Alter schützt vor Abenteuer nicht

Mit 71 Jahren noch Fallschirm springen, sich auf eine Safari mit Löwen begeben oder auf einem Speedboat an der Küste Floridas entlangbrausen: Die irische Seniorin Nancy Ashmawy scheut sich nicht vor außergewöhnlichen Freizeitaktivitäten und ist immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Damit ist sie aber nicht allein, denn so geht es mittlerweile vielen Senioren, die sich furchtlos extremen Sportarten stellen. Die entsprechenden Möglichkeiten sind groß, denn Reiseveranstalter haben auf den demografischen Wandel reagiert und werben um die agilen Älteren.

Bewegung ist das A und O

Tatsächlich ist Bewegung in der zweiten Lebenshälfte das A und O für die Gesundheit. Wer jenseits der 60 Sport betreiben möchte, sollte dabei aber einige Vorsichtsregeln beachten. Katja Schneider vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de beispielsweise rät Einsteigern zu einem gründlichen Gesundheits-Check: “Dann weiß man, wo man steht und was man sich zutrauen kann.” Oft sei man sogar gut beraten, mit den sportlichen Aktivitäten unter fachkundiger Anleitung eines qualifizierten Trainers zu starten. “Sind beispielsweise Blutdruck, Blutzucker und die Gelenke in Ordnung, steht einer sportlichen Herausforderung auch für Senioren nichts mehr im Wege”, macht Katja Schneider älteren Menschen Mut. Auch wer etwa unter Osteoporose leide, müsse auf Sport keineswegs verzichten. “Wandern und schnelles Gehen, Skilanglauf, Schwimmen und Tanzen sind für Osteoporose-Patienten gut geeignet”, so Schneider.

TV-Serie: 71-Jährige besteht Mutproben mit Bravour

Dass Alter nicht vor sportlichen Abenteuern schützt, beweist Nancy Ashmawy jetzt auch öffentlich in der neuen Serie “50 Ways To Kill Your Mammy”, zu sehen auf Nat Geo People (über Kabel Deutschland, UnityMedia Kabel BW und andere). In sechs amüsanten Episoden besteht der 39-jährige irische TV-Moderator Baz Ashmawy gemeinsam mit seiner 71-jährigen Mutter Nancy diverse Mutproben. Wie kam es zu dem Titel der Serie? “Meine Mutter wollte unbedingt Fallschirm springen, und ich dachte, das wird sie vermutlich nicht überleben”, erzählt Baz Ashmawy mit schwarzem englischen Humor und einem Schmunzeln im Gesicht. Dann habe er sich überlegt, welche anderen Abenteuer seine Mutter mutmaßlich nicht überleben würde – und schon waren die Idee zur Serie und der Titel geboren. Alle Informationen und Sendetermine gibt es unter www.natgeotv.com/de.

Mammy bleibt ganz cool

Was immer Baz seiner Mutter auch an gefährlichen Abenteuern vorschlägt, Nancy bleibt ganz cool und unerschütterlich nach dem Motto: “Feel the fear and do it anyway” – spüre die Angst, aber tue es so oder so. Die mutmaßlich gefährlichste Herausforderung, Abschluss und Höhepunkt der Serie ist der Fallschirmsprung aus 5.500 Metern Höhe, den Mutter Nancy ebenfalls mit Bravour besteht.

Neue Pflegezeit entlastet pflegende Angehörige

VdK-Präsidentin Mascher: „Beratungs- und Informationsangebot muss ausgebaut werden“
„Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert. Pflegende Angehörige leisten physische und psychische Schwerstarbeit und entlasten Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge“, so kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, den vom Bundeskabinett heute beschlossenen Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Eingeführt werden soll ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, den der Sozialverband VdK immer wieder gefordert hatte. „Es hat sich gezeigt, dass freiwillige Lösungen in weiten Teilen nicht gegriffen haben. Sich nur auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, war der falsche Weg“, so Mascher. Mascher kritisiert aber, dass die Regelung nicht in Kleinbetrieben mit weniger als 15 Mitarbeitern gelten soll. „Dadurch werden Beschäftigte in diesen Betrieben mit ihrer Pflegesituation allein gelassen und benachteiligt. Alle Arbeitgeber sind aber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Arbeitnehmern ermöglichen, die Doppelbelastung Beruf und Pflege zu bewältigen“, betont die VdK-Präsidentin.

