Nachrichtensprecher Jan Hofer engagiert sich für die “Aktion Schulterblick”

Ein Herz für alte Autos: Abseits des Fernsehstudios ist Jan Hofer begeisterter Oldtimersammler. In der Hamburger Werkstatt Jarek Cars lässt er seinen auf Hochglanz polierten “Mercedes Ponton 220 S” regelmäßig gründlich überprüfen. “Oldtimer und ältere Fahrer wie ich haben vieles gemeinsam: Ab und zu sollte man checken, ob sie noch fit für den Straßenverkehr sind.” Jan Hofer engagiert sich deshalb für die “Aktion Schulterblick” des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Ziel der Aktion ist es, Autofahrer dabei zu unterstützen, bis ins hohe Alter sicher mobil zu bleiben. Der Nachrichtensprecher selbst geht regelmäßig zum Arzt: “Ich möchte auch weiterhin sicher am Steuer meiner Oldtimer sitzen. Gesundheits-Checks helfen mir dabei.”

Die wichtigsten Gesundheits-Checks für ältere Autofahrer

Einen einheitlichen Test, mit dem man die eigene Fahrtüchtigkeit kontrollieren kann, gibt es nicht. Vor allem das Seh- und Hörvermögen und die Beweglichkeit sollten aber regelmäßig auf den Prüfstand gestellt werden. Auch die Reaktionsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und die Informationsverarbeitung sind wichtig. Der DVR rät älteren Autofahrern zu folgenden Gesundheits-Checks, um sicher mobil zu bleiben:

– Seh-Check: Autofahrer ab 40 Jahre sollten einmal jährlich einen Seh-Check beim Augenarzt absolvieren und dabei vor allem ihre Sehschärfe bei Dämmerung und Nacht prüfen lassen.

– Check von Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit: Autofahrer ab 60 sollten diesen Check regelmäßig bei Begutachtungsstellen für die Fahreignung – etwa dem TÜV oder der Dekra – absolvieren. Angeboten wird er auch von Betriebs-, Arbeits- und Gesundheitsmedizinern. Bei diesem Check werden die Konzentrationsfähigkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung überprüft.

– Hör-Check: Ab 60 sollten Autofahrer im Turnus von zwei Jahren beim Ohrenarzt das Gehör testen lassen. Überprüft wird vor allem auch die Fähigkeit, hohe Töne wahrnehmen zu können, dies ist entscheidend für das sogenannte Richtungshören.

– Check bei vorhandenen Erkrankungen: Wer unter chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen leidet, sollte sich unabhängig vom Alter regelmäßig beim Hausarzt oder Facharzt checken lassen. Dabei sollte man abklären, ob die Erkrankung oder gegebenenfalls auch die Medikation die Fahreignung einschränkt.

Ältere Katzen und ältere Menschen passen gut zusammen

Viele ältere Menschen wollen sich kein Tier mehr anschaffen, da sie fürchten, sich nach einigen Jahren nicht mehr darum kümmern zu können. Ein altes Tier aus einem Tierheim passt da gut.

Ältere Katzen und ältere Menschen können sich im Lebensabend gegenseitig eine gute Stütze sein. Die Tiere geben Senioren wieder Struktur im Alltag und das Gefühl, gebraucht zu werden. Denn auch ältere Katzen möchten und müssen täglich gefüttert, gepflegt und auch beschäftigt werden. Dabei wird der Mensch körperlich und geistig auf Trab gehalten und bleibt fit.

Dennoch sollten sich Senioren gut überlegen, ob sie in der Lage sind, eine ältere Samtpfote anzuschaffen. Dabei spielen sowohl der Gesundheitszustand des zukünftigen Tierbesitzers als auch der Katze eine wichtige Rolle, erklärt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn: „Ein Tier benötigt Pflege. Futter muss beschafft werden, ist ein Tier krank, stehen Tierarztbesuche an.“ Damit der Tierfreund nicht überfordert wird, sei es wichtig, sich rechtzeitig um eine Vertretung zu kümmern. Doch sind diese Fragen geklärt, steht der Senioren-WG nichts im Weg.

