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Pflege: Qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen

Zur aktuellen Debatte über die Stärkung von Pflegefachkräften erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Eine verstärkte Unterstützung professioneller Pflegekräfte ist angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen unerlässlich. Insbesondere der Blick auf die zunehmende Zahl demenzieller Erkrankungen führt die hohe Bedeutung von Fachkräften in diesem Bereich deutlich vor Augen. Pflegefachkräfte leisten Schwerstarbeit für einen oftmals sehr geringen Lohn. Die Gefahr, dass durch dieses offenkundige Missverhältnis die Qualität in der Pflege leidet, steigt deutlich.
Notwendig sind neben einer angemessenen Bezahlung zudem eine bessere arbeitsrechtliche Unterstützung sowie mehr gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufes insgesamt. Hierfür bedarf es eines Kraftaktes von Politik, Einrichtungen und Diensten.

In Ottobeuren stehen Gesundheit, Sport und Kultur im Mittelpunkt

Um Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen, kann es manchmal sinnvoll sein, sich ein Stück weit aus der Welt zurückzuziehen. Ottobeuren im bayerischen Schwaben ist solch ein Rückzugsort. Schon vor Jahrhunderten entdeckten Benediktinermönche in der voralpinen Landschaft mit ihren weitläufigen Wiesen und Feldern, den urwüchsigen Wäldern und wilden Flusslandschaften ein ideales Refugium. Kein Wunder, dass sie dort eine der größten barocken Klosteranlagen der Welt erbauten. Auch Pfarrer Sebastian Kneipp, Begründer der klassischen Kneippkur, stammt aus dem Weiler Stephansried bei Ottobeuren. Nicht zuletzt unter diesen Einflüssen entwickelte sich in Ottobeuren eine einzigartige Kombination aus Wellness- und Kulturangeboten.

Wellness, Yoga und Musik

Geprägt von der ursprünglichen Natur rund um Ottobeuren, hat sich “Wasserdoktor” Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert als einer der Ersten mit der Harmonie von Körper und Seele befasst. Aus einem Selbstversuch heraus entwickelte er seine berühmte Wasser- und Kräuterkur. Im Kneipp-Kurort Ottobeuren nimmt sie eine zentrale Stellung ein. Wellnessseminare, Wochenendkurse in Yoga und Musikmeditation sorgen dafür, dass jeder Urlauber seinen Weg zum Stressabbau findet. Sport wird ebenfalls großgeschrieben. So lassen sich der Ort und die Umgebung auf kilometerlangen Wanderungen wie etwa dem Kneipp-Wanderweg oder dem Walderlebnispfad im Bannwald erkunden. Zu Bewegung in der Natur laden außerdem der Kneipp-Radweg und ganz neu der Kneipp-Aktiv-Park ein. Zudem verfügt Ottobeuren über eine Kletterhalle und einen der attraktivsten Golfplätze des Allgäus.

Konzerte in prächtiger Barock-Basilika

Ein jährlicher Höhepunkt im Kulturleben Ottobeurens sind die international ausgerichteten klassischen “Ottobeurer Konzerte” in der prächtigen Barock-Basilika und im Kaisersaal der Benediktinerabtei. Die Eintrittskarten sind begehrt, daher sollte man rechtzeitig vorbestellen. Alle Informationen gibt es unter www.ottobeuren.de und telefonisch beim Touristikamt Kur und Kultur unter der Rufnummer 08332-9219-50.

Hilfe für die Hungrigen

Reader’s Digest kürt „Europäerin des Jahres 2012“: Die Portugiesin Isabel Jonet sammelt überzählige Lebensmittel und hilft damit bedürftigen Menschen

Die Portugiesin Isabel Jonet ist „Europäerin des Jahres 2012“. Mit dem Preis zeichnet das Magazin Reader’s Digest die 51-Jährige für ihren Einsatz gegen die Verschwendung von Lebensmitteln aus. Jonet ist Direktorin der Banco Alimentar, des Dachverbands von über 19 über ganz Portugal verteilten Lebensmittelbanken, die Nahrungsmittel sammeln und an bedürftige Menschen verteilen. „Ich glaube, dass wir alle zusammengehören und für das Gemeinwohl verantwortlich sind“, umschreibt Isabel Jonet ihre Motivation für das ehrenamtliche Engagement, das allein in diesem Jahr in Portugal schätzungsweise 300.000 Menschen vor Hunger bewahrt.