Auf den Weg gebracht wird auch die seit langem vom VdK geforderte Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung. „Das ist zumindest eine kleine Erleichterung für Arbeitnehmer, die sich plötzlich um die Versorgung eines Familienmitglieds kümmern müssen – etwa nach einem Schlaganfall“, so Mascher. Der VdK fordert aber mehr Transparenz und mehr Hilfen für pflegende Angehörige. „Die vielen komplizierten Anträge auszufüllen und sich bei den unterschiedlichen Hilfsangeboten auszukennen, kostet die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen viele Nerven, Zeit und Geld. Die Beratung und Information der Betroffenen muss dringend verbessert werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Aufbau der Pflegestützpunkte oder vergleichbarer umfassender Beratungsangebote bundesweit flächendeckend vorankommt“, fordert Mascher.

Warum der “späte” Impfschutz – auch gegen Pneumokokken – sinnvoll ist

Wer sich jährlich gegen Influenza-Viren impfen lässt, nimmt den Termin normalerweise zwischen September und November wahr. So hat das Immunsystem genug Zeit, um sich auf das Heranrollen der Grippewelle vorzubereiten. Allerdings: Auch später, sogar wenn die Grippesaison bereits begonnen hat, kann die Impfung sinnvoll sein, denn es dauert meist nur sieben bis zehn Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) rät Menschen ab 60 Jahren zusätzlich zu einer einmaligen Impfung gegen Pneumokokken. Sie kann zeitgleich mit der Grippe-Immunisierung erfolgen. Pneumokokken sind bakterielle Erreger, die durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten übertragen werden und zum Teil schwerwiegende Erkrankungen auslösen können, darunter Lungen- und Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen. Vor allem Menschen ab 60 Jahren, aber auch chronisch Kranke wie Patienten mit Asthma, COPD, Diabetes oder chronischen Herzerkrankungen sollten sich laut STIKO impfen lassen. Da ihr Immunsystem geschwächt ist, kann eine Pneumokokken-Infektion für sie ernstzunehmende Folgen haben. Empfohlen wird die Impfung außerdem für Kinder unter zwei Jahren, da Pneumokokken bei kleinen Patienten häufig schmerzhafte Mittelohrentzündungen auslösen. Die Kosten der Impfungen von über 60-Jährigen und/oder Patienten mit diesen chronischen Krankheiten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Widerstand gegen ein Verbot der Sterbehilfe wächst

80 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten ein Recht auf Letzte Hilfe, doch führende Politiker wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wollen die Sterbehilfe durch Verbotsgesetze weiter einschränken. Scharfe Kritik dazu kommt vom Vorsitzenden der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer, dem Medizinethiker Dieter Birnbacher. In einer Stellungnahme, die am Freitagmorgen im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt wurde, erklärt Birnbacher, dass “der Versuch, die ohnehin erheblich eingeengten Möglichkeiten der Sterbehilfe zu beschneiden”, nicht nur von einer “Geringschätzung des Rechts auf Patientenselbstbestimmung” zeuge, “sondern auch von mangelnder Fürsorge”.

Birnbacher zählt neben Prominenten wie dem Liedermacher Konstantin Wecker, den Schriftstellern Ralph Giordano und Fritz J. Raddatz und den Schauspielerinnen Eva Mattes, Gudrun Landgrebe und Petra Nadolny zu den Unterstützern der “Kampagne für das Recht auf Letzte Hilfe”, die seit Wochenbeginn mit Großplakaten in Berlin und Frankfurt auf sich aufmerksam macht. Im Haus der Bundespressekonferenz stellte der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon heute die Ziele der Kampagne vor. Der Philosoph und Schriftsteller wies darauf hin, “dass der Widerstand gegen ein Verbot der Sterbehilfe in der Bevölkerung kontinuierlich wächst”: “Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes werden es nicht hinnehmen, dass man ihnen das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende entzieht. Wir werden unsere Aktionen für das Recht auf Letzte Hilfe solange fortsetzen, bis das klare Votum der Bevölkerungsmehrheit in der Politik und Ärzteschaft berücksichtigt wird.”

