“Udo Jürgens – Mitten im Leben”

Am 30. September feiert Udo Jürgens, einer der größten deutschsprachigen Sänger und Songwriter unserer Zeit, seinen 80. Geburtstag. Das ZDF würdigt in Kooperation mit dem ORF und SRF dieses Ereignis mit einem besonderen Musik-Event: der Show “Udo Jürgens – Mitten im Leben”. Nationale und internationale Musikgrößen ehren den Star mit diesem einmaligen Tribute-Konzert. Durch die Sendung am Samstag, 18. Oktober, 20.15 Uhr, führt Johannes B. Kerner. Aufgezeichnet wird die Geburtstags-Gala bereits am 1. September 2014 in der Rothaus-Arena in Freiburg.

Musikalische Stars an diesem Abend sind unter anderen Schlagersängerin und Entertainerin Helene Fischer, Stargeiger David Garrett, Ausnahmepianist Lang Lang, die Sänger Chris de Burgh, Christina Stürmer, Yvonne Catterfeld und Jamie Cullum. Aber auch Künstler wie der spanische Tenor José Carreras, die Folkband Santiano, Shooting-Star Tim Bendzko und Komiker Otto Waalkes lassen es sich nicht nehmen, ihre Favoriten aus Udo Jürgens’ großem Lebenswerk zu singen. Der Zuschauer darf sich auf viele Überraschungen freuen, denn alle Künstler ehren Udo Jürgens durch eine eigene Interpretation seiner größten Hits. Beliebte Evergreens wie “Griechischer Wein”, “Ein ehrenwertes Haus” oder “Merci, Chérie” und unterhaltsame, emotionale und überraschende Filmbeiträge lassen das große Werk des Ausnahmekünstlers Revue passieren.

Zu den Höhepunkten der Show gehören Auftritte von Udo Jürgens, einige gemeinsam mit seinen musikalischen Gästen. Nicht fehlen darf dabei das Pepe Lienhard Orchester, das Udo Jürgens bereits seit mehr als 30 Jahren begleitet.

Weitere Gäste: Annett Louisan, Schiller, Ensemble des Musicals “Ich war noch niemals in New York” und LaBrassBanda.

“Demenz – jeder kann etwas tun”

Unter dem Motto „Demenz – jeder kann etwas tun“ lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft zu ihrem 8. Kongress ein, der vom 23. bis 25. Oktober 2014 in Gütersloh stattfinden wird. Der Kongress wendet sich an Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen, an alle, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten.

Soeben wurde das vorläufige Kongressprogramm im Internet veröffentlicht unter www.demenz-kongress.de. Zur Eröffnung des Kongresses wird Prof. Alexander Kurz über den Stand der aktuellen Forschung sprechen und dabei auch an die bahnbrechenden Erkenntnisse des vor 150 Jahren geborenen Alois Alzheimer erinnern. Heike von Lützau-Hohlbein wird zurückblicken auf 25 Jahre Deutsche Alzheimer Gesellschaft – Selbsthilfe Demenz. Anschließend werden Menschen mit Demenz aus ihrer Perspektive berichten. Unter dem Titel „Mein Vater, das Krankenhaus und ich“ spricht eine Angehörige über ihre Erfahrungen, die sie mit eigenen Zeichnungen illustriert hat. Prof. Eckart Altenmüllers Thema ist „Musizieren als Neurostimulans: Mit Musik der Demenz vorbeugen?“.

In dreißig Symposien und Workshops geht es um ein breites Themenspektrum, u.a. Diagnose und Behandlung verschiedener Demenzformen; das Leben von Menschen mit Demenz in der Gesellschaft; die Entwicklungen der Gesundheitspolitik; Leben, Wohnen und Pflegen in der Kommune; die Versorgung von Demenzkranken in Heimen, Wohngemeinschaften und Krankenhäusern; Unterstützung durch Technik; Potentiale von Bewegung, Sport und Kreativität als Formen der Therapie; Möglichkeiten der Unterstützung von Angehörigen. Ein Symposium wird sich speziell mit der aktuellen Versorgung und Betreuung Demenzkranker im Kreis Gütersloh beschäftigen, und es wird möglich sein, einige Einrichtungen zu besuchen.

Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, erläuterte: „Mit dem Kongressmotto ‚Demenz – jeder kann etwas tun’ greifen wir den Kerngedanken der Selbsthilfe auf, der die vor knapp 25 Jahren gegründete Deutsche Alzheimer Gesellschaft und ihre Mitgliedsgesellschaften bewegt. Damals haben Angehörige, gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Medizin, Pflege und Therapie sich aufgemacht, Unterstützung für Demenzkranke und ihre Familien zu organisieren und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Die Erfahrung zeigt: Gemeinsam kann es gelingen, das Leben für Menschen mit Demenz und ihre Familien lebenswerter zu machen.“

Die Schirmherrschaft über den Kongress haben Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, übernommen.

8. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Demenz – jeder kann etwas tun“, Gütersloh, 23. bis 25. Oktober 2014. Informationen und Anmeldung im Internet: www.demenz-kongress.de.
Anmeldung zum günstigen Frühbuchertarif bis zum 1. September 2014.

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“Demografie Exzellenz Award Baden-Württemberg 2014″

Flexi-Rente und Rente mit 63 werden aktuell kontrovers diskutiert. Mindestens genauso wichtig ist aber sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber die Zeit im Arbeitsleben vor Rentenbeginn. Hier gilt es, in den Betrieben tragfähige und kreative Lösungen für demografiebedingte Anforderungen zu finden. Bereits im fünften Jahr setzt hier der Demografie Exzellenz Award Baden-Württemberg an, der den Blick für die betrieblichen Auswirkungen des demografischen Wandels schärfen möchte. Der Wettbewerb wird vom Forum Baden-Württemberg im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) sowie vom Demographie Netzwerk e.V. (ddn) seit 2010 organisiert. Interessante Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Personal, Produkte oder Services – wie zum Beispiel Willkommenskultur, junge Eltern, körperliche Leistungsfähigkeit, Wissensaustausch zwischen den Generation – liegen für den laufenden Wettbewerb bereits vor. Die Bewerbungsfrist geht nun in die Schlussrunde. Interessierte Unternehmen, Körperschaften und andere Organisationen können ihre Projekte noch bis zum 31. August 2014 einreichen.

Gesucht werden abgeschlossene oder in der Realisierung befindliche Demografieprojekte aus Unternehmen, Körperschaften und anderen Organisationen, die in Baden-Württemberg ansässig sind. Die Preisverleihung findet am 10. November 2014 im Rahmen eines Festaktes im Museum Frieder Burda in Baden-Baden statt. Den Award stiftet der BDU. Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, wird den Festvortrag halten. Förderer der Initiative sind die Techniker Krankenkasse, die Bundesagentur für Arbeit, der DGB Baden-Württemberg, die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg und verschiedene Firmen aus dem Bundesland.

Die Personalstrukturen werden sich durch den demografischen Wandels merklich verändern. Mitarbeiter verbleiben länger im Berufsleben, die Erwerbsbeteiligung der Frauen steigt und Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund werden unverzichtbar. Die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Innovationskraft und die Produktivität nehmen zu. Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, Anreizsysteme, Lebenslanges Lernen, Arbeitszeit- und Karrieremodelle, Umgang mit Kernkompetenzen, Bewältigung kultureller Vielfalt, Demografiefestigkeit von Produkten, Bewegungskonzepte und Gesundheit, Mobilität und Kommunikation, Mobile Dienste, Reisen und Online Shops oder demografieorientierte Ladenkonzepte sind daher nur einige Handlungsfelder, mit denen die Teilnahme am Wettbewerb möglich ist.

Teilnahmebedingungen: Die Teilnahme ist kostenfrei. Teilnehmen können Unternehmen, Körperschaften und Organisationen aller Größenklassen und Branchen, die in Baden-Württemberg ansässig sind. Es genügt die Beschreibung des ausgewählten Vorzeigeprojektes auf maximal drei Seiten DIN A4. Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld, die Award-Demografie-Pyramide, einen Videofilm über das prämierte Projekt und eine von der Jury signierte Urkunde. Über die Preisträger entscheidet eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltungen. Weitere Details und Teilnahmeunterlagen: http://www.demografie-exzellenz.de

Bisherige Preisträger: Brückner Trockentechnik (Leonberg), E.G.O. Elektro-Gerätebau (Oberderdingen), Erlau (Aalen), K & U Bäckerei (Neuenburg am Rhein), Trans-o-flex Schnell-Lieferdienst (Weinheim), TürenMann (Stutt-gart), Weleda (Schwäbisch Gmünd), GP Grenzach Produktions GmbH (Grenzach-Wylen), German Aerospace Academy (Böblingen) sowie Wabe gGmbH (Waldkirch).