Seit 1996 verleihen die 21 europäischen Ausgaben von Reader’s Digest die Auszeichnung „Europäer des Jahres“ an Persönlichkeiten, die am besten die Traditionen und Werte des Kontinents verkörpern. Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird Isabel Jonet in den nächsten Monaten offiziell übergeben. Die 21 europäischen Ausgaben des Magazins Reader’s Digest stellen die „Europäerin des Jahres 2012“ zeitgleich in der Februar-Ausgabe vor.

Im Jahr 2011 ging die Auszeichnung an die deutsche Ärztin Dr. Monika Hauser, die Hilfe für kriegstraumatisierte Frauen organisiert. Im Jahr zuvor war die Rumänin Iana Mattei für ihren Einsatz gegen Menschenhandel geehrt worden.

Die diesjährige Preisträgerin Isabel Jonet gilt wegen ihres großen Einsatzes als eine der einflussreichsten Frauen der portugiesischen Wirtschaft. Immer wieder gelingt es ihr, Supermarktketten oder Handelskonzerne davon zu überzeugen, überzählige Lebensmittel nicht zu entsorgen, sondern der Banco Alimentar zu spenden. Auf diesem Weg sammelt und verteilt der Verband pro Jahr Nahrungsmittel für rund zwölf Millionen Mahlzeiten an Kinderhorte, Altersheime und Tagesstätten für Senioren.

Isabel Jonet macht diese Arbeit ebenso wie ihre vielen Helfer unentgeltlich. „Die Leute, die sich hier engagieren, müssen keine Anweisungen einer hauptamtlichen bezahlten Chefin entgegennehmen“, sagt sie. „Die Geschäftsführerin ist eine von ihnen.“

Das soziale Gewissen zeigte sich bei Jonet schon in der Kindheit. Die Eltern besaßen einen Bauernhof, züchteten Rinder, Schweine und Schafe, bauten Weizen und Gerste an. Neben der Arbeit in der Landwirtschaft kümmerten sich ihre Eltern um das Wohl anderer Menschen und wurden so zum Vorbild für ihre Kinder. „Schon mit zwölf Jahren fing ich an, mich ehrenamtlich in einem Kinderkrankenhaus zu engagieren“, erinnert sich die „Europäerin des Jahres 2012“.

Nach ihrem wirtschaftswissenschaftlichen Studium in Lissabon arbeitete Isabel Jonet für einen Versicherungskonzern, ehe sie mit ihrem Mann für einige Jahre zur EU nach Brüssel wechselte. Nach der Rückkehr im Jahr 1994 weitete die Mutter von fünf Kindern ihr ehrenamtliches Engagement in Portugal aus, arbeitete bei kirchlichen Hilfsorganisationen, ehe sie auf die Banco Alimentar aufmerksam wurde: „Ich entschied mich mitzumachen, weil sie eine Mission hat: etwas gegen die Verschwendung von Nahrung, Zeit und Talenten zu tun.“

Seither gilt Isabel Jonet als Dreh- und Angelpunkt der Banco Alimentar. Während der Verband in der Anfangszeit nur 16 Organisationen mit Nahrungsmitteln versorgte, sind es inzwischen mehr als 300. „Ihre Entschlossenheit, ihre Klugheit und ihr Engagement beeindruckten mich tief. Sie wusste, dass unser Wohlfahrtsstaat nicht nachhaltig ist“, erzählt Alexandre Soares dos Santos, Chef der größten portugiesischen Supermarktkette Jerónimo Martins, über seine erste Begegnung mit Isabel Jonet.

Wie wichtig ihr der Einsatz zum Wohl anderer Menschen ist, beweist Isabel Jonet auch in der eigenen Familie. Jeden Morgen sammeln ihre jüngsten Kinder bei den örtlichen Bäckereien unverkaufte Brote und Kuchen vom Vortag ein. In einem Jahr kommen so bis zu 900 Kilo Backwaren zusammen.

