Zusätzliche Hilfsangebote der Pflegeversicherung werden nur selten genutzt

Die meisten pflegenden Angehörigen kennen die zusätzlichen Unterstützungsangebote der gesetzlichen Pflegeversicherung, das ergab eine aktuelle Befragung des wissenschaftlichen Instituts der AOK im Rahmen des Pflege-Reports 2016. Dennoch werden beispielsweise Angebote zur Kurz- oder Verhinderungspflege nur selten in Anspruch genommen – obwohl die pflegenden Angehörigen genau diese Leistungen der Umfrage zufolge dringend benötigen.

Verhinderungspflege in Anspruch nehmen

Von den rund 2,7 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden derzeit rund zwei Millionen zu Hause betreut. Seit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes Anfang 2015 hat sich der jährliche Leistungsumfang für die sogenannte Verhinderungspflege auf 1.612 Euro erhöht. In bestimmten Fällen können Verhinderungs- und Kurzzeitpflege auch miteinander kombiniert werden, dadurch erhöht sich der Leistungsbetrag auf insgesamt 2.418 Euro. Dem Pflege-Report zufolge werden diese Gelder aber nur von weniger als jedem fünften Befragten in Anspruch genommen.

“Viele Angehörige empfinden es als ein Eingeständnis eigener Schwäche, wenn sie auf zusätzliche Hilfe zurückgreifen müssen”, weiß Ute Büchmann, die seit zehn Jahren qualifizierte Senioren-Assistenten ausbildet. Dabei könne die sogenannte Ersatz- oder Urlaubspflege etwa durch eine ausgebildete Senioren-Assistentin für pflegende Angehörige immens wichtig sein. Denn diese gingen oftmals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und würden dringend gelegentlich eine Auszeit benötigen. Auf dem Vermittlungsportal www.die-senioren-assistenten.de beispielsweise kann man qualifizierte Kräfte für die Verhinderungspflege finden.

Auszeiten über die Pflegeversicherung finanzieren

Wer ein Familienmitglied zuhause pflegt, muss seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse häufig zurückstellen. Nicht selten werden Freunde oder Hobbys vernachlässigt, weil man die Eltern oder Großeltern nicht alleine lassen mag. Auch hier können Senioren-Assistenten ins Spiel kommen, die sich dann liebevoll um den Angehörigen kümmern. Rund 50 Stunden Betreuung pro Jahr lassen sich allein schon dadurch finanzieren, indem Leistungen aus der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden.

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Heimtierhalter sehen weniger TV

Heimtierhalter sehen weniger fern als Menschen, die keine Heimtiere haben. Das hat eine bundesweit repräsentative Untersuchung des Fernsehkonsums von 10.500 Personen im Auftrag von media control ergeben. Während Menschen ohne Heimtier durchschnittlich 229 Minuten am Tag in die Röhre schauen, gucken Heimtierhalter täglich 22 Minuten weniger TV, nämlich 207 Minuten.

Aber woran liegt es, dass der Fernsehkonsum von Heimtierhaltern geringer ist? „Ob die Tiere die Menschen zu mehr Aktivitäten animieren, oder ob die Menschen, die ein Heimtier haben, ohnehin einen aktiveren Lebensstil pflegen und dies auch ohne Heimtier tun würden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen“, sagt Dr. Andrea Beetz, Diplom-Psychologin und eine der renommiertesten Wissenschaftlerinnen im Forschungszweig Mensch-Tier-Beziehung. Es sei jedoch wissenschaftlich belegt, dass Familien, in denen ein Hund lebt, mehr gemeinsam unternehmen als Familien, die keinen Hund haben. Dies habe eine Untersuchung der Forscher Paul & Serpell ergeben.

Vogelhalter hingegen unterscheiden sich laut media control was den Fernsehkonsum betrifft kaum von Menschen, die kein Heimtier besitzen. Sie sehen durchschnittlich nur eine Minute weniger fern als Nichtheimtierhalter, 20 Minuten mehr als Katzenhalter und 16 Minuten mehr als Hundehalter. „Möglicherweise liegt es daran, dass Hunde und Katzen mehr Aufmerksamkeit ihrer Halter fordern, als Vögel es tun. Hunde müssen Gassi geführt werden, wollen spielen und es besteht häufig eine enge emotionale Beziehung zwischen Hund und Hundehalter. Und auch Katzen wollen spielen und kuscheln“, interpretiert Beetz das Ergebnis vorsichtig.