Auch die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, Elke Baezner, ließ an den ambitionierten Zielen der Kampagne keinen Zweifel aufkommen: “Politiker sind vom Volk gewählt und haben somit “Volkes Stimme” umzusetzen, anstatt uns zu bevormunden und unsere individuellen, vom Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte beschneiden zu wollen. Eine Minderheit von 14 Prozent unserer Gesellschaft darf sich nicht anmaßen, der Mehrheit vorschreiben zu wollen, wie, wann und mit welchen Mitteln sie zu sterben hat. Wir fordern von der Politik “praktizierte Toleranz”, d.h. Wahlfreiheit für alle Betroffenen. Wir alle haben ein Recht auf Selbstbestimmung im Leben wie auch im Sterben.”

Anfang der Woche hatte die Kampagne sämtlichen Bundestagsabgeordneten das Buch “Letzte Hilfe” des Arztes und Sterbehelfers Uwe-Christian Arnold zukommen lassen: “Bedauerlicherweise haben nur die wenigsten Politiker Kenntnis von den realen Nöten schwerstleidender Patienten”, sagte Arnold heute in Berlin. “Sie spekulieren wild über die möglichen Konsequenzen der Sterbehilfe, nehmen aber die empirischen Daten aus Ländern, die Freitodbegleitungen seit Jahren praktizieren, überhaupt nicht zur Kenntnis. Tatsächlich nämlich führt die Akzeptanz von Freitodbegleitungen nicht zur einer Verschlechterung, sondern zu einer Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung. Und die Zahl der Verzweiflungssuizide steigt nicht etwa an, sondern geht zurück. Hier ist Aufklärung dringend erforderlich!”

Diese Meinung vertrat auch der renommierte Jurist und Rechtsphilosoph Eric Hilgendorf, der den Bundestag bereits mehrfach in Fragen des Medizinstrafrechts beraten hat. Im Haus der Bundespressekonferenz führte Hilgendorf aus, dass es unsinnig wäre, die Sterbehilfe über das Strafgesetzbuch einzuschränken. Die geltende Rechtslage reiche völlig aus, um Fehlentwicklungen sicher in den Griff zu bekommen: “Eine Neukriminalisierung von Ärzten ist unnötig und schadet weit mehr, als sie nützt”, sagte Hilgendorf. “Der Gesetzgeber sollte den nötigen Respekt vor der Gewissensentscheidung der Ärzte zeigen.”

Weitere Informationen zur Kampagne unter:

http://www.letzte-hilfe.de

Prämierte Wanderwege

Passionierte Wanderfreunde entdecken gerne neue Landschaften und Wanderwege. Viel Wandervergnügen versprechen zum Beispiel die sieben Premiumwanderregionen des Netzwerks “PremiumWanderWelten”. Das Besondere daran: Alle Wege sind zertifiziert und führen Wanderer über naturnahe Pfade durch abwechslungsreiche Landschaften zu schönen Aussichtspunkten und Rastplätzen, die zum Verweilen einladen.

Sieben Wanderregionen mit regionalen Highlights

Zu den “PremiumWanderWelten” gehören die Wanderregionen nordhessisches Werratal, das pfälzische Dahner-Felsenland, Oberstaufen im Allgäu, Albstadt in der Schwäbischen Alb, die Region Saar-Hunsrück rund um den gleichnamigen Steig, das Rhein-Mosel-Eifel-Land sowie Schwalm-Nette am Niederrhein. Die Premiumwanderwege der sieben Regionen (premiumwanderwelten.de) haben alle ihren eigenen Reiz und bieten zahlreiche Highlights.

Hochalpiner Wandergenuss und bizarre Felsen

Im Allgäu können sich Urlauber mit den “Nagelfluhschleifen” auf drei Premiumwanderwege freuen, die hochalpinen Wandergenuss, Wasserfälle und eindrucksvolle Aussichten bieten. Der Premiumweg “Luftiger Grat” beispielsweise führt trittsichere und konditionsstarke Wanderer auf 1.708 Meter Höhe bis zur Bergstation des Imberghauses. In der südlichen Pfalz erwarten Gäste bizarre Felsformationen. Die sechs Felsenlandtouren geleiten Wanderer unter anderem zu Sehenswürdigkeiten wie Burg Berwartstein, zu idyllischen Seen und Flüssen. Wer noch etwas Zeit mitbringt, sollte auch Deutschlands erstem Baumwipfel-Pfad bei Fischbach einen Besuch abstatten.