Die Preisträger früherer Jahre

Seit 1996 verleihen die europäischen Ausgaben von Reader’s Digest die Auszeichnung „Europäer des Jahres“. Ein Gremium aus Reader’s Digest-Chefredakteuren trifft die Auswahl:

2011: Dr. Monika Hauser, Deutschland, Hilfe für kriegstraumatisierte Frauen

2010: Iana Matei, Rumänien, Einsatz gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

2009: Joachim Franz, Deutschland, Sportler und Aktivist gegen HIV/Aids

2008: Maria Nowak, Frankreich, Hilfe durch Kleinstkredite

2007: Prof. Dr. Ruedi Lüthy, Schweiz, Aids-Spezialist in Simbabwe

2006: Ayaan Hirsi Ali, Niederlande, Einsatz für Rechte muslimischer Frauen

2005: Dr. Leonid Roshal, Russland, Arzt und Vermittler beim Geiseldrama von Beslan

2004: Peter Eigen, Deutschland, Gründer von Transparency International

2003: Simon Pánek, Tschechien, Gründer der Hilfsorganisation People in Need

2002: Eva Joly, Frankreich, Richterin im Skandal um Elf-Aquitaine

2001: Linus Benedict Torvalds, Finnland, Erfinder des Betriebssystems Linux

2000: Paul van Buitenen, Niederlande, Aufdecker eines EU-Betrugs

1999: Dr. Inge Genefke, Dänemark, Ärztin, Kampf für Folteropfer

1998: Pete Goss, Großbritannien, rettete Ertrinkende bei einer Regatta

1997: Frederic Hauge, Norwegen, Aktivist gegen Atom-Müll

1996: Pater Imre Kozma, Ungarn, Einsatz für Obdachlose und alte Menschen

NABU warnt vor Abwürgen der Photovoltaik und Blockade der Energiewende

Der NABU kritisiert den Streit der schwarz-gelben Koalition über einen Systemwechsel bei der Förderung der erneuerbaren Energien und eine drastische Drosselung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland. „Wer ein halbes Jahr nach den Beschlüssen zum Atomausstieg das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen will, blockiert die Umsetzung der Energiewende“, warnt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der Umbau der Stromversorgung brauche verlässliche Rahmenbedingungen und eine große Vielfalt an Investoren – einschließlich der Kommunen, Energiegenossenschaften sowie der Bürgerinnen und Bürger selbst. Das EEG biete nach wie vor die einzige Garantie, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland tatsächlich erfolgt und schrittweise die klimaschädlichen Kohlekraftwerke verdrängt.

Neben der Windenergie an Land werde die Photovoltaik der wesentliche Träger der Energiewende im Stromsektor sein, betont der NABU. „Mit drastischen Kürzungen der Solarförderung würgen wir den weiteren Ausbau ab, erreichen aber sicher keine wesentliche Entlastung für die Verbraucher bei der EEG-Umlage“, kritisiert Tschimpke. „Wenn wir dagegen den Ausbau der Photovoltaik verstetigen, wird dies deutlich günstiger sein als die Fortsetzung des umweltschädlichen Biogasbooms der letzten Jahre oder die riesigen Investitionen in die Offshore-Windenergie“. Die Zeiten des teuren Solarstroms sind mittlerweile vorbei, weil sich die EEG-Vergütungen seit 2009 halbiert haben. Künftig sollten aus Sicht des NABU die Kürzungen kontinuierlich erfolgen, die Auswüchse bei Freiflächenanlagen und mögliche Mitnahmeeffekte beim Eigenverbrauch begrenzt werden. „Auch im Biomassebereich können weitere Einsparungen erzielt werden, wenn Maisanbau und Holzverbrennung keine zusätzliche Förderung mehr über das EEG erhalten“, so Tschimpke.

Zudem müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass Kosten und Nutzen des Ausbaus der erneuerbaren Energien gerechter verteilt werden. Obwohl vor allem die Großverbraucher in der Industrie von der preissenkenden Wirkung von Wind- und Solarenergie an der Strombörse profitieren, hat die schwarz-gelbe Koalition in der Vergangenheit immer mehr Unternehmen von der EEG-Umlage befreit. Für die privaten Haushalte, die den Ausbau der erneuerbaren Energien nun fast vollständig alleine tragen müssen, ist die EEG-Umlage dadurch unnötig gestiegen, kritisiert der NABU. „Ohne die Ausnahmeregelungen für die stromintensive Wirtschaft könnte die EEG-Umlage etwa einen Cent niedriger liegen. Zusammen mit der Befreiung von den Netzentgelten für bestimmte Unternehmen ergibt das einseitige Kostenvorteile zu Lasten der privaten Verbraucher“, erklärt NABU-Energieexperte Carsten Wachholz.