Senioren: Auf langen Fahrten sollte man vor allem auf die Venen achten

Die Senioren von heute sind alles andere als im “Ruhestand” – tatsächlich sind sie in aller Welt unterwegs und wollen immer wieder Neues erleben. Großer Beliebtheit erfreuen sich in dieser Altersgruppe vor allem Bustagesfahrten und Städtetouren, die in kurzer Zeit viele neue Eindrücke vermitteln. Wer sich für eine Gruppenreise entscheidet, hat zudem schon auf der Fahrt eine nette Unterhaltung. Nach einem langen Tag im Bus und in den Straßen einer fremden Stadt lässt sich das zunehmende Alter allerdings nicht immer verleugnen. Oft werden die Beine schwer, man ist schneller müde und nicht mehr ohne weiteres jeder Anstrengung gewachsen. “Zum Glück kann man eine Menge tun, um seinen Organismus und besonders die Beine zu entlasten”, sagt Katja Schneider, Gesundheitsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Busfahrten genießen

Während einer langen Busreise mit wenig gesunder Bewegung können Reisestrümpfe beispielsweise von Gilofa eine gute Ergänzung sein. Sie üben einen sanften Druck auf die Beine und damit auch auf die Venen aus. Dieser Druck sorgt dafür, dass das Blut sich nicht so leicht in den Waden und Füßen stauen kann. Dabei sind diese Strümpfe optisch nicht von normalen zu unterscheiden. Es gibt sie für Damen und Herren mit Baumwolle, mit Microfaser oder mit Aloe Vera. Die Modelle mit Baumwollanteil sind beispielsweise in zwölf Farben und in fünf Größen erhältlich. Alle Informationen und Tipps für gesunde Venengymnastik findet man unter www.gilofa.de.

Regelmäßige Pausen als Wohltat für die Beine

Eine echte Wohltat und Entlastung für die Beine sind regelmäßige Pausen. Ein wenig auf einer Bank sitzen und die Beine hochlegen, das tut den Venen unterwegs gut. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist ebenfalls von großer Bedeutung. In die Handtasche oder den Rucksack sollte daher stets eine kleine Wasserflasche passen. Man kann sie wieder auffüllen, wenn man in Restaurants, an Kiosken oder in einem Supermarkt die Möglichkeit dazu hat. Ein weiterer wichtiger Baustein für das Wohlbefinden auf Reisen ist Bewegung. Zwar kann man nicht immer wandern, radeln oder schwimmen. Aber für eine kleine Einheit Venengymnastik findet sich überall eine Möglichkeit.

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Wenn Beine Unterstützung brauchen

Stützstrümpfe, wie Kompressionsstrümpfe meist genannt werden, bieten Hilfestellung bei Venenproblemen. Das kommt 61 Prozent der Befragten als erstes in den Sinn, wenn sie an dieses Thema denken, hat eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von Ofa Bamberg ergeben. Zwar meinten lediglich 21 Prozent, diese Gesundheitshelfer würden hauptsächlich von älteren Menschen getragen. Aber nur elf Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Stützstrümpfe auch chic und zeitgemäß sein können. Tatsächlich sind die oft maßgefertigten Modelle aber echte Hingucker und machen den Frauen auch noch schöne Beine.

Gemeinsam mit dem Arzt abklären

Gemeinsam mit dem Arzt sollte man abklären, ob die Beine Unterstützung gebrauchen könnten. Indizien dafür sind:

– geschwollene und/oder schmerzende Beine
– nächtliche Wadenkrämpfe
– Hautveränderungen an den Waden und Knöcheln
– eine vorangegangene Venenentzündung oder Thrombose

Wer über 50 Jahre alt ist, sollte generell gut auf seine Beine achten, bei einer familiären Vorbelastung ist ebenfalls Vorsicht geboten. Und auch, wer im Beruf viel stehen oder sitzen muss, hat ein erhöhtes Risiko für Venenleiden.

