Wer im Alter schlecht hört, hat ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Zu diesem Ergebnis kommen zahlreiche Studien, die den Zusammenhang zwischen Hörvermögen und geistiger Leistungsfähigkeit untersucht haben. So zeigt eine aktuelle Untersuchung an der Johns Hopkins Universität in Baltimore (USA), dass Menschen mit einem unversorgten Hörverlust bis zu fünfmal häufiger eine Demenz entwickeln und der geistige Abbau sich gegenüber normal hörenden Menschen um bis zu 41 Prozent beschleunigt.

Das Gehirn braucht klare Reize

Ein gutes Hörvermögen bedeutet nicht nur, Musik genießen und Gesprächen mühelos folgen zu können. Es ist auch ein wesentlicher Faktor für die geistige Gesundheit und ein hohes Maß an Lebensqualität. “Durch Schwerhörigkeit bekommt das Gehirn immer weniger Eindrücke von außen”, erklärt Marco Faltus, Leiter der Audiologie beim Hörgerätehersteller Phonak. “Es baut Nervenverbindungen ab und verlernt zunehmend, Worte und Töne zu entschlüsseln.” Betroffene reagieren auf diesen Prozess häufig mit sozialem Rückzug. Dadurch wird eine negative Spirale in Gang gesetzt: “Das Gehirn wird noch weniger Reizen ausgesetzt und verlernt noch mehr Funktionen”, so Faltus. Eine Langzeitstudie über 25 Jahre an der Universität von Bordeaux (Frankreich) konnte nun belegen, dass die Teilnehmer, die ihre Schwerhörigkeit durch ein Hörgerät ausgleichen, kein höheres Demenzrisiko haben als Menschen ohne Hörminderung.

Länger aktiv durch gutes Hören

Schwerhörigkeit beeinflusst auch das seelische Gleichgewicht maßgeblich. So zeigt die Studie aus Baltimore, dass bei Menschen mit unbehandeltem Hörverlust Stress, Depressionen und schlechte Laune mit einer um 57 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit auftreten. “Umgekehrt gilt, dass durch die Versorgung mit Hörgeräten die Lebensqualität und die Zufriedenheit deutlich steigen”, erklärt Marco Faltus. Die Hörgeräte helfen den Betroffenen, länger im Berufsleben zu bleiben, nichts zu verpassen und ein aktives Sozialleben zu führen. Entscheidend sei es jedoch, dass ein Hörverlust frühzeitig erkannt werde, da bereits geringe Beeinträchtigungen das Risiko einer Demenz erhöhen. Sinnvoll sei ein jährlicher Test beim Hörgeräte-Akustiker bereits ab 40 Jahren. “Je eher Beeinträchtigungen auffallen und behandelt werden, desto weniger kann das Gehirn verlernen”, erläutert Faltus. Weitere Informationen sowie Adressen qualifizierter Hörspezialisten gibt es unter www.phonak.de.

Altersdepressionen lassen sich mit Bewegung vermeiden oder lindern

Im Alter kommt es zu Veränderungen im Leben, mit denen viele Menschen hadern. Oft wird der Wechsel vom Beruf in den Ruhestand als belastend erlebt. Auch der Verlust des Partners oder die Angst vor Krankheit können Risikofaktoren für die Entwicklung von Depressionen sein. Wenn sich die Betroffenen immer mehr zurückziehen, verschlimmert sich häufig das Beschwerdebild. Die fehlende Anregung kann zudem auch ein Nachlassen der geistigen und körperlichen Fitness bewirken. Dabei wäre Aktivität gerade jetzt das beste Mittel, die Seele zu unterstützen: Wie eine Studie von Wissenschaftlern der Tübinger Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ergab, kann sich beispielsweise Radfahren positiv auf die Stimmung auswirken.