AOK: Bessere Leistungen für Demenzkranke schneller realisieren

Der AOK-Bundesverband begrüßt, dass die Bundesregierung jetzt eine Teilreform der Pflegeversicherung mit einer Aufstockung der Leistungen für demenzkranke Pflegebedürftige angeht. Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes sagte dazu: “Diese Leistungsverbesserungen sollten jetzt aber auch schnell wirksam werden. Es gibt keinen Grund, damit bis zum 1. Januar 2013 zu warten. Die Pflegebedürftigen und die pflegenden Angehörigen warten schon lange auf diese überfälligen Verbesserungen.” Die Bundesregierung müsse zudem auch per Gesetz einen verbindlichen Zeitplan für weitere Reformschritte beschließen, damit die angekündigte Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs kein Lippenbekenntnis bleibe. Sonst bestehe die große Gefahr, dass die Pflegereform ein Torso bleibe und erst nach der nächsten Bundestagswahl weitergeführt werden könne.

Graalmann dazu: “Ziel muss sein, die notwendige Reform des Pflegebegriffs zum 1. Januar 2013 jetzt verbindlich festzulegen. Es gibt dazu schon sehr gute Vorarbeit der Gohde -Kommission. So kann die Pflegeversicherung dann bereits ab 2013 flexibler und besser der individuellen Pflegesituation gerecht werden.”

Graalmann verwies darauf, dass es besondere Leistungen der Pflegeversicherung für Demenzkranke bereits seit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von 2008 gebe. Seither könnten Demenzpatienten je nach Betreuungsbedarf Unterstützung zum Beispiel durch Selbsthilfegruppen bis zu einem Betrag von 2.400 Euro pro Jahr erhalten. Die jetzt vorgesehenen Aufstockungen der Sachleistungsbudgets und der Geldleistungen in den Pflegestufen I und II seien nun eine sinnvolle Weiterentwicklung. Zwei Drittel der zu Hause lebenden Pflegebedürftigen würden heute von Angehörigen gepflegt. Es sei daher gut, dass diese Angehörigen mit Hilfe der vorgesehenen Leistungsverbesserungen entlastet werden. Graalmann: “Jeder Schritt in diese Richtung ist ein richtiger Schritt.”

Zu diskutieren sei jedoch noch, warum keine Verbesserungen für Demenzkranke Pflegebedürftige in der Pflegestufe III vorgesehen seien und wie man die zusätzlichen Leistungen ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand umsetzten könne.

BÄK begrüßt geplante Unterstützung von Heimärzten

Als längst überfällig hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Frank Ulrich Montgomery, die geplante Förderung der heimärztlichen Versorgung im Rahmen der Pflegereform bezeichnet. “Es gibt zwar keine generelle ärztliche Unterversorgung von Heimpatienten, nicht zuletzt wegen der enormen Arbeitsbelastung der niedergelassenen Ärzte gibt es aber erheblichen Verbesserungsbedarf”, sagte der BÄK-Präsident.

“Wir müssen deshalb die ärztliche Betreuung in den Pflegeheimen praktikabler regeln und brauchen dafür innovative Konzepte. Dass die Bundesregierung dieser Forderung des letztjährigen Deutschen Ärztetages mit der in der Pflegereform angelegten Förderung der heimärztlichen Versorgung nachkommen will, begrüßen wir außerordentlich”, sagte Montgomery. “Wir brauchen eine bessere Organisation ärztlicher Visiten im Heim sowie eine optimierte Abstimmung von Arztbesuchen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Heimbewohner bei Facharztterminen von Pflegekräften begleitet werden können und wir müssen eine angemessene Vergütung der ärztlichen Leistungen für die Patienten in Heimen sicherstellen”, forderte der BÄK-Präsident.

Ursächlich für die Versorgungsmängel seien die zunehmende Auslagerung medizinischer Leistungen aus den Kliniken und der sich abzeichnende Ärztemangel.