In die Jahre gekommen steigt das Bedürfnis älterer Katzen nach Ruhe. Gerne räkeln sie sich auf dem Schoß und lassen sich streicheln. „Ältere Katzen sind natürlich etwas ruhiger als junge Tiere und oftmals etwas schmusiger“, erklärt Tünte. Sie suchen vermehrt die menschliche Nähe und brauchen Zärtlichkeit.

Zudem sind sie ein Plus für die Gesundheit. Streichelt man die Katz´, senkt sich der Blutdruck, berichten verschiedene Autoren. Die Tiere helfen Menschen, Verluste und Einsamkeit besser zu verkraften und wirken beruhigend, weiß Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Regina Lessenthin aus Baden-Württemberg. Depressive Menschen werden in Gegenwart der Samtpfoten ruhiger und entspannen sich.

Die ältere Katze ist eine gute Zuhörerin und Mitbewohnerin. Sie braucht einen Menschen, der ihr Pflege und Wärme gibt – dankend gibt die alte Samtpfote Zuneigung zurück.

Diabetes und Bluthochdruck – Vitamin- und Mineralstoffmangel kann Erkrankungen verschlimmern

Wer jeden Tag einen Apfel isst, braucht keinen Arzt. Das behauptet zumindest das alte englische Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away” – Aber reicht die tägliche Obst- oder Gemüse-Portion tatsächlich aus, um auch verbreiteten chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen Paroli zu bieten? Wissenschaftler von der Gesellschaft für Biofaktoren (GfB) warnten anlässlich eines Symposiums in München: Eine Unterversorgung an einigen Vitaminen und Mineralstoffen tritt bei Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck häufig auf und kann das Voranschreiten dieser Erkrankungen mit ihren schwerwiegenden Folgen erheblich fördern.

“Eine Reihe dieser unverzichtbaren Stoffe sind sowohl in den Zucker-Stoffwechsels involviert als auch mit den Folgen seiner Störungen verbunden und daher für den Diabetiker von besonderer Bedeutung”, betonte Prof. Joachim Schmidt aus Dresden. Daher empfehlen Fachgesellschaften eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung mit fünf Portionen frischem Gemüse und Obst pro Tag. Untersuchungen zeigten aber, dass die Mehrzahl der Diabetiker diese Empfehlungen nicht annähernd erreicht. Erschwerend kommt hinzu, dass der Bedarf an einigen Mikronährstoffen krankheits- und medikamentös bedingt auch noch deutlich ansteigen kann.

So sind Patienten mit Diabetes oder Bluthochdruck häufig von einem Magnesiummangel betroffen. “Große Studien haben gezeigt, dass hierbei die Ergänzung von Magnesium sowohl die Blutzucker- als auch die Bluthochdruckeinstellung verbessern kann”, berichtete Prof. Klaus Kisters aus Herne.

Auch das Vitamin B1 spielt eine zentrale Rolle im Zucker-Stoffwechsel. Doch gerade Patienten mit Diabetes weisen um bis zu 76% niedrigere Vitamin B1-Spiegel auf als Gesunde”, führte Dr. Alin Stirban aus Neuss aus. Dieser Mangel fördert wiederum die Folgeerkrankungen des Diabetes wie Nervenschäden – die diabetische Neuropathie – und Gefäßkomplikationen. “Es ist deshalb verständlich, wieso die Behandlung mit Vitamin B1 oder Benfotiamin, eine für den Körper besser verfügbare Vorstufe des Vitamins B1, in der Therapie der diabetischen Neuropathie Anwendung gefunden hat”, sagte Dr. Stirban. Studien zeigten, dass Benfotiamin die Symptome der Neuropathie wie Kribbeln, Schmerzen und Taubheit in den Füßen lindern kann.