Magnesium macht Muskeln fit

Im Rahmen der Erhebung normalisierte sich bei älteren Menschen mit wiederkehrenden Depressionen durch eine 30-minütige Ausdauerbelastung auf dem Fahrradergometer der Spiegel des Nervenwachstumsfaktors, der für die Depressionsentstehung eine zentrale Rolle spielt. Es konnte eine stabilisierende und stimmungsaufhellende Wirkung festgestellt werden. Das ist vor allem in der dunklen Jahreszeit, wenn durch Lichtmangel depressive Verstimmungen häufiger auftreten, ein guter Grund, um auf den Drahtesel zu steigen. Ungeübte sollten zunächst langsam einsteigen – sonst drohen Überlastungserscheinungen und Muskelkrämpfe, insbesondere wenn der Mineralstoffhaushalt des Körpers nicht im Gleichgewicht ist. Hier kann unterstützend etwa “Biolectra Magnesium Trinkgranulat” aus der Apotheke eingenommen werden. Mehr Informationen zu diesem Thema: www.biolectra.de.

Ausgewogen ernähren, viel trinken

Da ältere Personen oft zu wenig trinken – 1,5 Liter am Tag sind angeraten – wirken die zusätzliche Menge Flüssigkeit mit fruchtigem Orangen-Geschmack und Magnesium zweifach positiv auf den Organismus. Zudem sollten reichlich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, ebenso Vollkorn- und Milchprodukte, um die Zufuhr an Calcium zu sichern und einer Osteoporose vorzubeugen.

Kachelofen entfaltet mit seiner Strahlung eine vitalisierende Tiefenwirkung

Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems gehören zu den häufigsten und kostenträchtigsten Erkrankungen in Deutschland. Während Arthrose, Osteoporose und rheumatoide Arthritis mit zunehmendem Alter häufiger auftreten, betreffen Rückenschmerzen oft schon jüngere Menschen. Viele Betroffene setzen nach Absprache mit dem Arzt auf Wärme, die Linderung verschaffen kann. Gerne wird dabei von Physiotherapeuten und Ärzten eine Infrarot-Wärmetherapie – eine sogenannte Thermotherapie – eingesetzt.

Die natürliche Infrarotwärme eines Kachelofens nutzen

Die Anwendungsgebiete der Infrarot-Wärmetherapie sind vielfältig, von Entzündungen im HNO-Bereich wie etwa eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung über Gelenkschmerzen, Rheuma und Arthrosen bis hin zu Muskelverspannungen. Infrarotlicht kann dann beruhigend, schmerzlindernd und muskelentspannend sein. Die natürliche Infrarotwärme, die ein Kachelofen über seinen Ofenkörper abstrahlt, wirkt ähnlich positiv auf den menschlichen Körper. Einer Studie der Medizinischen Universität Wien zufolge kann die Infrarot-Wärmestrahlung eines Kachelofens beispielsweise Schmerzschübe von Rheumapatienten lindern. Die milde, langwellige Wärmestrahlung eines Kachelofens entfaltet auf körperschonende Weise eine vitalisierende Tiefenwirkung. Sie dringt in die Unterhaut ein, gibt Energie an die dort angrenzenden Gewebeschichten ab, erweitert dabei die Blutgefäße und regt die Blutzirkulation an. Über den Blut- und Lymphstrom werden so auch tiefere Körperregionen und innere Organe erreicht. Die Durchblutung wird verbessert und der Stoffwechsel angekurbelt. Das Lymphsystem wird angeregt, schmerz- und entzündungsauslösende Substanzen können schneller abtransportiert werden. Da jedes Krankheitsbild individuell behandelt werden muss, sollte man allerdings stets einen Arzt um Rat fragen, ob Wärme sinnvoll ist.