“Ist ein Besuch beim Facharzt notwendig, müssen die Patienten die Fahrt zu einer ambulanten Behandlung oft aus eigener Tasche bezahlen. Da verhalten sich die Krankenkassen sehr kurzsichtig”, monierte der BÄK-Präsident. Denn auch mit schnellen Facharztbesuchen könnten Krankenhausaufenthalte und damit verbundene Kosten vermieden werden. Um Versorgungslücken zu Lasten der Heimpatienten zu vermeiden, seien pragmatische Fahrtkostenregelungen notwendig. (ots)

200 Jahre Biergarten - Tradition trifft auf Vorfreude

2012 ist offizielles Jubiläumsjahr für Biergenuss im Schatten von Bäumen. Deutsche Brauer stellen auch in Zukunft Versorgung der Menschen mit frischem Gerstensaft im Freien sicher.

Jedes Jahr aufs Neue suchen mit den ersten warmen Son-nenstrahlen Entspannungssuchende und Durstige Biergärten und Freisitze über-all in Deutschland auf.„In diesem Jahr können wir offiziell den 200. Geburtstag des beliebten Treffpunkts begehen. Die Grüne Woche in Berlin ist dabei ein gelungener Auftakt, die Vorfreude darauf zu vergrößern. Viele deutsche Brauer und Gastronomen laden die Messebesucher in nachempfundene Biergärten zu einem kühlen Bier und verschiedenen Speisen ein. Ich bin optimistisch, dass den Menschen in diesem Jahr mehr Anlässe zu einem Biergartenbesuch gegeben werden, als im verregneten 2011“, gibt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, an.Hahn ergänzt, dass dies nicht nur die Gastronomen, sondern auch die deutschen Brauer, deren Bier neben warmen Temperaturen und Sonne Hauptgrund für einen Biergartenbesuch ist, freuen würde. Zu den Ursprüngen des Biergartens verweist Hahn auf die bayerische Brauordnung von 1539, darin war festgelegt das Bierbrauen nur zwischen dem 29. September, dem Tag des Heiligen Michael, und dem 23. April, dem Tag von Sankt Georg, erlaubt war. „Das Verbot stellte für Brauereien ein nahezu unüberwindbares Problem dar, denn sie brauchten für den Sommer Biervorräte. Kühlschränke waren noch nicht erfunden. So bauten sie Bierkeller, schützen diese mit Bäumen und verkauften direkt darüber ihr köstliches Bier. Die Biergärten waren geboren, seit dem Jahr 1812 sogar mit der offiziellen Erlaubnis des bayerischen Königs Max I. Joseph“, führt er dazu aus. Wenngleich Biergärten oftmals mit Bayern in Verbindung gebracht werden, sind sie in der gesamten Republik beliebt, so auch unter dem Namen Freisitz - etwa in Sachsen.„Die deutschen Biergärten haben in den vergangen zwei Jahrhunderten nichts an ihrer Attraktivität verloren, obgleich Bier, dank der Erfindung der Kältemaschinen, nicht mehr in Bierkellern gekühlt werden muss. Auch heute stehen sie in den warmen Sommermonaten für Biergenuss und Lebensfreude. Sie stellen eine wichtige soziale und kommunikative Funktion als beliebter Treffpunkt breiter Schichten der Bevölkerung dar. Auf der Grünen Woche können die Besucher hiervon einen ersten Geschmack bekommen“, so Hahn weiter.„Die Biergenießer können sich gerade in diesem Jahr auf viele tausend Orte in Deutschland freuen, wo die rund 1.300 Braustätten ihr Bier an durstige Kehlen ausschenken. Nur für die Ausgestaltung des guten Wetters sind wir nicht zustän-dig. In den Messehallen der Grünen Woche spielt das aber keine Rolle“, gibt er abschließend an.

Mit einer gesunden Lebensweise können Senioren Osteoporose vorbeugen

Älter werden, aber nicht alt sein - das ist das Motto der modernen Senioren. Viele wollen gern reisen, Zeit mit den Enkeln verbringen und aktive Hobbys pflegen. Umso wichtiger ist es, fit zu bleiben. Dazu gehören ein starker Körper und ein stabiles Knochengerüst. Doch gerade Letzteres ist mit zunehmendem Alter gefährdet. Bereits etwa ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse kontinuierlich ab. Das betrifft besonders Frauen nach den Wechseljahren. Im schlimmsten Fall entsteht irgendwann Osteoporose, der sogenannte Knochenschwund. Er verursacht Wirbelkörpereinbrüche, Rundrücken, Knochenbrüche, chronische Schmerzen und schränkt so zunehmend die Bewegungsfreiheit ein.