Risikotest bei Venenschwäche

Welchen Belastungen das venöse System ausgesetzt ist und wie man Erkrankungen vorbeugt, kann man bei der Ratgeberzentrale unter www.rgz24.de/Venenschwaeche nachlesen. Dort wird auch erklärt, wie das gesunde venöse System es schafft, täglich 7.000 Liter Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen und zur Lunge zu befördern. Unter www.ofa.de gibt es die Möglichkeit eines Risikotests bei Venenschwäche. Dort kann man sich auch über die Kompressionsstrümpfe der Reihe “Memory” informieren, die es jedes Jahr auch in zusätzlichen Modefarben gibt – 2016 sind es die kraftvollen Nuancen Granatapfel und Papaya sowie die zarten Pastelltöne Pistazien-Eis und Aronia-Sorbet.

Wer im Alter schlecht hört, hat ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Studien, die den Zusammenhang zwischen Hörvermögen und geistiger Leistungsfähigkeit untersucht haben. So zeigt eine aktuelle Untersuchung an der Johns Hopkins Universität in Baltimore (USA), dass Menschen mit einem unversorgten Hörverlust bis zu fünfmal häufiger eine Demenz entwickeln und der geistige Abbau sich gegenüber normal hörenden Menschen um bis zu 41 Prozent beschleunigt.

Das Gehirn braucht klare Reize

Ein gutes Hörvermögen bedeutet nicht nur, Musik genießen und Gesprächen mühelos folgen zu können. Es ist auch ein wesentlicher Faktor für die geistige Gesundheit und ein hohes Maß an Lebensqualität. “Durch Schwerhörigkeit bekommt das Gehirn immer weniger Eindrücke von außen”, erklärt Marco Faltus, Leiter der Audiologie beim Hörgerätehersteller Phonak. “Es baut Nervenverbindungen ab und verlernt zunehmend, Worte und Töne zu entschlüsseln.” Betroffene reagieren auf diesen Prozess häufig mit sozialem Rückzug. Dadurch wird eine negative Spirale in Gang gesetzt: “Das Gehirn wird noch weniger Reizen ausgesetzt und verlernt noch mehr Funktionen”, so Faltus. Eine Langzeitstudie über 25 Jahre an der Universität von Bordeaux (Frankreich) konnte nun belegen, dass die Teilnehmer, die ihre Schwerhörigkeit durch ein Hörgerät ausgleichen, kein höheres Demenzrisiko haben als Menschen ohne Hörminderung.

Länger aktiv durch gutes Hören

Schwerhörigkeit beeinflusst auch das seelische Gleichgewicht maßgeblich. So zeigt die Studie aus Baltimore, dass bei Menschen mit unbehandeltem Hörverlust Stress, Depressionen und schlechte Laune mit einer um 57 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit auftreten. “Umgekehrt gilt, dass durch die Versorgung mit Hörgeräten die Lebensqualität und die Zufriedenheit deutlich steigen”, erklärt Marco Faltus. Die Hörgeräte helfen den Betroffenen, länger im Berufsleben zu bleiben, nichts zu verpassen und ein aktives Sozialleben zu führen. Entscheidend sei es jedoch, dass ein Hörverlust frühzeitig erkannt werde, da bereits geringe Beeinträchtigungen das Risiko einer Demenz erhöhen. Sinnvoll sei ein jährlicher Test beim Hörgeräte-Akustiker bereits ab 40 Jahren. “Je eher Beeinträchtigungen auffallen und behandelt werden, desto weniger kann das Gehirn verlernen”, erläutert Faltus. Weitere Informationen sowie Adressen qualifizierter Hörspezialisten gibt es unter www.phonak.de.

Altersdepressionen lassen sich mit Bewegung vermeiden oder lindern

Im Alter kommt es zu Veränderungen im Leben, mit denen viele Menschen hadern. Oft wird der Wechsel vom Beruf in den Ruhestand als belastend erlebt. Auch der Verlust des Partners oder die Angst vor Krankheit können Risikofaktoren für die Entwicklung von Depressionen sein. Wenn sich die Betroffenen immer mehr zurückziehen, verschlimmert sich häufig das Beschwerdebild. Die fehlende Anregung kann zudem auch ein Nachlassen der geistigen und körperlichen Fitness bewirken. Dabei wäre Aktivität gerade jetzt das beste Mittel, die Seele zu unterstützen: Wie eine Studie von Wissenschaftlern der Tübinger Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ergab, kann sich beispielsweise Radfahren positiv auf die Stimmung auswirken.