Wohngesund heizen mit moderner Holzfeuerung vom Kachelofenbauer

Wer sich mit der Wohlfühlwärme eines Kachelofens, Heizkamins oder Kaminofens täglich etwas Gutes tun möchte, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Denn für die individuelle Kachelofengestaltung gibt es eine Vielfalt an Möglichkeiten in Technik, Design und Material: vom Einzelofen bis zur vernetzten Hybridheizung in Kombination mit solarthermischen Anlagen. Der Ofenbauer stimmt das System perfekt auf den Wärmebedarf, etwa eines Niedrigenergiehauses, und auf die Wünsche der Nutzer ab. Adressen qualifizierter Ofenbauer-Fachbetriebe und weitere Infos rund um den Kachelofen, Heizkamin und Kaminofen gibt es bei der AdK, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V., unter www.kachelofenwelt.de.

Herzinfarktsterblichkeit: Soziale Faktoren spielen eine wichtige Rolle

Seit Jahren nehmen ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen eine Spitzenposition in der Sterblichkeit des Herzinfarkts und seiner Vorläuferkrankheit, der koronaren Herzkrankheit (KHK) ein, wie der Deutsche Herzbericht 2015 dokumentiert (www.herzstiftung.de/herzbericht). In Bundesländern mit einer überdurchschnittlich hohen Herzinfarktsterblichkeit treten meistens auch die wichtigsten Risikofaktoren für KHK/Herzinfarkt viel häufiger auf: Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und metabolisches Syndrom. Wissenschaftler haben in einer Studie zum Bundesländervergleich, die im Herzbericht 2015 präsentiert wird, aufgezeigt, dass die Häufung der KHK-Risikofaktoren in den neuen Bundesländern, ganz besonders in Sachsen-Anhalt, auf ungünstige soziale Faktoren zu einem großen Teil zurückführbar ist.
In Sachsen-Anhalt – ebenso in anderen ostdeutschen Bundesländern – treffen Höchstwerte in der Gesamtsterblichkeit und in der Herzinfarktsterblichkeit mit Spitzenwerten für die Prävalenz (Erkrankungshäufigkeit) der Diabetiker, Raucher, Bluthochdruckpatienten, Menschen mit Übergewicht und metabolischem Syndrom zusammen. „Zugleich zeigt unsere Analyse ganz deutlich, dass auch sozial ungünstige Aspekte wie hohe Arbeitslosigkeit und ein hoher Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss in diesen Regionen stärker vertreten sind und für die Erklärung der überdurchschnittlichen Infarktsterblichkeit eine wichtige Rolle spielen“, bestätigt Prof. Dr. med. Andreas Stang, MPH, Leiter des Zentrums für Klinische Epidemiologie (ZKE) am Universitätsklinikum Essen und Autor des Kapitels „Kardiovaskuläre Risikofaktoren in der Prävention“ im neuen Herzbericht.

Sichtbares Risikoprofil erleichtert gezielte Präventionsmaßnahmen
Für das Gesundheitswesen ergeben sich aus diesen Erkenntnissen wichtige neue Anhaltspunkte für eine gezielte Präventionsstrategie. „Unsere Ergebnisse lassen insbesondere für Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen, die seit Jahren gegen eine überdurchschnittlich hohe Herzinfarktmortalität ankämpfen, ein bestimmtes Risikoprofil ihrer Bevölkerung erkennen, das sich von dem anderer Länder mit durchschnittlichen Sterblichkeitsziffern unterscheidet“, betont der Herz-Kreislauf-Epidemiologe. Ferner belegen diese Zusammenhänge, dass es sich bei den starken regionalen Schwankungen in der Infarktsterblichkeit – meistens zuungunsten der ostdeutschen Bundesländer – nicht um Fehler in der Todesursachenstatistik (methodische Artefakte) handelt, sondern um tatsächlich hohe Sterblichkeits- und Erkrankungswerte.