Zur Burg Hohenzollern und zur Saarschleife wandern

“Traufgänge” heißen die acht naturnahen Premiumwege in der Schwäbischen Alb, auf denen man die schönsten landschaftlichen Seiten der Region entdecken kann. Sehenswürdigkeiten wie die bekannte Burg Hohenzollern liegen entlang der Wege, es geht durch Buchenwälder, vorbei an außergewöhnlichen Felsformationen, durch verträumte Schluchten und über einsame Hochflächen. Rund um den Saar-Hunsrück-Steig finden Wanderer und Naturfreunde mit rund 90 Premiumwegen – den sogenannten Traumschleifen – das größte und vielfältigste Wanderangebot der “PremiumWanderWelten”. Die schönen Rundwanderwege führen vom Dreiländereck bei Perl im Westen bis Boppard am Rhein im Osten. Zu den Traumschleifen gehört zum Beispiel der Cloefpfad, der Wanderer zur berühmten Saarschleife bei Mettlach führt.

Grenzerlebnisse, Burgen und viel Wasser

Ebenso reizvoll und mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten versehen sind die weiteren Wanderregionen. Während man beispielsweise im Werratal auf den EntdeckerTouren den Spuren der Brüder Grimm folgen kann und entlang des Naturparadieses “Grünes Band” an der einstigen deutsch-deutschen Grenze zu den Resten einer “Agentenschleuse” gelangt, lassen sich im Rhein-Mosel-Eifel-Land auf den 26 Traumpfaden zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Geysir Andernach mit seiner Wasserfontäne oder die bekannte mittelalterliche Burg Eltz entdecken. Einen besonderen Wandergenuss – zum Beispiel auf dem Premiumweg “Schwalmbruch”, der entlang der mäandrierenden Schwalm führt – verspricht auch die “Wasser.Wander.Welt ” in der Region Schwalm-Nette. Der Wassergarten im Grenzwald oder die Burg Bürgen sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die Urlauber hier erkunden können.

Ein Hausnotruf beruhigt auch Angehörige

Wenn die Eltern alt werden, stellt dies viele Menschen vor schwerwiegende Entscheidungen. Zwar unterstützen dem Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de zufolge die meisten Angehörigen den Wunsch der Senioren, so lange wie möglich zu Hause zu leben. Aber mit zunehmender Gebrechlichkeit vergrößern sich auch die Sorgen: Was, wenn der Vater stürzt oder der Kreislauf der Mutter plötzlich zusammenbricht? Moderne Notrufsysteme können dann helfen – Informationen dazu gibt es etwa unter www.initiative-hausnotruf.de.

Vorausschauend handeln

“Meine Oma wollte von sich aus einen Hausnotruf. Glücklicherweise, ohne dass zuvor etwas Schlimmes passieren musste”, sagt Richard Nöser (26). Seine Oma ist mit ihren 72 Jahren zwar noch sehr fit, nach dem Tod ihres Mannes lebt die Rentnerin jedoch allein. Während viele Senioren und ihre Angehörigen erst nach dem ersten Sturz Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, handelte sie vorausschauender. “Vorher hatte ich immer mal wieder ein mulmiges Gefühl. Jetzt wissen meine Mutter und ich, dass die Oma in guten Händen ist”, so Nöser.

Wichtige Überzeugungsarbeit

So einfach läuft die Integration moderner Technik in den Alltag aber nicht immer ab. Die 34-jährige Nicole Höbbel etwa musste ihre Mutter lange überzeugen: “Ausschlaggebend war ein sehr starker Anfall von Atemnot, bei dem ich die Feuerwehr rufen musste.” Höbbels Mutter ist erst 57 Jahre alt, leidet aber unter einer chronischen Lungenerkrankung und kann bei einem Anfall nicht sprechen. Gerade für solche Fälle eignet sich der Hausnotruf: Der armbanduhrähnliche Sender verbindet sich auf Knopfdruck über die Basisstation mit der Zentrale. Dort sind ständig Mitarbeiter mit genauen Informationen zu jedem Kunden erreichbar. Im Fall der 57-Jährigen wissen sie: Wenn es klingelt und keiner antwortet, sofort den Bereitschaftsdienst schicken. Das entlastet die Tochter sehr: “Meiner Mutter wurde schon mehrmals schnell und professionell geholfen. Der Service der Mitarbeiter ist so persönlich, dass sie schnell ihre anfängliche Scheu ablegte, fremde Menschen mit ihrem Problem zu stören.”