Magnesium macht Muskeln fit

Im Rahmen der Erhebung normalisierte sich bei älteren Menschen mit wiederkehrenden Depressionen durch eine 30-minütige Ausdauerbelastung auf dem Fahrradergometer der Spiegel des Nervenwachstumsfaktors, der für die Depressionsentstehung eine zentrale Rolle spielt. Es konnte eine stabilisierende und stimmungsaufhellende Wirkung festgestellt werden. Das ist vor allem in der dunklen Jahreszeit, wenn durch Lichtmangel depressive Verstimmungen häufiger auftreten, ein guter Grund, um auf den Drahtesel zu steigen. Ungeübte sollten zunächst langsam einsteigen – sonst drohen Überlastungserscheinungen und Muskelkrämpfe, insbesondere wenn der Mineralstoffhaushalt des Körpers nicht im Gleichgewicht ist. Hier kann unterstützend etwa “Biolectra Magnesium Trinkgranulat” aus der Apotheke eingenommen werden. Mehr Informationen zu diesem Thema: www.biolectra.de.

Ausgewogen ernähren, viel trinken

Da ältere Personen oft zu wenig trinken – 1,5 Liter am Tag sind angeraten – wirken die zusätzliche Menge Flüssigkeit mit fruchtigem Orangen-Geschmack und Magnesium zweifach positiv auf den Organismus. Zudem sollten reichlich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, ebenso Vollkorn- und Milchprodukte, um die Zufuhr an Calcium zu sichern und einer Osteoporose vorzubeugen.

Kachelofen entfaltet mit seiner Strahlung eine vitalisierende Tiefenwirkung

Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems gehören zu den häufigsten und kostenträchtigsten Erkrankungen in Deutschland. Während Arthrose, Osteoporose und rheumatoide Arthritis mit zunehmendem Alter häufiger auftreten, betreffen Rückenschmerzen oft schon jüngere Menschen. Viele Betroffene setzen nach Absprache mit dem Arzt auf Wärme, die Linderung verschaffen kann. Gerne wird dabei von Physiotherapeuten und Ärzten eine Infrarot-Wärmetherapie – eine sogenannte Thermotherapie – eingesetzt.

Die natürliche Infrarotwärme eines Kachelofens nutzen

Die Anwendungsgebiete der Infrarot-Wärmetherapie sind vielfältig, von Entzündungen im HNO-Bereich wie etwa eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung über Gelenkschmerzen, Rheuma und Arthrosen bis hin zu Muskelverspannungen. Infrarotlicht kann dann beruhigend, schmerzlindernd und muskelentspannend sein. Die natürliche Infrarotwärme, die ein Kachelofen über seinen Ofenkörper abstrahlt, wirkt ähnlich positiv auf den menschlichen Körper. Einer Studie der Medizinischen Universität Wien zufolge kann die Infrarot-Wärmestrahlung eines Kachelofens beispielsweise Schmerzschübe von Rheumapatienten lindern. Die milde, langwellige Wärmestrahlung eines Kachelofens entfaltet auf körperschonende Weise eine vitalisierende Tiefenwirkung. Sie dringt in die Unterhaut ein, gibt Energie an die dort angrenzenden Gewebeschichten ab, erweitert dabei die Blutgefäße und regt die Blutzirkulation an. Über den Blut- und Lymphstrom werden so auch tiefere Körperregionen und innere Organe erreicht. Die Durchblutung wird verbessert und der Stoffwechsel angekurbelt. Das Lymphsystem wird angeregt, schmerz- und entzündungsauslösende Substanzen können schneller abtransportiert werden. Da jedes Krankheitsbild individuell behandelt werden muss, sollte man allerdings stets einen Arzt um Rat fragen, ob Wärme sinnvoll ist.

Wohngesund heizen mit moderner Holzfeuerung vom Kachelofenbauer

Wer sich mit der Wohlfühlwärme eines Kachelofens, Heizkamins oder Kaminofens täglich etwas Gutes tun möchte, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Denn für die individuelle Kachelofengestaltung gibt es eine Vielfalt an Möglichkeiten in Technik, Design und Material: vom Einzelofen bis zur vernetzten Hybridheizung in Kombination mit solarthermischen Anlagen. Der Ofenbauer stimmt das System perfekt auf den Wärmebedarf, etwa eines Niedrigenergiehauses, und auf die Wünsche der Nutzer ab. Adressen qualifizierter Ofenbauer-Fachbetriebe und weitere Infos rund um den Kachelofen, Heizkamin und Kaminofen gibt es bei der AdK, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V., unter www.kachelofenwelt.de.