Dringlicher Handlungsbedarf für die Gesundheitspolitik
Gesundheitsexperten sehen daher dringlichen Handlungsbedarf für die Gesundheitspolitik u. a. in Form von Präventionsmaßnahmen. Dazu zählen Veränderungen der Arbeitsumgebung und der Umwelt, z. B. durch Bewegungsprogramme in Betrieben und Schulen, eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes und verstärkte Aufklärung über die Bedeutung des gesunden Lebensstils für die Herzgesundheit. „Soziale Faktoren müssen dabei unbedingt in den Fokus der Prävention genommen werden. Denn drohende oder bestehende Arbeitslosigkeit begünstigen einen ungesunden Lebensstil etwa durch Stress, Depression, sportliche Inaktivität und ungesunde Ernährung und infolgedessen das Risiko für KHK und Herzinfarkt“, warnt Prof. Stang und geht davon aus, dass eine Senkung der Arbeitslosigkeit sowie eine Steigerung der Bildung insbesondere hinsichtlich der eigenen Gesundheit mittelfristig zu einem Erfolg führen kann. Um die erhöhte Herzinfarktsterblichkeit in den Griff zu kriegen, müssen vor allem noch nicht aufgedeckte Erkrankungen an den „stillen Killern“ Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung durch Vorsorge-Check-ups entdeckt und konsequent behandelt werden. „Die Zahl der unentdeckten Hochdruckpatienten und Diabetiker geht in die Millionen. Deshalb müssen gerade in diesen Regionen die Menschen für die Bedeutung der Messung von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker ab 40 Jahren, bei familiärer Vorbelastung noch früher, sensibilisiert werden.“

Weitere Informationen zum Deutschen Herzbericht 2015 unter: www.herzstiftung.de/herzbericht

Fast jede zweite Person ab 65 Jahre nutzt das Internet

Knapp 49 % der Personen ab 65 Jahre in Deutschland nutzen 2015 das Internet für private Zwecke. Das ist im Vergleich aller Altersklassen der deutlichste Anstieg gegenüber 2014 (+ 4 Prozentpunkte). In den Altersgruppen bis 44 Jahre ist inzwischen nahezu jede Person im Internet unterwegs (Anteile zwischen 99 % und 100 %), so das Statistische Bundesamt (Destatis). Bei den 45- bis 64-Jährigen sind es 90 %. Insgesamt nutzen 85 % der Bevölkerung in Deutschland das Internet für private Zwecke (2014: 83 %).

Je nach Altersklasse hatten die Internetnutzerinnen und -nutzer im ersten Quartal 2015 unterschiedliche Schwerpunkte bei ihren Onlineaktivitäten. Neben dem Senden oder Empfangen von E-Mails (90 %) suchten die User ab 65 Jahre hauptsächlich nach Informationen über Waren und Dienstleistungen (85 %) sowie zu Gesundheitsthemen (73 %) und lasen Online-Nachrichten und -Zeitungen (67 %). Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 24 Jahren lag der Schwerpunkt auf dem E-Mail-Verkehr (95 %). Zusätzlich stand hier die Teilnahme an sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook im Vordergrund (93 %). Neben der Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen (87 %) nutzten 85 % dieser jungen Altersgruppe Wikis und Online-Lexika zur Aneignung von Wissen.

70 % der Internetuser des ersten Quartals 2015 gingen auch mobil ins Netz. Das ist ein Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber 2014. Bei den 16- bis 24-Jährigen waren 92 % mobil im Internet unterwegs, während die 65-jährigen und älteren Internetnutzer/-innen zu 39 % den mobilen Zugang verwendeten. Für die mobile Internetnutzung werden Handys, Smartphones, Laptops, Netbooks, Tablets und andere tragbare Geräte mit Internetfunktion verwendet.

Händewaschen und Abhärtung schützen vor Erkältung

Wer eine Erkältung vermeiden will, sollte sich mehrmals täglich die Hände waschen. “Dabei die Hände eine halbe Minute lang einseifen, auch zwischen den Fingern. Seife reicht – Desinfektionsmittel sind in der Regel nicht nötig”, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Die Auslöser von Erkältungen sind in der Regel Viren. Sie werden über Gegenständen übertragen, die von vielen Menschen berührt werden, etwa Türgriffe oder Treppengeländer. Händewaschen unterbricht diesen Infektionsweg. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten.