Fit im Kopf

Sportstudio, Schwimmbad, Walkingstöcke: Es gibt viele Möglichkeiten, sich im fortgeschrittenen Alter fit zu halten – und sie werden mehr denn je von vielen Menschen genutzt. Inzwischen weiß man, dass ein reger Lebensstil nicht nur Bewegungsapparat und Herz-Kreislauf-System stärkt, sondern auch die Vitalität im Kopf positiv beeinflusst. Reaktionsvermögen, Gedächtnis und geistige Flexibilität profitieren enorm von körperlicher Aktivität. Dennoch sollte das Gehirn zusätzlich gezielt gefördert werden, um es lange leistungsfähig zu erhalten und eventuellen Erkrankungen bestmöglich vorzubeugen.

Demenzerkrankungen vorbeugen

Die Zunahme von Demenzerkrankungen, deren häufigste Form Morbus Alzheimer ist, ist vor allem auf die gestiegene Lebenserwartung zurückzuführen. Doch bei frühzeitiger Diagnose sind die Behandlungsmöglichkeiten gut und der Erhalt der Selbstständigkeit ist oft noch einige Lebensjahre ohne gravierende Einschränkungen möglich. Angehörige sind gefordert, erste Anzeichen wie Wortfindungsstörungen wahrzunehmen und zusammen mit dem Betroffenen ärztlichen Rat zu suchen. Sowohl therapieunterstützend als auch vorbeugend nimmt neben der Bewegung die Ernährung eine Schlüsselrolle ein. Die Versorgung des Organismus mit allen wichtigen Substanzen ist unverzichtbar für die Gesunderhaltung des Nervensystems und damit des Gehirns.

Jungbrunnen für Kopf und Körper

Die Gesellschaft für Vitalpilzkunde (GFV), die unter Telefon 0800-0077889 und www.vitalpilze.de eine kostenlose Beratung anbietet, empfiehlt zur Prophylaxe und Therapie von Gedächtnisstörungen das Pulver beziehungsweise den Extrakt des Vitalpilzes Hericium. Er enthält sogenannte Erinacine, die den Aufbau von Nervenzellen nebenwirkungsfrei fördern können. Ergänzend bietet sich der Reishi an: Er ist besonders reich an Vitalstoffen, die vom Nervensystem zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt werden. Geht es speziell um eine Förderung der Durchblutung in den Blutgefäßen des Kopfs, kann der Auricularia eingesetzt werden. Er kann sich auch bei bereits bestehender Demenz noch positiv auswirken.

Deutsche Krebshilfe Wir informieren Wir helfen Wir fördern Akademie Spenden Erbschaften Shop Sie sind hier: Startseite/ Sommersonne genießen – vor Hautkrebs schützen!

Sommer. Sonne. Ferien. Viele Menschen fahren in diesen Wochen in den Urlaub oder genießen die Sonne zu Hause. Der Aufenthalt im Freien tut gut und entspannt. Dabei ist jedoch der Schutz vor krebserregenden UV-Strahlen unverzichtbar, denn gerade Kinder und hellhäutige Menschen riskieren in der Sonne langfristige Hautschäden. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) empfehlen, sich im Sommer mittags im Schatten aufzuhalten und sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen.

Jährlich erkranken in Deutschland über 250.000 Menschen neu an Hautkrebs. „Hautkrebs ist bundesweit inzwischen die häufigste Krebserkrankung überhaupt“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Übermäßige UV-Strahlung schädigt das Erbgut und ist der größte Risikofaktor für dieses Tumorleiden.“ Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz besonders in der Sommerzeit so wichtig. „Meiden Sie die pralle Sonne und halten Sie sich tagsüber bei höheren UV-Werten im Schatten auf. Nutzen Sie geeignete Kleidung, um sich vor UV-Strahlen zu schützen“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender ADP. „Dies bietet den effektivsten Schutz vor Hautkrebs.“