B-Vitamine könnten auch im Hinblick auf das erhöhte Demenz-Risiko des Diabetikers von Bedeutung sein: So beobachtete man bei Morbus Alzheimer erniedrigte Vitamin B1-Konzentrationen im Gehirn. Das hat offensichtlich eine Auswirkung auf die Zucker-Verwertung, die gerade in den von der Alzheimer-Erkrankung betroffenen Hirnarealen deutlich herabgesetzt ist.

Auch die Versorgung mit Vitamin B12, Vitamin D und Zink ist bei Diabetiker häufig unzureichend und mit möglichen negativen Folgen für den Verlauf der Erkrankung verbunden. Die Gesellschaft für Biofaktoren appelliert daher, dieser Problematik mehr Aufmerksamkeit zu schenken und einen Mangel gezielt auszugleichen.

Weiter Informationen: www.gf-biofaktoren.de

Mit 50 plus steigt der Bedarf an Mineralstoffen

Immer aktiv, immer dynamisch – mit 50 plus fühlen sich die meisten Männer und Frauen etwa so fit wie Anfang 30. Das Bewusstsein, bereits etwas geschafft zu haben und die eigenen Bedürfnisse zu kennen, sehen viele “Bestager” als Vorteil. Dennoch kann die mentale Stärke nicht darüber hinweg täuschen, dass sich mit den Jahren körperliche Veränderungen einstellen. Denn das biologische Altern der Körperzellen ist nicht aufzuhalten. Belastungsgrenzen werden schneller erreicht als früher. Körperliche Anzeichen wie Wadenkrämpfe können auf eine Überforderung hindeuten.

Stress als Auslöser

Denn den hohen Anforderungen im Beruf und in der Familie gerecht zu werden, kostet den Körper jetzt spürbar mehr Kraft und lässt den Bedarf an Mineralstoffen steigen. “Viele unterschätzen, wie wichtig eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen – insbesondere mit Magnesium ist”, sagt Dr. Miriam Goos. Nach den Erfahrungen der Münchner Neurologin führt ein Mangel an dem Powermineral, das an 300 Muskel- und Nervenprozessen im Körper beteiligt ist, zu Muskelverspannungen und schmerzhaften Krämpfen. Neben dauerhaftem Stress könnten die Beschwerden, die vor allem nachts auftreten, durch die Einnahme von Medikamenten und regelmäßigen Sport begünstigt werden. Unter www.diasporal.de kann der persönliche Bedarf errechnet werden. Einen informativen Expertentipp per Video zum Thema “Generation 50 plus und Mineralstoffhaushalt” gibt es zudem unter www.rgz24.de/mineral.

Zusätzliche Einnahme ratsam

Um den Speicher in den Muskeln auch im Alter immer “voll” zu halten und den erhöhten Bedarf bei Stress zu decken, sollte man täglich zusätzlich Magnesium einnehmen, rät Dr. Goos. Die Burnout-Expertin empfiehlt 300 bis 400 Milligramm – beispielsweise in Form von Trink- oder Direktgranulaten oder Kapseln wie Magnesium-Diasporal 400 Extra aus der Apotheke. “Die Einnahme sollte mindestens über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen erfolgen – bis sich die Beschwerden verbessert haben und die Muskeln und Nerven wieder entspannt sind.” Eine gesunde Ernährung mit Lebensmitteln, die einen hohen Magnesiumgehalt aufweisen, wie grüne Blattgemüse, frische Erbsen, Algen, Amarant, Quinoa, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Mandeln sei ebenfalls empfehlenswert.

Herzschutz inklusive

Die Tatsache, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr im Alter immer wichtiger wird, hat viele Gründe. Das Powermineral kann nicht nur Wadenkrämpfen entgegenwirken. Auch der Herzmuskel profitiert davon, weil es den Blutdruck senken und die Gefäße erweitern kann. Bei der Auswahl des passenden Präparates sollte man neben einer hohen Dosierung auf den Wirkstoff achten. Organisches Magnesium, wie Magnesiumcitrat besitzt eine höhere Bioverfügbarkeit, so dass es vom Körper schneller aufgenommen werden kann, als anorganische Verbindungen.