Auch wenn es viele Menschen drinnen kuschelig-warm mögen: Heizungsluft in Büros und Wohnungen trocknet die Schleimhäute aus. Dies erleichtert den Erkältungsviren, in den Körper einzudringen. In geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren zudem leicht ansteigen. Das Büro oder die Wohnung deshalb drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchlüften, das sorgt für ein gesundes Raumklima. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Winter nicht über 19 bis 20 Grad liegen.

Abhärten kann man sich mit äußerlichen Wasseranwendungen. Kalt-warme Wechselduschen kosten Überwindung, regen aber die Abwehrkräfte an. Aufhören sollte man immer mit einem kalten Guss, das löst die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, kann sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken. Auch ein Spaziergang bei kaltem Wetter stärkt die Abwehrkräfte. Man sollte sich aber gut in Schal und Mütze einpacken, damit der Körper nicht zu stark auskühlt. Wer noch mehr für seine Abwehrkräfte tun will: In der Apotheke gibt es pflanzliche Medikamente, die die Abwehrkräfte steigern und vorbeugend eingenommen werden.

Demenz bei Angehörigen

Mit welchen Methoden und Lösungen das Zusammenleben mit Demenzerkrankten für Angehörige am besten gelingt, wissen Experten von Pflegeeinrichtungen mit einem hohen Anteil an Bewohnern mit Demenz am besten. Dieses Wissen geben sie nun in Form eines Leitfadens weiter. Mit etwa 1,5 Millionen Betroffenen allein in Deutschland und jährlich 300.000 Neuerkrankten hat Demenz eine große gesellschaftliche Bedeutung. Der “Leitfaden für Angehörige von Menschen mit Demenz in der häuslichen Umgebung” gibt viele praktische Tipps für das Zusammenleben. Die Tipps stehen allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung. Herausgeber ist die Deutsche Seniorenstift Gesellschaft (DSG), die bundesweit 19 Pflegeeinrichtungen mit integrierten Bereichen für Menschen mit Demenz und einen ambulanten Pflegedienst betreibt.

Die Demenz eines Familienmitglieds ist eine enorme Herausforderung für die Angehörigen, da sie den Wesenskern der Person verändert. In der Folge kommt es zu herausfordernden Verhaltensweisen, von denen das unerwünschte Verlassen der Wohnung nur eine der bekannteren ist. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich aus der Veränderung der sprachlichen Kompetenz bei dem Betroffenen, dem Angehörige mit kommunikativen Strategien angemessen begegnen können.

Der Leitfaden erläutert die Verhaltensweisen, trägt zum besseren Verständnis bei und zeigt, wie Angehörige mit der jeweiligen Situation besser umgehen können. Hilfestellungen für den sprachlichen und nicht-sprachlichen Austausch bieten Unterstützung beim menschlichen Zugang. Weitere Kapitel widmen sich etwa der demenzgerechten Wohnraumgestaltung sowie der Frage, was bei Versicherungen zu beachten ist. Nicht zuletzt geht es aber auch um Belastungsgrenzen für betreuende Angehörige und deren Unterstützungsmöglichkeiten.

Kostenloser Leitfaden-Download: http://www.deutsche-seniorenstift.de/demenzleitfaden.php

Welcher Ausdauersport ist für Koronarpatienten ratsam?

