Hochglanz polierten “Mercedes Ponton 220 S” regelmäßig gründlich überprüfen. “Oldtimer und ältere Fahrer wie ich haben vieles gemeinsam: Ab und zu sollte man checken, ob sie noch fit für den Straßenverkehr sind.” Jan Hofer engagiert sich deshalb für die “Aktion Schulterblick” des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Ziel der Aktion ist es, Autofahrer dabei zu unterstützen, bis ins hohe Alter sicher mobil zu bleiben. Der Nachrichtensprecher selbst geht regelmäßig zum Arzt: “Ich möchte auch weiterhin sicher am Steuer meiner Oldtimer sitzen. Gesundheits-Checks helfen mir dabei.”

Die wichtigsten Gesundheits-Checks für ältere Autofahrer

Einen einheitlichen Test, mit dem man die eigene Fahrtüchtigkeit kontrollieren kann, gibt es nicht. Vor allem das Seh- und Hörvermögen und die Beweglichkeit sollten aber regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Auch die Reaktionsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Informationsverarbeitung sind wichtig. Der DVR rät älteren Autofahrern zu folgenden Gesundheits-Checks, um sicher mobil zu bleiben:

– Seh-Check: Autofahrer ab 40 Jahre sollten einmal jährlich einen Seh-Check beim Augenarzt absolvieren und dabei vor allem ihre Sehschärfe bei Dämmerung und Nacht prüfen lassen.

– Check von Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit: Autofahrer ab 60 sollten diesen Check regelmäßig bei Begutachtungsstellen für die Fahreignung – etwa dem TÜV oder der Dekra – absolvieren. Angeboten wird er auch von Betriebs-, Arbeits- und Gesundheitsmedizinern. Bei diesem Check werden die Konzentrationsfähigkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung überprüft.

– Hör-Check: Ab 60 sollten Autofahrer im Turnus von zwei Jahren beim Ohrenarzt das Gehör testen lassen. Überprüft wird vor allem auch die Fähigkeit, hohe Töne wahrnehmen zu können, dies ist entscheidend für das sogenannte Richtungshören.

– Check bei vorhandenen Erkrankungen: Wer unter chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen leidet, sollte sich unabhängig vom Alter regelmäßig beim Hausarzt oder Facharzt checken lassen. Dabei sollte man abklären, ob die Erkrankung oder gegebenenfalls auch die Medikation die Fahreignung einschränkt.

Ältere Katzen und ältere Menschen passen gut zusammen

Viele ältere Menschen wollen sich kein Tier mehr anschaffen, da sie fürchten, sich nach einigen Jahren nicht mehr darum kümmern zu können. Ein altes Tier aus einem Tierheim passt da gut.

Ältere Katzen und ältere Menschen können sich im Lebensabend gegenseitig eine gute Stütze sein. Die Tiere geben Senioren wieder Struktur im Alltag und das Gefühl, gebraucht zu werden. Denn auch ältere Katzen möchten und müssen täglich gefüttert, gepflegt und auch beschäftigt werden. Dabei wird der Mensch körperlich und geistig auf Trab gehalten und bleibt fit.

Dennoch sollten sich Senioren gut überlegen, ob sie in der Lage sind, eine ältere Samtpfote anzuschaffen. Dabei spielen sowohl der Gesundheitszustand des zukünftigen Tierbesitzers als auch der Katze eine wichtige Rolle, erklärt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn: „Ein Tier benötigt Pflege. Futter muss beschafft werden, ist ein Tier krank, stehen Tierarztbesuche an.“ Damit der Tierfreund nicht überfordert wird, sei es wichtig, sich rechtzeitig um eine Vertretung zu kümmern. Doch sind diese Fragen geklärt, steht der Senioren-WG nichts im Weg.

In die Jahre gekommen steigt das Bedürfnis älterer Katzen nach Ruhe. Gerne räkeln sie sich auf dem Schoß und lassen sich streicheln. „Ältere Katzen sind natürlich etwas ruhiger als junge Tiere und oftmals etwas schmusiger“, erklärt Tünte. Sie suchen vermehrt die menschliche Nähe und brauchen Zärtlichkeit.

Zudem sind sie ein Plus für die Gesundheit. Streichelt man die Katz´, senkt sich der Blutdruck, berichten verschiedene Autoren. Die Tiere helfen Menschen, Verluste und Einsamkeit besser zu verkraften und wirken beruhigend, weiß Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Regina Lessenthin aus Baden-Württemberg. Depressive Menschen werden in Gegenwart der Samtpfoten ruhiger und entspannen sich.

Die ältere Katze ist eine gute Zuhörerin und Mitbewohnerin. Sie braucht einen Menschen, der ihr Pflege und Wärme gibt – dankend gibt die alte Samtpfote Zuneigung zurück.