Armut verfestigt sich in Deutschland

„Das ist ein Armutszeugnis für die wohlhabende Bundesrepublik. Erneut bestätigen aktuelle Zahlen die prekäre Lage vieler alter Menschen im Land”, kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Demnach erhielten Ende 2013 rund 499.000 Personen über 65 Jahre Grundsicherung. Gegenüber 2012 erhöhte sich damit die Zahl um 7,4 Prozent.

„Das ist ein alarmierender Anstieg und völlig inakzeptabel“, so Mascher. Die neuen Zahlen bestätigen aus Sicht des VdK die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der Verband seit langem hinweist. „Eine Rente unterhalb der Grundsicherung – das ist schon heute für viele Neurentner Realität“, so Mascher. Damit nicht immer mehr Menschen in die Armutsspirale geraten, fordert der VdK, die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und dauerhaft Erwerbsgeminderte anzuheben und jährlich unter Beachtung der Preisentwicklung bedarfsgerecht anzupassen. „Wir fordern daher, dass der Regelsatz anhand der tatsächlichen Bedürfnisse dieser Personengruppe bei mindestens 460 Euro festgelegt wird“, so Mascher. „Ein kaputter Herd, eine neue Brille oder eine Stromnachzahlung lassen Grundsicherungsbezieher heute oft verzweifeln. Es liegt auf der Hand, dass man von 391 Euro nicht genug dafür zurücklegen kann“. Der VdK begrüßt die Anregung des Bundesverfassungsgerichts, sogenannte Einmalleistungen wiedereinzuführen, um Gebrauchsgüter wie Herd, Waschmaschine und Kühlschrank bezahlen zu können.

Um Altersarmut zu bekämpfen, müsse die Bundesregierung viele weitere Maßnahmen ergreifen, etwa bei Rentnerinnen mit Grundsicherung. „Diese Frauen dürfen nicht benachteiligt werden, indem die Regierung ihnen die erhöhte Mütterrente als Einkommen anrechnet. Für Rentnerinnen und Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, muss ein Freibetrag von bis zu 100 Euro für die gesetzliche Anrechnung geschaffen werden“, erklärt Mascher.

Besorgniserregend sei auch die wachsende Zahl der Empfänger von Grundsicherung wegen dauerhafter Erwerbsminderung. „Bei Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente erhalten, ist die Gefahr besonders hoch, im Alter arm zu sein. Um eine spürbare Verringerung des Armutsrisikos zu erreichen, müssen daher die Abschläge für Erwerbsminderungsrentner von 10,8 Prozent abgeschafft werden“, fordert Mascher.

Schlaganfall durch unbemerktes Vorhofflimmern

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen: Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Die Deutsche Herzstiftung rät deshalb zur regelmäßigen Pulsmessung, um dadurch frühzeitig Auffälligkeiten des Herzschlages wie Vorhofflimmern zu entdecken und sie durch einen Arzt abklären zu lassen. Wie Patienten und Angehörige zu Hause ganz leicht den Puls messen können und so ihr Risiko für einen Schlaganfall senken können, zeigt die neue Pulskarte für den Geldbeutel, die die Deutsche Herzstiftung (kostenfrei) unter www.herzstiftung.de/puls-messen anbietet.

