Archive für Oktober 2009

Sicheres Auftreten trotz Demenz

Angenehm ist das nicht: Demenzkranke fangen an, zu vergessen. Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Unsicherheit zu. Oftmals sind Betroffene innerhalb kurzer Zeit nicht mehr in der Lage, den Alltag allein zu meistern. Leicht ist das weder für den Erkrankten, noch für die Angehörigen, und wer sich dazu entschließt, die Liebsten zuhause zu pflegen, steht einem Ganztagesjob gegenüber. Die Krankheit kann man noch nicht aufhalten, aber dafür sorgen, dass der Betroffene mehr Sicherheit und Lebensfreude verspürt. Bisherige Medikamente können Nervenzellen im Gehirn für einen gewissen Zeitraum stabilisieren, bei der Alltagsbewältigung helfen sie jedoch nicht. Dafür kann ein Ergotherapeut eingesetzt werden. Das Universitätsklinikum Dresden tut dies bereits innerhalb der Studie „Ergodem“. Der geschulte Therapeut stärkt bei einem Hausbesuch mit individuellen Übungen die Selbstständigkeit des Erkrankten. So fühlen sich Betroffene sicherer und können auch allein mal wieder zuhause bleiben – eine Erleichterung nicht nur für den Patienten. Niederländische Studien belegen,  dass Irritiertheit und Reizbarkeit so verringert werden können. Medikamente können bislang den Gedächtnisverlust nicht stoppen, und ihre Wirkung ist nur bei Alzheimerpatienten belegt. Nichtmedikamentöse Behandlungen können zusätzlich zu diesen eingesetzt werden und so bei der Alltagsbewältigung helfen.

Gedämpfter Klang im Ohr?

Zu oft tritt dieses Phänomen auf: Man hört schlecht oder gedämpft, obwohl die Ohren doch eigentlich noch ganz on Ordnung sind. Wer plötzlich schlechter hört, sollte sich jedoch zunächst keine Sorgen machen. Schuld daran kann ein sogenannter Ohrpfropf sein. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Ohrenschmalz (lat. Cerumen) durch eine Überproduktion. Eigentlich dient dieser zum Schutz des Ohres. Er wird von Talgdrüsen im äußeren Ohr produziert, um so den Gehörgang vor Staub und Infektionen zu schützen. So wird mit diesem Sekret eigentlich Dreck aus dem Ohr gespült. Diese Überproduktion kann zum einen auftreten, wenn sich der Betroffene viel in staubiger Umgebung aufhält, zum anderen aber auch durch die Manipulation mit beispielsweise Wattestäbchen, die eigentlich nichts im Gehörgang verloren haben!

Wichtig ist: der Weg zum Arzt lohnt sich, Selbstexperimente wie das Ausduschen des Ohres oder das Bohren mit einem Wattestäbchen bewirken eher eine Verschlimmerung. Für den Fachmann ist das Entfernen aber ein Leichtes. Er kann im Normalfall das Cerumen mit warmem Wasser oder einem stumpfen Haken entfernen - und schon ist das Ohr wieder frei und die gedämpften Töne verschwinden.

Oftmals reguliert sich die Ohrschmalzproduktion auch von selbst, sobald man auf Manipulationen (wie das Einführen eines Wattestäbchens in den Gehörgang) verzichtet.

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