Insbesondere Kleidung ist ein einfach zu handhabender Sonnenschutz. Manche Textilien verfügen zudem über einen speziellen Sonnenschutzfaktor: Der sogenannte Ultraviolet Protection Factor (UPF) gibt an, um welchen Faktor die Intensität der UV-Strahlen durch ein Textil gesenkt wird. Ein leichtes weißes T-Shirt oder Baumwollhemd hat einen UPF von 10 – das heißt, dass nur noch ein Zehntel der UV-Strahlung auf die Haut gelangt. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung erreicht UPF-Werte von über 20 – es trifft also nur noch weniger als ein Zwanzigstel der UV-Strahlung auf die Haut. Spezielle UV-Schutz-Textilien erzielen UPF-Werte von bis zu 80. Zum Vergleich: Ein Sonnenschirm hat einen UV-Schutzfaktor von 5, Bäume je nach Belaubung zwischen 5 und 15. Die Deutsche Krebshilfe und die ADP raten, in der Sonne stets entsprechende Kleidung zu tragen.

Der textile Sonnenschutz ist wirksamer und leichter anzuwenden als jede Sonnencreme. Dennoch sollten die nicht von Textilien bedeckten Körperteile mit
einer Sonnencreme, Lichtschutzfaktor (LSF ) von mindestens 30, eingecremt werden, wobei auf eine Kombination aus UV-A- und UV-B-Schutz zu achten ist. Der angegebene Sonnenschutzfaktor kann nur erreicht werden, wenn 2mg Sonnencreme pro cm2 Haut verwendet werden. Und besonders wichtig: Auch im Wasser vor der Sonne schützen!

Weitere Informationen bieten Ratgeber und Faltblätter der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Diese können kostenlos im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt werden.

Gewalt in der Pflege vorbeugen

Gewalt in der Pflege tritt häufig auf – und kann Gepflegte wie Pflegende treffen. Doch viele Krisenfälle könnten verhindert werden, wenn die Beteiligten das notwendige Wissen hätten, um eskalierende Pflegesituationen zu vermeiden. Allerdings gibt es deutschlandweit keine zentrale, überregionale Informationsstelle zum Thema, die sowohl Pflegebedürftige, pflegende Angehörige als auch Pflegefachkräfte gleichermaßen anspricht. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ein Internetportal zur Gewaltprävention entwickelt, das erstmals fundierte Informationen, Entlastungsmöglichkeiten, praktische Tipps sowie Kontaktdaten zu bundesweiten Krisentelefonen für alle Beteiligten in der Pflege bietet.

Gewalt in der Pflege hat viele Gesichter. Dazu zählen sowohl Beschimpfungen, entwürdigende Umgangsweisen, Vernachlässigungen aber auch körperliche Übergriffe. Das neue ZQP-Portal liefert Zahlen und Fakten darüber, in welcher Art und Häufigkeit Gewalt in der Pflege vorkommt und wodurch sie entstehen kann. Daneben werden die Antworten auf die häufigsten und wichtigsten Fragen rund um das Thema auf der Webseite verständlich und übersichtlich aufbereitet. “Der Aufklärungsbedarf zum Thema Gewalt in der Pflege ist immens. Knapp zwei Drittel der Deutschen wissen überhaupt nicht, wohin sie sich bei konkretem Bedarf wenden können. Deshalb benötigen wir mehr zentrale Informations- und Beratungsangebote wie das neue Portal, die ein frühzeitiges Erkennen und die Intervention bei derartigen Krisenfällen ermöglichen”, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP.

Gewalt und Aggressionen können in vielen Fällen auch das Ergebnis von Überlastung und Überforderung sein. Dies betrifft vor allem pflegende Angehörige, die oftmals Verpflichtungen in Familie, Beruf und Pflege nebeneinander wahrnehmen müssen. “Damit pflegende Angehörige gar nicht erst an ihre körperlichen und psychischen Grenzen stoßen, bietet das Portal auch eine umfassende Übersicht zu Hilfe- und Entlastungsmöglichkeiten”, betont Suhr. Präventiv wirken kann auch ein persönlicher Notfallplan, der zum Download auf der Webseite bereit steht. Dieser erinnert in akuten Krisensituationen daran, welches Verhalten und welcher Ansprechpartner helfen können. Zudem wird auf dem Portal immer die Servicenummer eines aktuell verfügbaren Krisentelefons angezeigt. Damit kann 24 Stunden, sieben Tage die Woche, eine erreichbare Notrufnummer gefunden werden. “Für diejenigen, die Gewalt erfahren oder gewalttätig handeln, ist es schwierig, sich jemandem anzuvertrauen und über ihre persönlichen Gewalterfahrungen zu sprechen. Mit einer anonymen Krisenhotline haben Hilfesuchende jederzeit und an jedem Ort die Möglichkeit, Unterstützung zu finden”, so Suhr. Zusätzlich können Ratsuchende auf eine bundesweite Übersicht zu spezialisierten Beratungsangeboten zugreifen.