Milch liefert wertvolles Kalzium

Diesen Vorgang kann man jedoch mit der richtigen Ernährung entscheidend beeinflussen. So versorgen vor allem Milch und Milchprodukte die Knochen mit gut verfügbarem Kalzium, was sie widerstandsfähig macht. Außerdem liefern Milchspeisen weitere knochengesunde Nährstoffe wie Eiweiß, die Vitamine A, D, E und K sowie Laktose. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 1.000 Milligramm Kalzium pro Tag. Dieser Bedarf lässt sich ohne Milch nur schwer decken.
Die Milchmahlzeiten sollten möglichst über den Tag verteilt werden. Wichtig ist besonders eine Portion spätabends, denn damit können die nächtlichen Knochenabbauprozesse reduziert werden. Leckere Rezepte gibt es beispielsweise unter www.karlotta-unterwegs.de, der Website der EU-geförderten Kampagne zur Förderung des Milchverzehrs.

Richtig essen und aktiv bleiben

Aber man kann noch mehr zur Osteoporose-Vorbeugung tun: Obst und Gemüse auf dem Speiseplan wirken ebenfalls positiv auf die Knochengesundheit. Frische Luft und natürliches Tageslicht kurbeln die für den Knochenstoffwechsel bedeutsame Vitamin-D-Produktion an. Auch Fisch - besonders Hering, Lachs, Makrele und Heilbutt - liefert Vitamin D. Bewegung wie Radfahren oder Gymnastik kräftigt die Muskulatur und stimuliert den Knochenaufbau. Und natürlich sollte man die “Kalziumräuber” Alkohol, Zucker, Kaffee und Nikotin einschränken.

NABU fordert komplettes Schwerölverbot für Kreuzfahrtschiffe. NABU-Experten mit Ortskenntnis empfehlen Lehren aus „Concordia“-Unglück

Berlin – Der NABU-Meeresbiologe Dr. Kim Detloff, der drei Jahre im Unglücksgebiet forschte, sieht große Gefahren für das Naturparadies vor der Insel Giglio, vor allem durch die 2400 Tonnen Schwer- und Dieselöl, die in den Tanks des verunglückten Kreuzfahrtschiffes gebunkert sind. „Schweröl ist eine hochgiftige, teerartige Substanz, die schwer abzupumpen ist. Wenn das Schweröl ausläuft, sinkt es auf den Meeresboden ab und überdeckt dort alles. Damit würden weite Areale unter Wasser unweigerlich zum Friedhof für alle Lebewesen.“ So ist das Schweröl im Rumpf der „Concordia“ eine tödliche Gefahr für Zehntausende von Meerestieren, die in dem 1996 gegründeten Nationalpark Toskanischer Archipel mit seiner besonders großen Artenvielfalt leben.

„Das Gebiet um Giglio ist ein Naturparadies mit bunten Korallenwänden, in dem große Schwärme von Barrakudas, Lippfischen und Meerbrassen vorkommen. Zudem gehören die Gewässer zu einem wichtigen Walschutzgebiet, in dem Pott- und Finwale und verschiedene Delfine leben. Die Insel ist Rastplatz für viele Zugvögel, auch kommen hier die seltenen Sturmtaucher und die Korallenmöwe vor“, erklärt NABU-Experte Detloff.

Zudem ist Schweröl besonders schwer zu bekämpfen: „Die bisherigen Schiffskatastrophen zeigen leider, dass es praktisch unmöglich ist, alles austretende Öl abzufangen.“ Noch dazu ist nicht ausgeschlossen, dass die Gifte des Schweröls auch in die Nahrungskette gelangen, erklärt der NABU-Meeresbiologe: „Falls Öl austritt, wird es von Kleinlebewesen aufgenommen und gelangt so zwangsläufig in den Körper von Fischen, die womöglich am Ende auf unserem Mittagstisch landen. Aber diese Zusammenhänge sind bisher erst ansatzweise erforscht. Man sollte hier nicht unnötig dramatisieren.“