Immer noch ist vielen Herzpatienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße, der koronaren Herzkrankheit (KHK), nicht bewusst, dass Bewegungsmangel ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung und das Fortschreiten einer KHK ist. Wer sich jedoch regelmäßig ausdauernd bewegt, bremst dadurch eine Erkrankung der Herzkranzgefäße und senkt dadurch das Risiko für Herzinfarkt und Herzschwäche. Worauf Betroffene mit einer KHK vor der Aufnahme einer Ausdaueraktivität achten und was mit dem Arzt geklärt werden sollte, erläutert die Deutsche Herzstiftung in dem neuen Experten-Sonderband „Herz in Gefahr“, den man unter www.herzstiftung.de/khk-sonderband.html oder telefonisch unter 069 955128-400 anfordern kann.
„Von den moderaten Ausdaueraktivitäten wissen wir, dass sie die günstigsten Effekte auf das Herz von Patienten mit koronarer Herzkrankheit haben: also flottes Gehen, Radfahren, Walken, Joggen, Rudern oder Schwimmen. Betroffene können diese Aktivitäten leicht bei niedriger bis moderater Intensität durchführen“, betont Prof. Dr. med. Stephan Gielen vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Universitätsklinikum Halle (Saale).
Empfohlen wird ein Training von mindestens 30 Minuten fünfmal in der Woche. Mit Ausdaueraktivitäten lassen sich gleich mehrere günstige Effekte erzielen. „Die Leistungsfähigkeit und die Lebenserwartung der Patienten verbessern sich. Auch verringert sich die Zahl der Krankenhausaufenthalte. Das erhöht die Lebensqualität für die Betroffenen und ihre Familien“, unterstreicht Prof. Gielen. Darüber hinaus werden die Herzinfarkt-Risikofaktoren günstig beeinflusst: durch Gewichtsabnahme, durch Senkung von Blutfettwerten (hohes Cholesterin) und hohem Blutdruck.

Krafttraining als gute Ergänzung?
Weil durch Krafttraining Kraft und Flexibilität einzelner Muskelgruppen verbessert werden, wird es bei KHK-Patienten zunehmend ergänzend zur Ausdauerbewegung eingesetzt. Krafttraining hat dann ähnliche Effekte wie moderates Ausdauertraining, wenn es mit niedriger Last und häufigen Wiederholungen ausgeübt wird (z. B. Übungen mit 30 Prozent der Maximallast, die der Patient stemmen kann, bei 20 Wiederholungen). „Allerdings sollten Betroffene auch hier bei ihrem Kardiologen klären, ob für sie Krafttraining in Frage kommt“, rät der Herzspezialist. Eher ungeeignet bei einer bestehenden Erkrankung der Herzkranzgefäße sind Ballsportarten wie Fußball, Handball, Squash oder Tennis, weil es bei diesen schnell zum Ehrgeiz kommt, den Ball unbedingt noch erreichen zu wollen. Dadurch ist oft ein hoher Krafteinsatz erforderlich, so dass als Folge Überlastungen des Herzmuskels auftreten können.
Achtung: Die Trainingsintensität muss bei Herzpatienten immer vom Arzt individuell ermittelt und dosiert werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen und Komplikationen zu vermeiden.

Schwimmen: nicht bei erhöhtem Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen
Für viele Patienten ist Schwimmen eine ideale Sportart. Allerdings bleibt es den Patienten vorbehalten, die kein erhöhtes Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen haben. „Patienten mit einem implantierbaren Defibrillator (kurz ICD für Implantierbarer Cardioverter Defibrillator) sollten in jedem Fall nur nach Einverständnis des behandelnden Kardiologen schwimmen gehen, da der ICD nicht vor einem möglichen Bewusstseinsverlust als Folge der Herzrhythmusstörungen schützt“, betont Prof. Gielen.
Generell sollte die Entscheidung für Schwimmen vom Arzt getroffen werden, gegebenenfalls nach Durchführung eines Belastungs-EKGs und einer Ultraschall-Untersuchung („Herzecho“) z. B. bei Patienten mit einer Minderdurchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie) oder einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

Was gegen Winterblues hilft

Was tun, wenn einen der Winterblues packt, man sich müde und abgeschlagen fühlt, die Haut juckt oder die Knochen schmerzen? Das Magazin Reader’s Digest gibt in seiner Dezember-Ausgabe wertvolle Tipps, wie der Winter gut zu meistern ist.

