Erwerbstätigkeit älterer Menschen nimmt zu

Im Jahr 2014 gingen in Deutschland 14 % der 65- bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach. 2005 waren es noch 6 % gewesen. “Die Erwerbstätigen­quote älterer Menschen hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt”, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), heute auf der Pressekonferenz “Die Generation 65+ in Deutschland”. Mit zunehmendem Alter gewinnt außerdem die Selbstständigkeit als Erwerbsform an Bedeutung. Rund 39 % der 65- bis 69-jährigen Erwerbstätigen waren 2014 selbstständig oder mithelfende Familienangehörige. Bei den 60- bis 64-jährigen Erwerbstätigen lag der Anteil lediglich bei 16 %.

Auch in anderen Lebensbereichen sind ältere Menschen heute sehr viel aktiver als noch vor wenigen Jahren. So nutzten im Jahr 2014 bereits 57 % der Seniorinnen und Senioren einen Computer. Seit 2010 ist dieser Anteil um 8 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer an den Personen ab 65 Jahre hat sich im selben Zeitraum von 35 % auf 45 % erhöht. Rund 42 % der Gasthörerinnen und Gasthörer an deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2014/2015 mindestens 65 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch 31 % betragen.

Roderich Egeler ging auf eine Reihe weiterer Themen ein, die die Situation der Generation 65+ in Deutschland aus Sicht der Statistik beschreiben:

In Deutschland gab es Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen ab 65 Jahre. Bis zum Jahr 2060 wird sich ihr Anteil von 21 % auf voraussichtlich 33 % erhöhen.
Jede vierte ältere Frau in einer Paargemeinschaft finanzierte ihren überwiegenden Lebensunterhalt durch die Einkünfte von Angehörigen (in der Regel ihres Ehe- oder Lebenspartners).
Zum Jahresende 2013 bezogen knapp 500 000 Personen ab 65 Jahre Grundsicherung. Das waren fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren.
Ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an den Verkehrstoten ist von 16 % im Jahr 1994 auf 29 % im Jahr 2014 gestiegen.
Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an allen Behandlungsfällen im Krankenhaus stieg in den letzten zehn Jahren von 38,5 % auf 43,2 %.
2,2 Millionen Personen ab 65 Jahre waren zum Jahresende 2013 pflegebedürftig. Zwei Drittel von ihnen wurden zu Hause versorgt.

Eine Pilgerreise zu den Wirkungsstätten des großen Reformators Luther

Pilgerreisen liegen im Trend – und das nicht nur bei der TV-Prominenz. “Den Wunsch, beim Wandern auf geschichtsträchtigen Pfaden in sich zu kehren, die Gedanken frei treiben zu lassen und neue Kraft zu schöpfen, haben offensichtlich immer mehr Menschen”, meint Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Wandern auf dem Lutherweg

Dem berühmten Reformator Martin Luther etwa kann man auf dem sogenannten Lutherweg nachspüren, der im Mai 2015 offiziell eröffnet wurde, und dabei durch ganz Thüringen wandern. Viele Stationen erinnern an den revolutionären Theologen, der einen Großteil seines Lebens in Thüringen verbrachte. So predigte er beispielsweise in der Georgenkirche Schmalkalden und lebte einige Jahre als Mönch im Erfurter Augustinerkloster. Diese verschiedenen Wirkungsstätten und andere für die Reformation wichtigen Orte verbindet der rund 1.000 Kilometer lange Wander- und Pilgerweg auf vier geografisch hergeleiteten Routen. Immer dem grünen “L” auf weißem Grund folgend, durchstreifen die Wanderer dabei eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wiesen, weiten Wäldern und Berghöhen. Ausführliche Informationen gibt es unter www.lutherweg.thueringen-entdecken.de.