Herzinfarktsterblichkeit: Soziale Faktoren spielen eine wichtige Rolle

Seit Jahren nehmen ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen eine Spitzenposition in der Sterblichkeit des Herzinfarkts und seiner Vorläuferkrankheit, der koronaren Herzkrankheit (KHK) ein, wie der Deutsche Herzbericht 2015 dokumentiert (www.herzstiftung.de/herzbericht). In Bundesländern mit einer überdurchschnittlich hohen Herzinfarktsterblichkeit treten meistens auch die wichtigsten Risikofaktoren für KHK/Herzinfarkt viel häufiger auf: Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und metabolisches Syndrom. Wissenschaftler haben in einer Studie zum Bundesländervergleich, die im Herzbericht 2015 präsentiert wird, aufgezeigt, dass die Häufung der KHK-Risikofaktoren in den neuen Bundesländern, ganz besonders in Sachsen-Anhalt, auf ungünstige soziale Faktoren zu einem großen Teil zurückführbar ist.
In Sachsen-Anhalt – ebenso in anderen ostdeutschen Bundesländern – treffen Höchstwerte in der Gesamtsterblichkeit und in der Herzinfarktsterblichkeit mit Spitzenwerten für die Prävalenz (Erkrankungshäufigkeit) der Diabetiker, Raucher, Bluthochdruckpatienten, Menschen mit Übergewicht und metabolischem Syndrom zusammen. „Zugleich zeigt unsere Analyse ganz deutlich, dass auch sozial ungünstige Aspekte wie hohe Arbeitslosigkeit und ein hoher Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss in diesen Regionen stärker vertreten sind und für die Erklärung der überdurchschnittlichen Infarktsterblichkeit eine wichtige Rolle spielen“, bestätigt Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH, Leiter des Zentrums für Klinische Epidemiologie (ZKE) am Universitätsklinikum Essen und Autor des Kapitels „Kardiovaskuläre Risikofaktoren in der Prävention“ im neuen Herzbericht.

Sichtbares Risikoprofil erleichtert gezielte Präventionsmaßnahmen
Für das Gesundheitswesen ergeben sich aus diesen Erkenntnissen wichtige neue Anhaltspunkte für eine gezielte Präventionsstrategie. „Unsere Ergebnisse lassen insbesondere für Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen, die seit Jahren gegen eine überdurchschnittlich hohe Herzinfarktmortalität ankämpfen, ein bestimmtes Risikoprofil ihrer Bevölkerung erkennen, das sich von dem anderer Länder mit durchschnittlichen Sterblichkeitsziffern unterscheidet“, betont der Herz-Kreislauf-Epidemiologe. Ferner belegen diese Zusammenhänge, dass es sich bei den starken regionalen Schwankungen in der Infarktsterblichkeit – meistens zuungunsten der ostdeutschen Bundesländer – nicht um Fehler in der Todesursachenstatistik (methodische Artefakte) handelt, sondern um tatsächlich hohe Sterblichkeits- und Erkrankungswerte.

Dringlicher Handlungsbedarf für die Gesundheitspolitik
Gesundheitsexperten sehen daher dringlichen Handlungsbedarf für die Gesundheitspolitik u. a. in Form von Präventionsmaßnahmen. Dazu zählen Veränderungen der Arbeitsumgebung und der Umwelt, z. B. durch Bewegungsprogramme in Betrieben und Schulen, eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes und verstärkte Aufklärung über die Bedeutung des gesunden Lebensstils für die Herzgesundheit. „Soziale Faktoren müssen dabei unbedingt in den Fokus der Prävention genommen werden. Denn drohende oder bestehende Arbeitslosigkeit begünstigen einen ungesunden Lebensstil etwa durch Stress, Depression, sportliche Inaktivität und ungesunde Ernährung und infolgedessen das Risiko für KHK und Herzinfarkt“, warnt Prof. Stang und geht davon aus, dass eine Senkung der Arbeitslosigkeit sowie eine Steigerung der Bildung insbesondere hinsichtlich der eigenen Gesundheit mittelfristig zu einem Erfolg führen kann. Um die erhöhte Herzinfarktsterblichkeit in den Griff zu kriegen, müssen vor allem noch nicht aufgedeckte Erkrankungen an den „stillen Killern“ Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung durch Vorsorge-Check-ups entdeckt und konsequent behandelt werden. „Die Zahl der unentdeckten Hochdruckpatienten und Diabetiker geht in die Millionen. Deshalb müssen gerade in diesen Regionen die Menschen für die Bedeutung der Messung von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker ab 40 Jahren, bei familiärer Vorbelastung noch früher, sensibilisiert werden.“