Pulsmessung: Besonders wichtig bei Bluthochdruck oder im Alter ab 65 Jahre
„Allein mit Hilfe der Pulsmessung ließe sich die Mehrheit der Schlaganfälle aufgrund von unbemerktem Vorhofflimmern vermeiden, da diese Patienten nach Aufdeckung der Rhythmusstörung mit Hilfe gerinnungshemmender Medikamente vor dem Schlaganfall geschützt werden könnten“, unterstreicht Kardiologe Prof. Dr. med. Dr. h. c. Günter Breithardt vom Universitätsklinikum Münster, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. „Den Puls am Handgelenk selbst messen kann jeder lernen. Die Pulsmessung empfehlen wir besonders sowohl Männern als auch Frauen ab dem 65. Lebensjahr und Bluthochdruck-Patienten, denn etwa 70 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern haben Bluthochdruck. Ärzte sollten beim Arztbesuch besonders dieser Patienten immer zuerst den Puls fühlen und bei Auffälligkeiten ein EKG machen“, betont Prof. Breithardt.
Ist der Puls unregelmäßig oder liegt er in Ruhe über 100 Schläge pro Minute, sollte man so schnell wie möglich den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob Vorhofflimmern dahinter steckt – schon in wenigen Stunden können in den Herzvorhöfen Blutgerinnsel entstehen, die vom Blutstrom mitgeschleppt Arterien verschließen und je nach betroffenem Areal einen Schlaganfall verursachen.
Auch können Patienten selbst Unregelmäßigkeiten des Pulses feststellen, wenn sie ihren Blutdruck mit Blutdruckmessgeräten, die neben dem Blutdruck auch einen unregelmäßigen Herzschlag anzeigen, messen. Sie sollten bei einem auffallenden Befund dann den Herzrhythmus beim Internisten oder Kardiologen durch ein EKG überprüfen lassen. Wenn der Puls unregelmäßig oder z. B. zu schnell ist, muss der Arzt dann prüfen, ob Rhythmusstörungen vorliegen.

Risiko für Vorhofflimmern wächst mit dem Alter
Tückisch ist, dass Vorhofflimmern bei der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auftritt und dadurch unbemerkt bleibt. Das gilt verstärkt für ältere Patienten. Mit dem Alter steigt das Risiko, von Vorhofflimmern betroffen zu werden. Bei den über 60-Jährigen liegt die Häufigkeit bei 4-6 %, bei den über 80-Jährigen bereits bei 9-16 %. Vorhofflimmern ist meistens dadurch gekennzeichnet, dass das Herz völlig außer Takt ist, es schlägt chaotisch und rast mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute, selten sogar schneller. Oft begleiten innere Unruhe, Angstgefühle, Abgeschlagenheit, Atemnot oder Leistungseinschränkungen das Herzstolpern und Herzrasen.

Wie misst man den Puls?
Zunächst bleiben Sie 5 Minuten ruhig sitzen. Dann suchen Sie mit dem Zeige- und Mittelfinger an der Innenseite des Unterarms unter dem Daumen die Unterarmarterie. Messen Sie den Puls 30 Sekunden lang und verdoppeln Sie das Ergebnis. Dabei lassen sich auch Unregelmäßigkeiten des Pulses feststellen.

Die kostenfreie Pulskarte zur selbständigen Pulsmessung (Scheckkartengröße) kann angefordert werden bei der Deutschen Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main oder unter www.herzstiftung.de/puls-messen

Senioren-WG statt Einsamkeit

Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, wie und wo sie ihren Lebensabend verbringen: daheim in den eigenen vier Wänden oder im Altenheim? Das Magazin Reader’s Digest stellt in seiner November-Ausgabe alternative Wohnformen vor. Unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“ finden sich Menschen zusammen, die in einer großen Wohnung, in eigenen Häusern samt Gemeinschaftshaus oder auch in einer hotelähnlichen Anlage zusammenleben. Angesichts der demografischen Entwicklung dürfte die Zahl der Senioren-Wohngemeinschaften in den nächsten Jahren zunehmen.