Meilensteine: das Lutherhaus und die Wartburg

Zu den Meilensteinen der Pilgerreise gehört Eisenach, wo Luther von 1498 bis 1501 in die Schule ging. Sein Wohnhaus – das heutige Lutherhaus – wird Ende September mit der neuen Dauerausstellung “Luther und die Bibel” wiedereröffnet. Außergewöhnliche Exponate, multimediale Präsentationen und überraschende Einsichten – hier erfahren Besucher, warum, wie und mit wem Luther die Bibel übersetzte und welche Wirkung sein Werk auf Sprache, Literatur und Musik hatte. Von der Stadt aus erreicht man nach kurzem Aufstieg das Unesco-Weltkulturerbe Wartburg. Hier lebte der damals von der katholischen Kirche für “vogelfrei” erklärte Luther im Jahr 1521 für rund zehn Monate im Exil. In seiner Stube in der Vogtei der Burg vollbrachte er seine wohl größte kulturelle Leistung: die Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Griechischen ins Deutsche. Diese Arbeit sollte in den nächsten Jahrhunderten das am meisten gelesene deutsche Buch werden. Unter www.lutherland-thueringen.de finden Interessierte alle Informationen rund um das Reformationsland Thüringen.

Prospektmaterial zum Lutherweg und weiteren Wanderwegen in Thüringen gibt es kostenlos unter Telefon 0361-37420 oder unter www.thueringen-entdecken.de. Die Tourist Information Thüringen hält zudem passende Übernachtungsangebote bereit.

Wie die Ernährung Kopfschmerzen beeinflussen kann

Ein hämmernder oder stechender Schmerz, der einen keinen klaren Gedanken fassen lässt: Wer regelmäßig von Kopfweh oder Migräne geplagt wird, hat meist nur einen Wunsch – dass es aufhört. Oder dass es gar nicht dazu kommt. Welche Rolle die Ernährung dabei spielt, ergab eine aktuelle, apothekengestützte Umfrage unter knapp 1.300 Kopfschmerzpatienten. Wer sich selbst eher als ungesunden Esser einschätzte, wies im Schnitt drei Schmerztage mehr pro Monat auf als ein gesunder Esser.

In Ruhe essen

Auch die Wirksamkeit von Schmerzmitteln wurde von denjenigen als besser beurteilt, die sich bewusst gut ernährten. Anscheinend kommt es dabei mehr darauf an, wie man isst als was man isst. Der Münchner Professor Andreas Straube, Präsident der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), erklärt: “Wichtig ist, für eine regelmäßige Nahrungsaufnahme in einem ruhigen Umfeld zu sorgen, also nicht der schnelle Besuch bei einem Fast-Food-Anbieter.” Am sinnvollsten sei es, das zu essen, was einem subjektiv gut tut. Rezepte gibt es beispielsweise unter www.thomapyrin.de.

Laut Professor Straube werde relativ regelmäßig berichtet, dass Kaffee oder koffeinhaltige Getränke bei dem einen oder anderen zu einer Besserung der Kopfschmerzen führen würden. Koffein ist auch Bestandteil der Wirkstoffkombination, die von der DMKG als Mittel der ersten Wahl bei Kopfschmerzen empfohlen wird. So sind etwa in Thomapyrin (rezeptfrei in der Apotheke) Paracetamol und Acetylsalicylsäure so mit Koffein als Verstärker kombiniert, dass sie bei Kopfschmerzen 15 Minuten schneller wirken als die Einzelsubstanzen.

Sauerstoff und Fingermassagen

Für den Akutfall hat Professor Straube weitere SOS-Tipps: So hilft oft ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft – Bewegung und Sauerstoff vertreiben leichten Schmerz. Auch eine Massage kann lindern. Dafür mit den Fingerspitzen die Vertiefungen am Ende der Augenbrauen ertasten und drei Minuten mit mittelstarkem Druck kreisend massieren. Und schließlich kann eine heiße Kompresse auf der Stirn oder im Nacken schmerzhafte Verspannungen lösen.

Worauf Arthrosepatienten bei der Ernährung achten sollten

Gelenkverschleiß trifft früher oder später fast jeden. Die Ursachen können neben fortschreitendem Alter auch Fehlstellungen, Verletzungen, ungünstige Belastungen, Veranlagung sowie eine falsche Ernährung sein. Zur ganzheitlichen Behandlung wird meist an verschiedenen Punkten angesetzt: mit einer sinnvollen Schmerztherapie, moderater Bewegung und einer angepassten Kost.