„Es ist ganz normal, dass sich manche Menschen in der kalten und dunklen Jahreszeit mehr in die eigenen vier Wände zurückziehen und vielleicht auch etwas melancholischer gestimmt sind“, sagt Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Vorsicht sei aber geboten, wenn sich eine Depression entwickelt, warnt Hegerl, der auch Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist. Helfen kann unter anderem eine Lichttherapie. Dabei werden spezielle Lampen mit bis zu 20.000 Lux verwendet, die über die Netzhaut „den Biorhythmus und andere Hirnfunktionen beeinflussen“, so Hegerl. Die Folge: Die Tage wirken länger, die Stimmung hellt sich auf.

Anhänger der Naturheilkunde gehen lieber an die frische Luft, um Energie aufzutanken. „Nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang, das kann gegen einen leichten Winterblues schon ausreichen“, regt Allgemeinmediziner Dr. Jörg Albrecht an, der eine Zusatzausbildung in Naturheilkunde und Homöopathie hat. Bei depressiven Stimmungen rät er auch mal zu Tabletten mit Johanniskrautextrakt. Sollte es sich allerdings um eine schwere Depression handeln, sind eine Psychotherapie oder Antidepressiva angezeigt.

Wer unter Hauptproblemen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Rosacea leidet, bekommt das im Winter durch den Wechsel zwischen kalter Luft draußen und Heizungsluft drinnen besonders zu spüren. Abhilfe bieten rückfettende Cremes, „also Wasser-in-Öl-Emulsionen, welche die Haut etwas versiegeln“, erklärt der Stuttgarter Hautarzt Dr. Heiko Grimme in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Idealerweise sollten die Cremes Substanzen wie Harnstoff, Milchsäure oder Glycerin enthalten, um die Feuchtigkeit zu binden. Manchmal sind bei Schuppenflechte und Neurodermitis auch kortisonhaltige Salben nötig.

Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, der aufgrund der kürzeren Sonnenscheindauer im Winter auftreten kann, geht man am besten 15 bis 30 Minuten pro Tag ans Tageslicht. Neben Licht, Luft und viel Bewegung ist gesunde Ernährung in der Naturheilkunde ein wichtiges Mittel. Dr. Jörg Albrecht rät dabei, den Kalziumhaushalt über geeignete pflanzliche Kost zu verbessern. Dazu gehören Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Lauch. Spinat und Mangold enthalten hingegen Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium eher blockiert.

Versursacht Osteoporose Schmerzen, können Weidenrindenprodukte Linderung schaffen. Wichtig ist auch Wärme, zum Beispiel in Form eines Heublumensacks, als Moorpackung oder Vollbad mit Heublumen- oder Fichtennadelnzusatz. Anhänger der Homöopathie vertrauen auf die Behandlung mit getrocknetem Gummiharz und den weißen Teilen der inneren Austernschale.

Ü70: Mobilität wichtiger als Immobilie

Mit den Jahren wird Gesundheit immer wichtiger. Dies zeigt auch ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins “Senioren Ratgeber”. Demnach ist in der Generation 70 plus das am häufigsten als besonders erstrebenswert bezeichnete Ziel nicht das Eigenheim, sondern körperliche Fitness: Für 63,3 Prozent der ab 70-jährigen Interviewten ist körperliche Leistungsfähigkeit ein wichtiges Statussymbol, eine eigene Immobilie – sei es als Haus oder Wohnung – aber nur für etwas weniger als jeden Zweiten (46,0 Prozent). Auf den Plätzen drei bis fünf der wichtigsten Statussymbole der ab 70-Jährigen folgen Urlaubsreisen (33,8 Prozent), ein eigenes Auto (26,0 Prozent) und ausreichend Zeit für sich selbst zu haben (25,8 Prozent).

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins “Senioren Ratgeber”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.003 Frauen und Männern ab 14 Jahren, darunter 352 Personen im Alter ab 70 Jahren.