Dies erkannte auch die Sozialpädagogin Karin Hillengaß bei einer Weiterbildung an der Universität Hamburg zum Thema Wohnen im Alter. „Inzwischen weiß ich, dass die meisten alten Menschen davor Angst haben, zu vereinsamen und mit niemandem mehr reden zu können“, sagt Hillengaß. Und so entstand ihre Idee eines Wohnkonzepts, bei dem mehrere ältere Menschen unter einem Dach leben, sich Alltagsaufgaben wie Einkaufen und Müllentsorgung teilen. Wo man gemeinsam isst, spielt oder ins Konzert geht, aber trotzdem jeder Mitbewohner noch seinen Freiraum hat. Betreut wird die Senioren-WG von einem mobilen Pflegedienst mit fünf sich abwechselnden Pflegekräften. Die monatlichen Kosten liegen zwischen 1000 und 2500 Euro, die zum Großteil von der Pflegeversicherung und staatlichen Hilfen gedeckt sind.

Wie das Magazin Reader’s Digest berichtet, leben aktuell in Europa 92,3 Millionen Menschen über 65 Jahre, doppelt so viele wie noch in den 1960er-Jahren. Deutschland hat europaweit den höchsten Bevölkerungsanteil an über 80-Jährigen, nämlich rund drei Millionen Menschen. Immer öfter suchen diese Senioren inzwischen eine Alternative zum Altersheim. Karin Hillengaß ist überzeugt, dass Senioren selbstbestimmt in der Gesellschaft leben können, wenn sie ihren Alltag und ihre Pflege eigenverantwortlich organisieren.

Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die November-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab 27. Oktober an zentralen Kiosken erhältlich.

Alter schützt vor Abenteuer nicht

Mit 71 Jahren noch Fallschirm springen, sich auf eine Safari mit Löwen begeben oder auf einem Speedboat an der Küste Floridas entlangbrausen: Die irische Seniorin Nancy Ashmawy scheut sich nicht vor außergewöhnlichen Freizeitaktivitäten und ist immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Damit ist sie aber nicht allein, denn so geht es mittlerweile vielen Senioren, die sich furchtlos extremen Sportarten stellen. Die entsprechenden Möglichkeiten sind groß, denn Reiseveranstalter haben auf den demografischen Wandel reagiert und werben um die agilen Älteren.

Bewegung ist das A und O

Tatsächlich ist Bewegung in der zweiten Lebenshälfte das A und O für die Gesundheit. Wer jenseits der 60 Sport betreiben möchte, sollte dabei aber einige Vorsichtsregeln beachten. Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de beispielsweise rät Einsteigern zu einem gründlichen Gesundheits-Check: “Dann weiß man, wo man steht und was man sich zutrauen kann.” Oft sei man sogar gut beraten, mit den sportlichen Aktivitäten unter fachkundiger Anleitung eines qualifizierten Trainers zu starten. “Sind beispielsweise Blutdruck, Blutzucker und die Gelenke in Ordnung, steht einer sportlichen Herausforderung auch für Senioren nichts mehr im Wege”, macht Katja Schneider älteren Menschen Mut. Auch wer etwa unter Osteoporose leide, müsse auf Sport keineswegs verzichten. “Wandern und schnelles Gehen, Skilanglauf, Schwimmen und Tanzen sind für Osteoporose-Patienten gut geeignet”, so Schneider.

TV-Serie: 71-Jährige besteht Mutproben mit Bravour

Dass Alter nicht vor sportlichen Abenteuern schützt, beweist Nancy Ashmawy jetzt auch öffentlich in der neuen Serie “50 Ways To Kill Your Mammy”, zu sehen auf Nat Geo People (über Kabel Deutschland, UnityMedia Kabel BW und andere). In sechs amüsanten Episoden besteht der 39-jährige irische TV-Moderator Baz Ashmawy gemeinsam mit seiner 71-jährigen Mutter Nancy diverse Mutproben. Wie kam es zu dem Titel der Serie? “Meine Mutter wollte unbedingt Fallschirm springen, und ich dachte, das wird sie vermutlich nicht überleben”, erzählt Baz Ashmawy mit schwarzem englischen Humor und einem Schmunzeln im Gesicht. Dann habe er sich überlegt, welche anderen Abenteuer seine Mutter mutmaßlich nicht überleben würde – und schon waren die Idee zur Serie und der Titel geboren. Alle Informationen und Sendetermine gibt es unter www.natgeotv.com/de.