Weniger Fleisch, mehr Fisch

Bei der “gelenkbewussten” Ernährung geht es vor allem darum, Entzündungen zu mindern und den Knorpel zu erhalten. So sind fette Kaltwasserfische reich an entzündungshemmender Eicosapentaensäure (EPA), während Archidonsäure aus Schweineschmalz, Eiern, Geflügel und Co. Entzündungen fördern kann. Daher sollten Arthrosepatienten ihren Fleischkonsum auf ein- bis zweimal wöchentlich beschränken und stattdessen wenigstens zweimal pro Woche Lachs, Hering oder Makrele auf den Tisch bringen. Darüber hinaus versorgen Gemüse, Salat, Getreide, Weizenkeime, Nüsse, fettarme Milchprodukte und wertvolle Pflanzenöle die Gelenke mit weiteren wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen. Auch der Knorpelbaustein Glucosamin ist echtes Powerfood – er kommt etwa in Gelatine vor oder kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Das Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de hält unter www.rgz24.de/ernaehrung ausführliche Ernährungstipps und Rezepte für Arthrose-Geplagte bereit.

Bewegung transportiert Nährstoffe

Damit die gezielte Nährstoffzufuhr genutzt werden kann, ist Bewegung unerlässlich. Sie sorgt dafür, dass die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel eingearbeitet werden. Geeignete Sportarten sind Walken, Radfahren oder Gymnastik. Voraussetzung für regelmäßige Bewegung ist jedoch Schmerzfreiheit. Hier kann der Arzt geeignete Mittel verschreiben oder Injektionen ins betroffene Gelenk mit speziell vernetzter Hyaluronsäure wie Synvisc. Diese können die nachlassende Pufferung und Schmierung wiederherstellen und Schmerzen langfristig lindern. Dann macht Bewegung wieder Freude. Positiver Nebeneffekt: Überflüssige Pfunde werden abgebaut.

Weniger Fleisch, mehr Genuss

Für die einen ist es eine Gewissensfrage, andere fühlen sich einfach besser, wenn sie auf tierische Produkte verzichten. Fest steht: Vegane Lebensmittel finden immer mehr Fans. In den Bestsellerlisten stehen vegane Kochbücher ganz oben, und auch im Internet gibt es zahlreiche Foren zum Thema. Wer den Ernährungstrend ausprobieren möchte, findet viele Alternativen zu Fleisch, Milch und Co. Vor allem kleine Hersteller bieten oft köstliche Spezialitäten jenseits des Mainstreams.

Weniger ist mehr

Industrielle Produktion und vegane Lebensmittel – das passt für viele nicht zusammen. Regionale Hersteller und kleine Anbieter stehen dagegen hoch im Kurs, weil sie auf Tradition und ursprüngliche Zubereitungsarten setzen. Die ungarische Manufaktur Tarpa verzichtet beispielsweise seit jeher auf Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe und Konservierungsmittel. “Unsere Rezepte für Dips, Brotaufstriche und Pasten aus Obst und Gemüse sind heute noch dieselben wie vor hundert Jahren”, sagt Firmenchef Nicolas Korenika. In offenen Kesseln werden die Früchte aus ökologischem Anbau langsam eingekocht. So entsteht ein intensives Aroma. Und die Zutatenliste auf den von Hand etikettierten Gläsern liest sich, als hätte man selbst am Herd gestanden. Bei den herzhaften Aufstrichen aus gegrilltem Gemüse etwa ist neben Bio-Gemüsen und Gewürzen wie Chili oder Knoblauch nur Meersalz und natives Sonnenblumenöl enthalten. Die Spezialitäten aus der nordungarischen Provinz Szatmár gibt es in Bioläden oder unter www.tarpa.de.

Über den Tellerrand blicken

Dass man für vegane Gerichte stundenlang am Herd stehen muss, ist ein überholtes Klischee. “Viele Rezepte passen perfekt in die schnelle Küche und bringen Abwechslung auf den Teller”, weiß Nicolas Korenika. So wie “Sakuska”, eine würzige Paste aus gegrillten Auberginen und Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Sie ist auf Brot oder zu Kartoffeln ebenso lecker wie zur Pasta und ruck-zuck serviert. Da kommen auch Menschen, die sich nicht zwingend vegan, aber eben bewusst ernähren möchten, auf den Geschmack.