Gefördert wurde das Portal vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Initiative für das Onlineangebot geht zurück auf die gemeinsame Veranstaltung “Pflege ohne Zwang bei Menschen mit Demenz” von ZQP und BMFSFJ im November 2013, bei der sowohl die Relevanz als auch der dringend bestehende Informationsbedarf des Themas deutlich wurden.

Das neue Portal finden Sie unter www.pflege-gewalt.de.

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Männer bekommen 50 Prozent mehr Herz-Kreislauf-Medikamente als vor zehn Jahren

111 Tagesdosen – das ist die aktuelle Dosis an Herz-Kreislauf-Medikamenten, die Männer im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren durchschnittlich pro Kopf und Jahr verschrieben bekommen. Und das sind fast 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Wie der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, erhielten männliche Erwerbspersonen 2013 statistisch gesehen genug Pillen für Herz und Kreislauf, um das Medikament an 111 Tagen – also fast vier Monate des Jahres – in der empfohlenen Dosis einzunehmen.

Gudrun Ahlers, bei der TK verantwortlich für den Gesundheitsreport: “Das Arzneimittelvolumen bei Männern ist dramatisch gestiegen. Einschließlich aller anderen Medikamente erhielten männliche Erwerbspersonen, dazu gehören sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ALG-I-Empfänger, sogar 237 Tagesdosen. Die Herz-Kreislaufmedikamente, darunter vor allem Blutdrucksenker machen also fast die Hälfte aller Medikamente aus, die Männer verschrieben bekommen.”

Zum Vergleich: bei Frauen entfallen nur 26 Prozent der 235 verschriebenen Tagesdosen auf die Pumpe. “Lange Zeit lag das Arzneimittelvolumen bei Frauen höher”, erklärt die TK-Expertin. “In den letzten drei Jahren waren beide Geschlechter nahezu gleichauf. Inzwischen liegen die Männer jedoch vorn.

Arzneimittel: Patienten müssen mit neuen Zuzahlungen rechnen

Millionen gesetzlich versicherter Patienten müssen mit neuen Zuzahlungen in Höhe von 5 bis 10 Euro für jedes verordnete Arzneimittel rechnen. Grund dafür ist, dass die Krankenkassen am 1. Juli ihre Erstattungshöchstbeträge für tausende Medikamente senken – und die pharmazeutischen Hersteller ihre Preise nicht im selben Maße reduzieren. Zuzahlungsbefreit sind Arzneimittel nur dann, wenn ihr Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt. Nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) sinkt die Zahl der zuzahlungsbefreiten Medikamente um mehr als ein Drittel von 4.800 auf 3.000 gegenüber dem Vormonat. Von rund 33.000 Arzneimitteln, die einem Festbetrag unterliegen, sinkt die Zuzahlungsbefreiungsquote demnach von fast 15 auf unter 10 Prozent.

Alle Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen für die gesetzlichen Krankenkassen von den Versicherten einzufordern und an die Kassen weiterzuleiten. Mit 2,0 Mrd. Euro erreichten die Patientenzuzahlungen im Jahr 2013 einen neuen Höchststand zugunsten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Im Durchschnitt fallen rechnerisch 2,60 Euro pro Packung an. Der Apotheker erkennt anhand seines Computerprogramms, ob ein Präparat zuzahlungspflichtig oder -befreit ist. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln müssen Patienten 10 Prozent des Preises zuzahlen. Mindestens müssen es 5 Euro, höchstens dürfen es 10 Euro sein. Die Zuzahlung ist begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des Medikaments.

Nicht zu verwechseln mit den gesetzlichen Zuzahlungen sind dagegen Aufzahlungen oder Mehrkosten: Sie müssen vom Patienten zusätzlich entrichtet werden, wenn der Arzneimittelpreis über dem Festbetrag liegt. Allerdings können einzelne Krankenkassen bei Arzneimitteln, über die sie Rabattverträge mit Herstellern abgeschlossen haben, einen Mehrkostenverzicht für ihre Versicherten aussprechen. Für die Apotheken haben Festbetragssenkungen übrigens auch schmerzhafte Nebenwirkungen: Ein Lagerwertverlust entsteht dann, wenn Arzneimittel vor dem Stichtag zu einem höheren Preis vom Hersteller beschafft wurden, als sie danach mit der Krankenkasse abgerechnet werden können.