Mammy bleibt ganz cool

Was immer Baz seiner Mutter auch an gefährlichen Abenteuern vorschlägt, Nancy bleibt ganz cool und unerschütterlich nach dem Motto: “Feel the fear and do it anyway” – spüre die Angst, aber tue es so oder so. Die mutmaßlich gefährlichste Herausforderung, Abschluss und Höhepunkt der Serie ist der Fallschirmsprung aus 5.500 Metern Höhe, den Mutter Nancy ebenfalls mit Bravour besteht.

Neue Pflegezeit entlastet pflegende Angehörige

VdK-Präsidentin Mascher: „Beratungs- und Informationsangebot muss ausgebaut werden“
„Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert. Pflegende Angehörige leisten physische und psychische Schwerstarbeit und entlasten Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge“, so kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, den vom Bundeskabinett heute beschlossenen Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Eingeführt werden soll ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, den der Sozialverband VdK immer wieder gefordert hatte. „Es hat sich gezeigt, dass freiwillige Lösungen in weiten Teilen nicht gegriffen haben. Sich nur auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, war der falsche Weg“, so Mascher. Mascher kritisiert aber, dass die Regelung nicht in Kleinbetrieben mit weniger als 15 Mitarbeitern gelten soll. „Dadurch werden Beschäftigte in diesen Betrieben mit ihrer Pflegesituation allein gelassen und benachteiligt. Alle Arbeitgeber sind aber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Arbeitnehmern ermöglichen, die Doppelbelastung Beruf und Pflege zu bewältigen“, betont die VdK-Präsidentin.

Auf den Weg gebracht wird auch die seit langem vom VdK geforderte Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung. „Das ist zumindest eine kleine Erleichterung für Arbeitnehmer, die sich plötzlich um die Versorgung eines Familienmitglieds kümmern müssen – etwa nach einem Schlaganfall“, so Mascher. Der VdK fordert aber mehr Transparenz und mehr Hilfen für pflegende Angehörige. „Die vielen komplizierten Anträge auszufüllen und sich bei den unterschiedlichen Hilfsangeboten auszukennen, kostet die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen viele Nerven, Zeit und Geld. Die Beratung und Information der Betroffenen muss dringend verbessert werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Aufbau der Pflegestützpunkte oder vergleichbarer umfassender Beratungsangebote bundesweit flächendeckend vorankommt“, fordert Mascher.

Warum der “späte” Impfschutz – auch gegen Pneumokokken – sinnvoll ist

Wer sich jährlich gegen Influenza-Viren impfen lässt, nimmt den Termin normalerweise zwischen September und November wahr. So hat das Immunsystem genug Zeit, um sich auf das Heranrollen der Grippewelle vorzubereiten. Allerdings: Auch später, sogar wenn die Grippesaison bereits begonnen hat, kann die Impfung sinnvoll sein, denn es dauert meist nur sieben bis zehn Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) rät Menschen ab 60 Jahren zusätzlich zu einer einmaligen Impfung gegen Pneumokokken. Sie kann zeitgleich mit der Grippe-Immunisierung erfolgen. Pneumokokken sind bakterielle Erreger, die durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten übertragen werden und zum Teil schwerwiegende Erkrankungen auslösen können, darunter Lungen- und Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen. Vor allem Menschen ab 60 Jahren, aber auch chronisch Kranke wie Patienten mit Asthma, COPD, Diabetes oder chronischen Herzerkrankungen sollten sich laut STIKO impfen lassen. Da ihr Immunsystem geschwächt ist, kann eine Pneumokokken-Infektion für sie ernstzunehmende Folgen haben. Empfohlen wird die Impfung außerdem für Kinder unter zwei Jahren, da Pneumokokken bei kleinen Patienten häufig schmerzhafte Mittelohrentzündungen auslösen. Die Kosten der Impfungen von über 60-Jährigen und/oder Patienten mit diesen chronischen Krankheiten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.