Durchblutungsstörungen bei Senioren

Jede Zelle des Körpers benötigt Sauerstoff, um zu überleben. Für die Versorgung ist der Kreislauf zuständig, der über die Arterien ständig sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in alle Winkel des Organismus befördert. Wird der Sauerstofftransport durch verengte oder verstopfte Arterien behindert, kann das zahlreiche Folgen – vom unangenehmen Fingerkribbeln bis hin zum Herzinfarkt – haben. Besonders gefährdet für Durchblutungsstörungen sind Senioren, die daher ein waches Auge auf ihre Gefäßgesundheit haben sollten.

Arteriosklerose als Ursache

“Die häufigste Ursache arterieller Durchblutungsstörungen ist die Arteriosklerose”, erklärt Professor Dr. med. Friedrich-Wilhelm Lohmann, Kardiologe, Universitätsmedizin Charité Berlin. Typische Auslöser für die Gefäßkrankheit seien etwa Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Stress und Bewegungsmangel. Besonders im Fokus stehe dabei der Bluthochdruck, der bei jedem zweiten Menschen jenseits des 60. bis 65. Lebensjahres vorliege. Denn er schädigt die empfindliche Innenwand der Gefäße, das sogenannte Endothel, und macht es anfällig für gefährliche Ablagerungen.

Ein intaktes Endothel ist aber die Grundlage für eine gute Durchblutung. Für seinen Schutz ist ein besonderer Botenstoff unverzichtbar: Stickstoffmonoxid (NO). Es erweitert die Gefäße und wirkt der Arteriosklerose entgegen. Gebildet wird es aus dem natürlichen Eiweißbaustein Arginin. Ältere und gefäßkranke Menschen haben deshalb einen erhöhten Arginin-Bedarf, der sich laut Lohmann durch die tägliche Ernährung oft nicht decken lässt. Lohmann empfiehlt deshalb eine sinnvolle Kombination aus Arginin und den Vitaminen B6, B12 und Folsäure aus der Apotheke, enthalten etwa in “Telcor Arginin plus”, zur Pflege der Gefäßwände. Mehr Informationen zur Gefäßgesundheit unter www.telcor.de.

Öfter Hülsenfrüchte genießen

Arginin kommt zudem reichlich in Hülsenfrüchten, Nüssen und Kürbiskernen vor. Hier sollte man also ruhig öfter zugreifen. Wer außerdem auf das Rauchen verzichtet, ein gesundes Gewicht hält und für regelmäßige Bewegung sorgt, kann viel dazu beitragen, seine Gefäße lange gesund zu erhalten.

Best Ager bevorzugen einen klaren und modernen Einrichtungsstil

Sie sind in den 50er-Jahren geboren und werden liebevoll Silver- oder Best-Ager genannt. Doch die “neuen Alten” sind ganz anders als ihre Vorgänger. Sie gehören zur Aufbruchgeneration, die bereits auf Distanz zu den Eltern gegangen ist. Ihre Jugend wurde von den Beatles und später dann von ABBA begleitet. Die meisten Best Ager von heute fühlen sich – das belegen zahlreiche Umfragen – um zehn bis 15 Jahre jünger, als es ihrem tatsächlichen Alter entspricht. Sie orientieren sich auch jetzt im “gesetzten” Alter an das, was sie erlebt haben, werden auch als Oldies noch ganz selbstverständlich Sneaker und Jeans tragen und in einem schönen und trendigen Ambiente wohnen.

Ein Stück Lebensqualität für die besten Jahre

Studien zufolge schätzt gerade diese Generation 55plus das eigene Zuhause als Rückzugsort und persönliche Wohlfühloase. Weil ihnen dieser Lebensbereich besonders wichtig ist – und es sich die meisten auch leisten können – investieren sie gern in ihre Wohnungseinrichtung. Dabei legen sie großen Wert auf ein zeitlos-modernes Design, eine hohe Qualität, beste Verarbeitung und sehr viel Komfort. Diesen Wünschen kommt zum Beispiel die norwegische Möbelmarke Stressless mit ihren neuen Sofamodellen “Panorama” und “Metropolitan” und den dazu passenden Bequemsesseln “Skyline” und “View” entgegen. Denn die neuen, weich gepolsterten Modelle haben mit ansprechenden Kissendesigns und abgerundeten Formen einen ganz eigenen Charakter, der zu fast jeder modernen Einrichtung passt. Unter Telefon 0800-19711971 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz) oder auf der Website gibt es die Adresse zum Probesitzen im nächstgelegenen ComfortStudio.