Eine Liste mit allen zuzahlungsfreien Arzneimitteln findet man auf www.aponet.de

Altersarmut nimmt weiter zu

„Die stark gestiegene Zahl an Minijobbern unter den Rentnern ist für mich ein deutlicher Hinweis auf die wachsende Altersarmut in Deutschland.“ Mit diesen Worten kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren Ende Juni 2013 bundesweit 829.173 Minijobber über 65 Jahre alt. Die Zahlen spiegeln laut Mascher wider, „dass immer mehr Menschen Probleme haben, mit ihrer Rente auszukommen und mit Hilfe von Minijobs versuchen, sich finanziell über Wasser zu halten. Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, dass immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht.”

Für diesen Trend macht der VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. „Man erkennt, dass das Absenken des Rentenniveaus nicht spurlos an der Lebenswirklichkeit der Rentner vorbei geht”, erklärte Mascher. Der Sozialverband VdK fordert deshalb entscheidende Maßnahmen gegen die Altersarmut. Dazu gehört, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 zu stoppen: „Bei 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns muss Schluss sein!“ fordert Mascher. Außerdem müssen die Dämpfungsfaktoren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung auswirken, abgeschafft werden und die Rentenanpassung wieder uneingeschränkt der Lohn- und Gehaltsentwicklung folgen. Der VdK fordert zudem die Abschaffung der Rentenabschläge von 10,8 Prozent für Erwerbsminderungsrentner.

Aktuelle Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium bestätigen leider aus Sicht des VdK die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der Verband seit langem hinweist. Demnach werden die Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von voraussichtlich 5,493 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2018 auf 7,154 Milliarden Euro steigen. „Eine Rente unterhalb der Grundsicherung – das ist schon heute für viele Neurentner Realität“, so Mascher. Der VdK fordert – auch im Hinblick der Bekämpfung künftiger Altersarmut – regulierende Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt: „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden.“ Denn aus Einkommensarmut entstehe Altersarmut. Besonders bedrückend über die reinen Daten und Fakten hinaus sei außerdem, dass viele Rentner aus Scham oder Nichtwissen um diese Leistung gar nicht zum Amt gehen. „Daher ist die Dunkelziffer der Rentner, deren Einkommen nicht zum Leben reicht, noch viel höher“, so Mascher.

Besondere Demenzprojekte in Niedersachsen

In zahlreichen und äußerst vielfältigen Projekten kümmern sich in Niedersachsen engagierte Ehren- und Hauptamtliche um Menschen mit Demenz. Das wurde bei der heutigen Veranstaltung zur Vorstellung der Broschüre „Menschen mit Demenz – Teilhabe durch besondere Projekte in Niedersachsen” der Alzheimer-Gesellschaft deutlich. „Demenz- und Alzheimer-Erkrankungen dürfen nicht tabuisiert werden, sondern wir sollten die Betroffenen und ihre Angehörigen vielmehr mit allen Mitteln unterstützen – wie nachhaltig und kreativ das möglich ist, wird in zahlreichen niedersächsischen Projekten unter Beweis gestellt”, sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt bei der Präsentation im Hannoveraner Clemens-Haus.

Entstanden ist diese Übersicht auf der Basis einer Umfrage, die die Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen e. V. (AGN) in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung für Gesundheit und der Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) durchgeführt hat. Cornelia Rundt zeigte sich von der Vielfalt des Angebots beeindruckt: „Es handelt sich hier um Innovationen aus Niedersachsen, die zeigen, was bezüglich der Unterstützung von Demenz-Kranken und deren Angehörigen alles möglich ist.” Menschen mit Demenz lebten keineswegs permanent in Angst und Schrecken, das zeigten wissenschaftliche Studien, so Rundt: „Viele der Erkrankten finden immer aufs Neue Freude am Leben, wenn ihnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gewährt wird. Die Herausforderung ist, die Ressourcen dieser Menschen zu erkennen, ihre Interessen anzusprechen und so eine Atmosphäre zu schaffen, in der Selbstbewusstsein entstehen kann.”