Natur-Wanderung im Hunsrück

Einfach mal den Alltag hinter sich lassen und bei Streifzügen durch die Natur zu Ruhe kommen: Besonders gut gelingt dies auf Wanderungen entlang des Saar-Hunsrück-Steigs. Der 218 Kilometer lange Weg zwischen Idar-Oberstein, Trier und Perl an der Obermosel ist ein Pfad der Entschleunigung und führt Wanderer auf weiten Passagen durch eine stille, unberührte Natur, die sich in ihrer ganzen Vielfalt offenbart. Bizarre Felsen, geheimnisvolle Wälder, idyllische Bachläufe, spektakuläre Höhenzüge, Hochmoore und herrliche Täler mit weiten Ausblicken: Der abwechslungsreiche Premiumwanderweg im Südwesten Deutschlands bietet Landschaften zum Genießen und Zeit zum Entspannen. Ausführliche Informationen zum Steig gibt es unter www.saar-hunsrueck-steig.de.

Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten

Auf den 15 Etappen finden sich zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten. Die Grimburg, die Wildenburg bei Kempfeld, die römischen Villenanlagen in Borg oder der keltische Ringwall in Otzenhausen sind nur einige davon. Lohnenswert sind Stadtbesichtigungen in Trier und Idar-Oberstein. Während die Römerstadt Trier mit Sehenswürdigkeiten wie der Porta Nigra – das ehemalige Stadttor und Wahrzeichen von Trier -, dem Dom oder den Kaiserthermen lockt, sind es in Idar-Oberstein vor allem funkelnde Edelsteine. Nicht umsonst wird die Stadt auch Edelsteinstadt genannt. Wer etwas Zeit mitbringt, kann dem Deutschen Edelsteinmuseum einen Besuch abstatten. Rund 10.000 Exponate – Schmuckstein- und Edelsteinarten aus aller Welt – werden hier gezeigt.

Auf Naturpfaden wandeln

Den Saar-Hunsrück-Steig zeichnet etwas ganz Besonderes aus: sein hoher Anteil an Naturpfaden. Mehr als 65 Prozent des Steigs verläuft auf Naturwegen durch Wald und über freie Flächen, nur rund fünf Prozent auf asphaltierten Wegen. Europaweit ist dies einmalig. Deshalb erhielt der Saar-Hunsrück-Steig mit dem “Deutschen Wandersiegel” als Premiumweg die höchste Auszeichnung, die ein Wanderweg in Europa erreichen kann.

Wanderer genießen auf den Pfaden die schöne Mittelgebirgslandschaft, der stete Wechsel durch Täler und über Höhen sorgt für Abwechslung, ist aber auch anspruchsvoll. Auch die höchste Erhebung des Hunsrücks – der Erbeskopf – will erwandert werden und belohnt mit einer beeindruckenden Fernsicht – vor allem vom elf Meter hohen Aussichtsturm aus.

Wandererlebnisse entlang der “Traumschleifen Saar-Hunsrück”

Doch nicht nur der Saar-Hunsrück-Steig verführt in der Region zwischen Mosel, Rhein, Saar und Nahe zu Wandererlebnissen. Vielmehr können sich Aktivurlauber auf ein dichtes Netz von Premium-Wanderwegen freuen. Die 110 “Traumschleifen Saar-Hunsrück” – ab Herbst 2014 sind es 111 – sind zwischen sechs und 20 Kilometer lang, und bieten ausgiebig Gelegenheit für Naturbeobachtungen und zum Träumen. Unterwegs warten schöne Rastmöglichkeiten und viele Natur- und Kulturdenkmäler. Je nach Lust und Laune können Wanderer zwischen gemütlichen und anspruchsvollen Touren wählen. Einige der Rundwege auf naturnahen Pfaden sind direkt mit dem Saar-Hunsrück-Steig verbunden, so dass eine “Verlängerung” des Wandervergnügens möglich ist.