Weitere Informationen zum Deutschen Herzbericht 2015 unter: www.herzstiftung.de/herzbericht

Fast jede zweite Person ab 65 Jahre nutzt das Internet

Knapp 49 % der Personen ab 65 Jahre in Deutschland nutzen 2015 das Internet für private Zwecke. Das ist im Vergleich aller Altersklassen der deutlichste Anstieg gegenüber 2014 (+ 4 Prozentpunkte). In den Altersgruppen bis 44 Jahre ist inzwischen nahezu jede Person im Internet unterwegs (Anteile zwischen 99 % und 100 %), so das Statistische Bundesamt (Destatis). Bei den 45- bis 64-Jährigen sind es 90 %. Insgesamt nutzen 85 % der Bevölkerung in Deutschland das Internet für private Zwecke (2014: 83 %).

Je nach Altersklasse hatten die Internetnutzerinnen und -nutzer im ersten Quartal 2015 unterschiedliche Schwerpunkte bei ihren Onlineaktivitäten. Neben dem Senden oder Empfangen von E-Mails (90 %) suchten die User ab 65 Jahre hauptsächlich nach Informationen über Waren und Dienstleistungen (85 %) sowie zu Gesundheitsthemen (73 %) und lasen Online-Nachrichten und -Zeitungen (67 %). Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 24 Jahren lag der Schwerpunkt auf dem E-Mail-Verkehr (95 %). Zusätzlich stand hier die Teilnahme an sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook im Vordergrund (93 %). Neben der Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen (87 %) nutzten 85 % dieser jungen Altersgruppe Wikis und Online-Lexika zur Aneignung von Wissen.

70 % der Internetuser des ersten Quartals 2015 gingen auch mobil ins Netz. Das ist ein Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber 2014. Bei den 16- bis 24-Jährigen waren 92 % mobil im Internet unterwegs, während die 65-jährigen und älteren Internetnutzer/-innen zu 39 % den mobilen Zugang verwendeten. Für die mobile Internetnutzung werden Handys, Smartphones, Laptops, Netbooks, Tablets und andere tragbare Geräte mit Internetfunktion verwendet.

Händewaschen und Abhärtung schützen vor Erkältung

Wer eine Erkältung vermeiden will, sollte sich mehrmals täglich die Hände waschen. “Dabei die Hände eine halbe Minute lang einseifen, auch zwischen den Fingern. Seife reicht – Desinfektionsmittel sind in der Regel nicht nötig”, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Die Auslöser von Erkältungen sind in der Regel Viren. Sie werden über Gegenständen übertragen, die von vielen Menschen berührt werden, etwa Türgriffe oder Treppengeländer. Händewaschen unterbricht diesen Infektionsweg. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten.

Auch wenn es viele Menschen drinnen kuschelig-warm mögen: Heizungsluft in Büros und Wohnungen trocknet die Schleimhäute aus. Dies erleichtert den Erkältungsviren, in den Körper einzudringen. In geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren zudem leicht ansteigen. Das Büro oder die Wohnung deshalb drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchlüften, das sorgt für ein gesundes Raumklima. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Winter nicht über 19 bis 20 Grad liegen.

Abhärten kann man sich mit äußerlichen Wasseranwendungen. Kalt-warme Wechselduschen kosten Überwindung, regen aber die Abwehrkräfte an. Aufhören sollte man immer mit einem kalten Guss, das löst die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, kann sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken. Auch ein Spaziergang bei kaltem Wetter stärkt die Abwehrkräfte. Man sollte sich aber gut in Schal und Mütze einpacken, damit der Körper nicht zu stark auskühlt. Wer noch mehr für seine Abwehrkräfte tun will: In der Apotheke gibt es pflanzliche Medikamente, die die Abwehrkräfte steigern und vorbeugend eingenommen werden.