Dr. Jürgen Brommer, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, erklärte bei der Präsentation der Broschüre „Menschen mit Demenz”: „Der eigentliche Erfolg dieses Projekts kommt durch die vielen, meist ehrenamtlich Tätigen, die sich Gedanken gemacht haben, wie die Ressourcen dementiell erkrankter Menschen angesprochen werden können.” Dr. Brommer hat beobachtet: „Eine erstaunliche und unerwartete Lebendigkeit kann man bei Menschen mit einer Demenz erfahren, wenn es gelingt, an den vorhandenen Ressourcen und Interessen anzuknüpfen. Da leben Menschen auf, sie verlieren ihre Ängstlichkeit.”

In Niedersachsen gibt es laut Schätzungen 140.000 an Demenz erkrankte Menschen. Da mit zunehmendem Alter auch die Wahrschein­lichkeit steigt, an Demenz zu erkranken, wird angesichts des demografischen Wandels die Gesamtzahl der Betroffenen in den nächsten Jahren weiter steigen. „Mit der zunehmenden Zahl demenzkranker Menschen steigen auch die spezifischen An­for­derungen an die Pflege und Versorgung dieses Personenkreises”, sagte Rundt: „Diesem Thema muss sich unsere Gesellschaft noch stärker als bisher zuwenden. Viele Angehörige gehen bei der Pflege an ihre Grenzen oder überschreiten diese sogar”, rief die Sozialministerin in Erinnerung. Durch eine verbesserte Kurzzeit- und Verhinderungspflege oder die Aufnahme der Demenz in einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff will der Bund die Lage der Demenz-Erkrankten und ihrer Familien verbessern. Dabei dürfe nicht einseitig der Betreuungsschlüssel im stationären Bereich verbessert werden, sondern speziell der ambulante Bereich müsse gestärkt werden, so Cornelia Rundts Forderung an den Bund: „Gerade hier können wir Angehörige ganz gezielt entlasten und es wird den Betroffenen die Möglichkeit gegeben, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben.”

Das Land verbessert gerade die Beratungsstruktur durch die neue Förderung der „Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen”. „Außerdem fördern wir in Niedersachsen den Aufbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote, die pflegende Angehörige zumindest zeitweise entlasten”, so Cornelia Rundt. Landesweit gibt es mittlerweile 386 Angebote dieser Art.

173 von ihnen hat das Land im vergangen Jahr mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro gefördert. Mittel in gleicher Höhe haben die Pflegekassen zur Verfügung gestellt. Dieses Jahr stehen Landesmittel und Geld von den Pflegekassen in gleicher Höhe zur Verfügung. Aktuell hat das Land die Förderrichtlinie für die Betreuungsangebote bis zum 31. Dezember verlängert.

Sozialministerin Cornalia Rundt dankte den rund 10 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich in Niedersachsen in diesem Bereich engagieren: „Sie stellen ihre Zeit zur Verfügung, um sie sinnvoll und gewinnbringend mit den Kranken zu verbringen. Sie helfen damit den pflegenden Angehörigen wie auch den Betroffenen und bereichern deren Alltag.” Den Angehörigen müsse zudem eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ermöglicht werden.

Die heute vorgestellten Projekte und Ideen aus den Bereichen Natur, Kunst und Kultur, aus Musik und Tanz, Sport und Bewegung, Nachbarschaft und Urlaub sind anregend und erfrischend. Im Rahmen von Aktionen zur „demenzfreundlichen Kommune” werden beispielsweise Polizisten, Verkäuferinnen, Taxifahrer, Bankangestellte u.a. über den Umgang mit Demenzerkrankten informiert. „Vorbildlich sind Projekte, die Menschen mit Demenz die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern oder ermöglichen”, sagte Cornelia Rundt.

Ziel der Broschüre „Menschen mit Demenz” ist es, bewährte und herausragende Projekte bekannt zu machen, Ansprechpartner/-innen zu benennen und Anregungen für weitere Initiativen in Niedersachsen zu geben. Die Entstehung einer demenzfreundlicheren Gesellschaft sei das Ziel, so Rundt. Der Blick wird weg von den Einschränkungen durch die Erkrankung und bestehenden Berührungsängste hin zu vielfältigen Möglichkeiten der Lebensgestaltung gelenkt.

Die Broschüre „Menschen mit Demenz” ist erhältlich bei
Dr. Jürgen Brommer, dem Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft, Tel. 0511/ 606 89 49. E-Mail: j.brommer@alzheimer-niedersachsen.de