Schwing-Funktion für mehr Bewegung beim Sitzen

Mit der Entwicklung von “Balance Adapt” haben die Norweger den Sitzkomfort ihrer Sessel und Sofas zudem weiter perfektioniert. So bringt die neue sanfte Schwing-Funktion mehr Bewegung beim Sitzen und sorgt für eine vollkommen ausgeglichene Sitzposition, die sich automatisch und ohne Schalter oder Hebel an jede Körperbewegung anpasst.

Würdevolles Lebensende für Schwerstkranke und sterbende Menschen

VdK fordert mehr Unterstützung für ein würdevolles Lebensende
„Schwerstkranke und sterbende Menschen müssen in ihrer letzten Lebensphase die bestmögliche menschliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung erhalten. Wir sehen in der Arbeit der Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung einen wichtigen Beitrag zum würdevollen und kompetenten Umgang mit Sterbenden.“ So kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Hospiz- und Palliativversorgung.

Der größte deutsche Sozialverband unterstützt seit langem Maßnahmen, die den Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung im ambulanten Bereich, insbesondere auf dem Land, voranbringen. Ausdrücklich begrüßt der VdK die im Gesetzentwurf genannten Instrumente wie die Stärkung der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung, die Verbesserung der Finanzierungsgrundlagen stationärer und ambulanter Hospize oder auch, dass die Versicherten gezielt über bestehende Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung informiert werden sollen.

„Die große Mehrheit der Menschen fürchtet sich vor Schmerzen und möchte am Ende des Lebens nicht allein sein. Diesen Wunsch müssen wir respektieren. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, die Palliativversorgung für alle Schwerstkranken und Sterbenden auszubauen, unabhängig davon, ob sie im Krankenhaus, im Pflegeheim oder zu Hause leben“, mahnt Mascher.

Der VdK fordert daher eine Vollfinanzierung von Leistungen in stationären Hospizen. Außerdem benötigen auch die Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen eine qualitativ hochwertige Palliativversorgung. Dafür bedarf es allerdings auch entsprechender fachlicher wie personeller Ressourcen in den Einrichtungen. Nach Auffassung des VdK greift der Gesetzentwurf hier zu kurz.

„Ärzte, Pflegekräfte und Hospizvereine sollten künftig stärker vernetzt zusammenarbeiten, um den Betroffenen und ihren Angehörigen bestmöglich zu helfen. Es geht auch am Ende des Lebens um die Würde des Einzelnen. Und die ist nicht verhandelbar. Das Thema wird uns in den kommenden Jahren noch intensiver beschäftigen, vor allem vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft“, betont die VdK-Präsidentin

Förderprogramm „Wohnen und Pflege im Alter”

Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause zu leben – auch wenn sie älter oder pflegebedürftig werden. Deshalb hat Niedersachsen ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Wohnen und Pflege im Alter” fördert das Land ab sofort Projekte, die ein weitgehend selbstständiges Leben älterer Menschen in einem häuslichen Wohnumfeld auch in hohem Alter und bei Pflegebedürftigkeit ermöglichen. „Mit Blick auf unsere immer älter werdende Gesellschaft müssen alle Verantwortlichen weiter daran arbeiten, die Wahlfreiheit beim Wohnen und der Pflege im Alter zu bewahren und auszubauen. Mit dem neuen Programm setzt das Land hier ein klares Signal”, so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. Jährlich stehen für „Wohnen und Pflege im Alter” eine Million Euro bereit.

Ziel des Förderprogramms ist es, alters- und pflegegerechte Bedingungen im Wohnumfeld älterer und pflegebedürftiger Menschen zu schaffen. Dazu zählen zum Beispiel Zuwendungen für Neu- und Umbauten, die dazu dienen, alters- und pflegegerechte Wohnungen und Wohngemeinschaften zu schaffen. Ebenso förderfähig sind auch Neu- und Umbauten, um eine alters- und pflegegerechte Struktur des Wohnumfelds zu schaffen. Zuwendungen gibt es aber auch für den Aufbau erforderlicher Beratungsstrukturen und die Entwicklung von Handlungsstrategien zum Aufbau von Netzwerken im Quartier.