Die “schönsten Wanderwege Deutschlands”

Für die Attraktivität der Traumschleifen spricht, dass zahlreiche von ihnen von der Fachzeitschrift “Wandermagazin” ausgezeichnet wurden: So erhielten in der Vergangenheit bereits der “Felsenweg”, der “Schluchtenpfad”, die “Litermont-Gipfeltour”, der “Mittelalterpfad” und die “Hahnebachtaltour” den begehrten Titel “Schönster Wanderweg Deutschlands”. Übrigens: Angst vor dem Verlaufen muss auf diesen Touren niemand haben. Als zertifizierte Premiumwanderwege sind sie “unverlaufbar” beschildert.

Wenn die Männerblase schwächelt

Probleme mit der Blase sind bei Männern keine Seltenheit: Schon bei 50-Jährigen ist übermäßiger Harndrang ein Thema. Dranginkontinenz, bei der auch ungewollt Urin verloren gehen kann, betrifft jeden fünften bis sechsten Mann ab 65 und jeden vierten 85-Jährigen.

“Wir raten den betroffenen Männern dringend dazu, ärztlichen Rat einzuholen, etwa im Rahmen einer routinemäßigen Krebsvorsorgeuntersuchung beim Hausarzt oder beim Urologen”, so Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga. So kann unter anderem festgestellt werden, ob eine gutartige Vergrößerung der Prostata vorliegt, die sich bei etwa jedem zweiten Mann ab dem vierzigsten Lebensjahr allmählich entwickelt. Sie gilt als wichtigste Ursache für Blasenbeschwerden bei Männern. Bei etwa der Hälfte der betroffenen Männer ist die Prostata jedoch unauffällig; in diesen Fällen ist häufig eine überaktive Blase die Ursache für die Drangsymptome. Diese Diagnose wird oftmals eher Frauen zugeschrieben, bei Männern wird sie leicht unterschätzt. Die überaktive Blase ist eine Folge des Älterwerdens: Mit fortschreitendem Lebensalter verändert sich die Blasenstruktur, der Blasenmuskel verliert an Elastizität und das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Blasenmuskel funktioniert nicht immer einwandfrei. Infolgedessen kommt es immer wieder zu einem kaum beherrschbaren Harndrang, auch wenn die Blase nur wenig gefüllt ist.

Gute Behandlungschancen

Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen muss die Dranginkontinenz beim Mann individuell therapiert werden. Bewährt haben sich Wirkstoffe, die eine Entspannung der Blasenmuskulatur herbeiführen. Ergänzend zur medikamentösen Behandlung ist ein gezieltes Blasentraining sinnvoll, bei dem die Abstände zwischen den Toilettengängen schrittweise verlängert werden. Ist die Prostata vergrößert, so sollte dies regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf mit Medikamenten behandelt werden. Meist schlägt die Therapie so gut an, dass eine Prostataoperation nicht notwendig ist.

Weitere Informationen und praktische Tipps für den Alltag enthält die Broschüre “Blasenschwäche ist kein Schicksal”. Sie kann auf dem Postweg oder im Internet kostenfrei angefordert werden; unter www.dsl-blasenschwaeche.de gibt es außerdem Informationen zum Thema “Männersache Prostata”: Deutsche Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn. Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).

Grippeschutzimpfung muss jährlich wiederholt werden

Mit dem Herbst beginnt die Grippesaison. Der beste Schutz gegen diese teilweise schwer verlaufende Infektionskrankheit ist die Grippeschutzimpfung. Dr. Wiete Schramm, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland: „Die Impfung schützt für neun bis zwölf Monate. Die Erreger verändern sich jedes Jahr. Daher muss die Impfung jährlich, am besten im Herbst, wiederholt werden.“ Nach der Impfung dauert es etwa zwei bis drei Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist.
Grippe oder grippaler Infekt

Bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit ist in der Umgangssprache schnell von einer Grippe die Rede. Aber der Mediziner unterscheidet in Erkältung und Grippe. Eine Erkältung beginnt schleichend, Betroffene verspüren ein Kratzen im Hals und leiden an Schnupfen, Atembehinderung und Husten, wobei meist nach wenigen Tagen schon eine Besserung eintritt. Die „echte Grippe“ hingegen ist eine Erkrankung, die häufig sehr viel schwerer verläuft und durch einen plötzlichen Beginn gekennzeichnet ist. Die Symptome sind ein starkes Krankheitsgefühl, plötzlich auftretendes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Abgeschlagenheit. Eine Virusgrippe ist gefährlich, da sie zahlreiche schwerwiegende Komplikationen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, nach sich ziehen kann. Vor allem bei älteren Menschen und bei chronisch Erkrankten kann es zu schweren Verläufen und sogar Todesfällen kommen. Eine Vorhersage, wie schwer eine Grippewelle verlaufen wird, ist nicht möglich. Infizierte Personen sind zudem schon ansteckend, bevor sich bei ihnen die ersten Anzeichen der Erkrankung bemerkbar machen. Daher schützt eine Grippeimpfung nicht nur den Geimpften, sondern verhindert auch die unbemerkte Übertragung der Krankheitserreger.
Impfempfehlung für alle ab dem 60. Lebensjahr

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung für alle Personen ab dem 60. Lebensjahr. Auch Schwangere sollten sich ab der 13. Schwangerschaftswoche impfen lassen, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Erkrankung ab dem 1. Trimenon. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die an einer chronischen Krankheit wie Asthma, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselkrankheiten leiden, wird die Impfung ebenfalls empfohlen. Das gilt auch für chronische neurologische Krankheiten, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, und Personen mit geschwächtem Immunsystem oder einer HIV-Infektion. Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen sollten sich ebenfalls impfen lassen.

Aus beruflichen Gründen sind beispielsweise medizinisches Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr einem erhöhten Erkrankungsrisiko ausgesetzt. Sie sollten sich ebenso impfen lassen wie Personen, die von ihnen betreute Risikopersonen anstecken könnten. Auch wer direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln hat, sollte sich durch eine Impfung schützen. In einigen Bundesländern gibt es eine generelle Empfehlung zur Grippeschutzimpfung.
Impfstoff schützt gegen die häufigsten Erreger

Die Zusammensetzung des aktuellen Impfstoffes wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Er enthält Bestandteile gegen die Erregertypen, die nach Einschätzung von Experten in der kommenden Grippesaison vorwiegend verbreitet sein werden.

„Die Impfung ist im Allgemeinen gut verträglich. Innerhalb von einem bis drei Tagen nach der Impfung kann es zu Nebenwirkungen wie leichten Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle kommen. Auch Allgemeinsymptome wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwitzen, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen können vorübergehend auftreten. Sie klingen rasch und folgenlos wieder ab“, erläutert Schramm.

Welt-Alzheimertag 2014 „Demenz – jede/r kann etwas tun“

Die Zahl der Demenzerkrankungen (davon zwei Drittel vom Typ Alzheimer) nimmt ständig zu, und die Zeit drängt. Das zeigen die neuesten Berechnungen. Etwa jeder Dritte über 90 ist betroffen. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Erkrankten von etwa 1,5 Millionen auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten im Gesundheitssystem. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, mit mehr Erkrankten und immer weniger personellen und finanziellen Ressourcen, werden die Demenzen zu einer der größten Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen weltweit.

“Bislang gibt es kein Medikament, das die Alzheimer-Krankheit heilen kann. Irgendwann wird eine wirksame Therapie zur Verfügung stehen, aber wann das sein wird, ist völlig unklar“, so Prof. Hans-Jürgen Möller, München, der Vorsitzende der Hirnliga e. V.

“Die Forschung geht intensiv voran und es gibt vielversprechende Ergebnisse, aber auch Ernüchterungen, so ist etwa die Euphorie über eine baldig verfügbare ursachenbezogene Behandlung verflogen. Als Forscher können wir nur immer wieder dringend empfehlen, alle heute schon vorhandenen Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Es ist bekannt, dass beispielsweise die Behandlung von Diabetes und Bluthochdruck das Risiko an einer Demenz zu erkranken senkt.