Der NABU dringt auf politische Konsequenzen aus dem Unglück. „Der NABU fordert, das Kreuzfahrtschiffe, die Naturschutzgebiete und sensible ökologische Meeres- und Küstenräume befahren, komplett auf Schweröl verzichten müssen”, sagt der Leiter der NABU-Verkehrspolitik, Dietmar Oeliger. „In Europa dürfen Schiffe bislang nur in der Nord- und Ostsee nicht mit Schweröl angetrieben werden. In der Antarktis dagegen ist es seit kurzem verboten Schweröl mitzuführen. Es ist völlig unverständlich, warum diese Regelung nicht auch für das stark befahrene Mittelmeer gilt.“

„Angetrieben mit Schweröl stoßen allein die 15 größten Seeschiffe jedes Jahr mehr schädliche Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Rußpartikel aus, als alle Autos weltweit. Und die gigantischen Abgaswolken in Häfen und vor den Küsten belasten Mensch und Umwelt. Eine Studie des dänischen Center for Center for Energy, Environment and Health zufolge kosten diese Schadstoffe jedes Jahr bis zu 50 000 Menschen vorzeitig das Leben, die zum Beispiel an Krebs erkranken und vorzeitig sterben“, erklärt NABU-Experte Oeliger. Die Schiffsabgase zu reinigen wie bei Diesel-Pkws funktioniert mit Schweröl nicht. „Deshalb fordern wir seit Jahren den Umstieg, denn das teurere Dieselöl enthält viel weniger Schadstoffanteile. Zudem kann man beim Einsatz von Schiffsdiesel Rußfilter installieren und so einen großen Teil der Schadstoffemissionen verhindern.“

Die NABU-Experten betonen: „Auch ein Unfall mit Dieselöl ist verheerend, aber die Folgen sind einfacher zu bekämpfen, denn Dieselöl ist leichter und schwimmt an der Wasseroberfläche. So kann es besser bekämpft werden und verursacht nicht die chronische Verseuchung des Wassers und des Meeresbodens.“

So lassen sich Reizungen der Augen zur Ruhe bringen

Die Augen tränen und jucken, so als würde sich ein Fremdkörper darin befinden: Etwa zehn Millionen Menschen sind Schätzungen zufolge in Deutschland vom “Trockenen Auge” betroffen. Mediziner bezeichnen diese Benetzungsstörung der Augenoberfläche auch als Sicca-Syndrom. Neben Bildschirmarbeit, Staub, Zugluft oder bestimmten Stoffwechselerkrankungen können auch Hormonschwankungen - etwa in den Wechseljahren - oder natürliche Alterungsprozesse Auslöser dieses Krankheitsbilds sein. Wenn die Augen gerötet und die Lidränder entzündet sind, greifen Betroffene häufig zu frei verkäuflichen Mitteln gegen Bindehautentzündung, was die Beschwerden jedoch meist verschlimmert.

Die Fettschicht stabilisieren

Auch Tränenersatzmittel zeigen oft nur eine geringe Wirkung. Tatsächlich ist in den meisten Fällen die Fettschicht in der Tränenflüssigkeit gestört, wodurch der natürliche Tränenfilm zu schnell aufreißt und verdunstet oder über den Lidrand abläuft. Hier können liposomale Augensprays wie beispielsweise Lipo Nit Linderung bringen. Einfach auf das geschlossene Augenlid aufgesprüht, vermischen sich die darin enthaltenen Liposomen auf dem Tränenfilm und können die defekte Lipidschicht stabilisieren. Das Brennen und Drücken lässt schnell nach, die Augen können sich rasch erholen und Lidrand-Entzündungen wird vorgebeugt. Erhältlich ist das Augenspray exklusiv beim Optiker. Unter www.liponit.de gibt es weitere Informationen. Vor allem für Senioren, denen die Anwendung von Augentropfen schwerfällt, ist die Sprayform eine Erleichterung.

Auslöser für “Trockene Augen”

Auch Medikamente können die Beschwerden des “Trockenen Auges” hervorrufen oder verstärken. Unter Verdacht stehen etwa Antidepressiva, Schmerzmittel, Betablocker, hormonhaltige Medikamente und antiallergische Mittel. Auch bei Augenoperationen wie etwa dem Austauschen der Linse beim grauen Star oder Laserbehandlungen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit wird häufig die Produktion der Lipidschicht in Mitleidenschaft gezogen.