In den vergangenen Jahren ist in Niedersachsen die Zahl der pflegebedürftigen und älteren Menschen sehr stark angestiegen. Allein die Zahl pflegebedürftiger Menschen ist von

218 363 im Jahr 2003 auf 297 024 im Jahr 2013 gestiegen; laut Prognosen wird es 2030 gut 400.000 Pflegebedürftige in Niedersachsen geben (Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen).

Die Fördermittel können sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch von Vereinen und Verbänden beantragt werden.

Nähere Informationen zum Förderprogramm finden Sie
unter www.ms.niedersachsen.de > Themen > Pflege > Wohnen und Pflege im Alter

Wenn plötzlich die Worte fehlen

Wo lag nochmal der Autoschlüssel? Was sollte ich im Supermarkt einkaufen? Wie war noch gleich der Name des neuen Nachbarn? Solche Fragen sind für die meisten leicht zu beantworten, für andere werden sie zum Problem, weil sie auf eine wachsende Vergesslichkeit hindeuten und ein erstes Anzeichen von Demenz sein könnten. Wer wissen will, wie es um den Zustand des eigenen Gedächtnisses bestellt ist, sollte den Test in der April-Ausgabe des Magazins Reader’s Digest machen.

„Ich vergesse, wo ich etwas hingelegt habe“, „Ich weiß nicht mehr genau, was sich vor einem Tag oder einer Woche ereignet hat“, „Ich kann häufig das richtige Wort nicht finden“ oder „Ich wiederhole häufig, was ich gerade gesagt habe, oder ich stelle dieselbe Frage zwei- bis dreimal“ – mit diesen und ähnlichen Fragen werden in dem Test das Gedächtnis und andere Leistungen des Gehirns überprüft. Die jeweilige Antwort darauf ist aber nicht gleich der Beleg dafür, dass eine Alzheimer-Erkrankung sich abzeichnet oder gar eine Behandlung notwendig ist. Das Vergessen eines Namens oder einer Telefonnummer kommt durchaus auch bei ganz gesunden Menschen vor.

„Das Gehirn altert im Lauf des Lebens“, relativiert Florian Metzger, Oberarzt am Geriatrischen Zentrum und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen, solche Gedächtnislücken. Wenn die Lücken aber verstärkt auftreten, sollte man ärztlichen Rat suchen, weil sie erste Anzeichen für eine Demenz sein könnten. Als Demenz werden Störungen des Denk- und Informationsverarbeitungsvermögens bezeichnet. Die am häufigsten auftretende Form ist dabei die Alzheimer-Erkrankung.

Sollten solche Symptome auftreten, ist als erster Schritt ein Termin beim Hausarzt ratsam um andere Erkrankungen wie Schilddrüsenprobleme und Depressionen auszuschließen. Häufig folgt dann die Untersuchung durch einen Neurologen. „In unserer Gedächtnissprechstunde führen wir körperliche, neurologische und psychische Untersuchungen durch“, sagt Florian Metzger im Magazin Reader’s Digest. Dazu gehören Analysen des Blutes und des Nervenwassers, Herz- und Hirnstrommessungen sowie eine Magnetresonanz- oder Computertomografie. Zudem werden das Kurzzeitgedächtnis, räumliches Vorstellungsvermögen sowie alltagspraktische Fähigkeiten des Patienten überprüft.

Sollte dann tatsächlich eine Demenz vorliegen, kann sie mit Medikamenten zwar nicht geheilt, aber ihr Fortschreiten verlangsamt werden. Zudem ist eine Ergo- und Psychotherapie denkbar. Darüber hinaus sagen Experten wie Florian Metzger, dass ausgiebige Bewegung ebenfalls hilft: „Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen – alles, was die Kondition stärkt.“ Vor allem sei es wichtig, die Probleme zeitig anzugehen und nicht zu verdrängen: „Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung!“

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die April-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab Montag, 30. März, an zentralen Kiosken erhältlich.