Bei einer frühzeitigen Diagnose und rechtzeitigem Beginn der Demenz-Therapie ist es möglich, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen“, so Prof. Möller weiter. Dabei sollen Medikamente, nichtmedikamentöse Therapien und pflegerische Maßnahmen in einem therapeutischen Gesamtkonzept eingesetzt werden. Die Therapien bewirken eine Verlangsamung der Krankheitsentwicklung und ermöglichen den Betroffenen und ihren Angehörigen, über einen längeren Zeitraum in Selbstbestimmung und Würde zu leben.

„Demenzkranke müssen als Mitglieder unserer Gemeinschaft akzeptiert, ihre Bedürfnisse von der Zivilgesellschaft als verpflichtende Aufgaben wahrgenommen werden. Bislang ist unser Gesundheits- und Sozialwesen darauf nicht eingestellt. Wir wissen aus vielen Modellversuchen, was zu tun ist. Mehr als schöne Reden und Verständnis brauchen die Erkrankten ein entsprechend solide finanziertes System. Solange mit Kranken- und Pflegekassen unterschiedliche „Töpfe“ existieren, führt das zu Fehlanreizen, denn die komplexen Leistungen in Diagnostik und Therapie werden sowohl bei den Hausärzten, niedergelassenen Fachärzten und in den Kliniken nicht adäquat honoriert. Mit der Konsequenz, dass Demenzkranke, gemessen an internationalen Standards, in Deutschland nicht angemessen behandelt werden“, so der Präsident der deutschen Alterspsychiater Prof. Dr. Hans Gutzmann.

Mit großer Sorge betrachten die Gerontopsychiater aktuell die Bestrebungen von Bund und Ländern den Altenpflegeberuf in seiner jetzigen Form abzuschaffen. “Die medizinische und pflegerische Forschung und Praxis fordern für die über 65-jährigen eine genau auf diese Altersgruppe und ihre emotionalen, sozialen, und medizinischen Bedürfnisse sowie die noch vorhandenen Ressourcen ausgerichtete Behandlung und Pflege. Der Altenpflegeberuf verfügt schon heute über genau jene Kompetenzen, er muss erhalten und weiterentwickelt werden. Andernorts, etwa in Großbritannien, wird der Beruf gerade neu erfunden, den man bei uns abschaffen will“, so Prof. Gutzmann weiter.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft wendet sich dieses Jahr unter dem Motto „Demenz – jede/r kann etwas tun“ an die Öffentlichkeit. Demenz ist ein Thema, das früher oder später fast jeden berührt: Ob jemand aus der Familie erkrankt, man im Sportverein oder im Supermarkt Menschen mit Demenz begegnet oder als Ärztin oder Altenpfleger beruflich mit Demenzkranken zu tun hat. Deshalb sollte jeder Einzelne sich über das Thema Demenz informieren und Verständnis entwickeln. Nicht zuletzt ist die Politik gefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen und die Forschung nach besseren Versorgungsformen und wirksamen Therapien zu fördern. Mit der Allianz für Menschen mit Demenz wurde am Anfang der Woche ein wichtiger Schritt dazu getan.

„Es sind einerseits die kleinen Dinge, die den Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen erleichtern und verschönern – die Nachbarin, die nicht die Straßenseite wechselt, sondern für einen kleinen Plausch stehen bleibt, oder der Arzt, der nicht nur ein Rezept über den Tisch schiebt, sondern sich auch nach dem Wohlbefinden der pflegenden Ehefrau erkundigt. Doch andererseits gibt es auch strukturell viel zu tun, um die Lebenssituation von Demenzkranken in Deutschland zu verbessern: Pflegeeinrichtungen müssen so aufgestellt sein, dass Menschen mit Demenz dort gut versorgt werden. Krankenhäuser müssen sich auf die zunehmende Zahl demenzkranker Patienten einstellen und entsprechende Konzepte entwickeln. Der bürokratische Aufwand, der nötig ist um Unterstützung bei der Pflege zu erhalten, muss reduziert werden. Und auch die lange angekündigte grundlegende Reform der Pflegeversicherung, die zu einer Gleichbehandlung von Demenzkranken und körperlich Pfleg!
ebedürftigen führen soll, muss endlich umgesetzt werden“, so Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.