Archive für Januar 2010

Die meisten Großeltern werden im Alter zwischen 50 und 60 Jahren Oma oder Opa

Die Durchschnitts-Großeltern
Umfrage: Die meisten Großeltern werden im Alter zwischen 50 und 60 Jahren Oma oder Opa

„Mama, Papa, wir bekommen ein Kind!“ – Diesen Satz hören die zukünftigen Großeltern vor allem kurz nach dem 50. Geburtstag. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ herausgefunden hat, erfahren die deutschen Omas und Opas durchschnittlich mit 52 Jahren vom bevorstehenden Ereignis. Die Mehrheit (45,6 %) ist bei Geburt des ersten Enkelkindes im Alter zwischen 50 und 60 Jahren, doch auch zwischen 40 und 50 ist es keine Seltenheit, dass die eigenen Kinder schon wieder Nachwuchs bekommen (36,0 %). Eher ungewöhnlich ist es hingegen, schon vor dem 40. Geburtstag zur Oma oder zum Opa gemacht zu werden (2,9 %) – bei Frauen ist dies allerdings ein klein wenig häufiger der Fall (4,1 %). Jeder fünfte Großvater (20,5 %) ist hingegen schon über 60 Jahre, wenn das erste Enkelkind geboren wird.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 507 Großmüttern und -vätern.

Sozialverband VdK warnt vor wachsender Armut älterer Frauen

Zusatzbeiträge belasten einseitig Arbeitnehmer und Rentner
Sozialverband VdK warnt vor wachsender Armut älterer Frauen

Als “bittere Pille für Arbeitnehmer und Rentner” bezeichnete Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK, die bevorstehenden Zusatzbeiträge in der Gesetzlichen Krankenversicherung. “Ausgerechnet diejenigen, die durch Lohneinbußen und Rentennullrunden ohnehin Kaufkraftverluste hinzunehmen haben, werden durch die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen überproportional belastet. Arbeitgeber bleiben außen vor”, sagte die VdK-Präsidentin. Für Rentner, so der VdK, seien 8 Euro Zusatzbeitrag im Monat “viel Geld”.

“Jede dritte alleinstehende Rentnerin ist jetzt schon akut von Armut bedroht. Rentnerinnen und Rentner werden künftig noch häufiger vor die Wahl gestellt: Kaufe ich mir etwas Gesundes zum Essen oder ein zuzahlungspflichtiges Medikament”, erklärte Mascher.

Wer jetzt allerdings den Gesundheitsfonds mit seinen Zusatzbeiträgen durch eine einkommensunabhängige Kopfpauschale für alle gesetzlich Krankenversicherten - vom Pförtner bis zum Generaldirektor - ersetzen will, würde “den Teufel mit dem Beelzebub austreiben”, sagte die VdK-Chefin und warnte die Bundesregierung und insbesondere Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vor einem radikalen Systemwechsel in der Gesetzlichen Krankenversicherung, der die Entsolidarisierung der Gesellschaft vorantreiben würde. Es gebe noch genügend Einsparpotential im Gesundheitssystem, “insbesondere bei den unnötigen Doppel- und Mehrfachuntersuchungen und bei den im internationalen Vergleich völlig überhöhten Arzneimittelpreisen in Deutschland”, sagte die VdK-Chefin. (Michael Pausder)

Treppenlifte - Kaufen oder mieten?

Die Investition in einen Treppenlift ist für einen Menschen mit Gehbehinderung zweifellos der Schritt in ein verbessertes Leben. Ein Treppenlift im Eigenheim erhöht die Lebensqualität und schenkt Mobilität und Selbstständigkeit. Diese gewonnenen Eigenschaften stärken vor allem das Selbstbewusstsein der bedürftigen Person. Die Person ist nicht mehr an ihren Helfer gebunden und kann sich selbstständig und frei in den eigenen vier Wänden bewegen. Die Anschaffung der Treppenlifte erhöht somit die Motivation im Alltag dieser Personen. Bevor ein Treppenlift jedoch gekauft werden kann, muss das nötige Kapital zur Verfügung stehen. Treppenliftmodelle sind nicht billig und müssen dazu teuer installiert werden. Hierbei tritt somit einmalig ein hoher Fixkostenbeitrag auf, welcher vom Käufer bezahlt werden muss. Da dieses für einen Durchschnittsverdiener nicht aus dem Stand möglich ist, gibt es Angebote einen Treppenlift mieten zu können oder ihn direkt zu kaufen und in Raten zu bezahlen.

Das Mieten eines Treppenliftes

Durch einen Mietvertrag wird die Anschaffung eines Treppenliftes für jeden Bedürftigen bezahlbar. Es können mit dem Verkäufer günstige Monatsraten vereinbart werden und der Vertrag kann mit einer langen Laufzeit abgeschlossen werden. Daraus resultieren günstige Monatsraten, welche sogar mit einem Wert von unter 100 Euro möglich sind. Der einzige Nachteil dieses Vertrags ist, dass man diese monatlichen Fixkosten lange zahlen muss und daher nicht sofort wieder über das volle bisherige Monatseinkommen verfügen kann.

Der Kauf eines Treppenliftes

Wenn das nötige Geld vorhanden ist, kann der Treppenlift natürlich direkt gekauft werden. Hierbei hilft es besonders, wenn sich der Bedürftige in einer Pflegestufe der Pflegekasse befindet. In diesem Fall wird der Kauf eines Treppenliftes von der Pflegekasse stark subventioniert.

Darmkrebs: Jährliche Darmspiegelung verbessert Heilungschancen

Jährliche Darmspiegelung verbessert Heilungschancen

Deutsche Krebshilfe e. V. – Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland: 37.000 Männer und 36.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran. Zwei bis drei Prozent dieser bösartigen Darmtumoren sind erblich bedingt. Diese Krebsform wird erbliches kolorektales Karzinom ohne Polyposis (HNPCC) oder auch Lynch-Syndrom genannt. Die Deutsche Krebshilfe fördert seit zehn Jahren ein Verbundprojekt zum Thema „Erblicher Darmkrebs“. Im Rahmen dieses Projektes begleiten Ärzte und Wissenschaftler Risiko-Patienten mit Gentests, Beratungsgesprächen und regelmäßigen Untersuchungen. Ziel der Ärzte und Forscher ist es, ein geeignetes Programm zur Darmkrebs-Früherkennung für diese Personengruppe zu entwickeln.

Erblicher Darmkrebs ist auf Veränderungen (Mutationen) im Erbgut zurückzuführen, die an die Nachkommen weitergegeben werden können. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erkranken die Träger dieser fehlerhaften Gene im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs – häufig noch vor dem 50. Lebensjahr. Auch das Risiko für verschiedene andere Tumoren ist erhöht. Bislang sind vier so genannte Reparaturgene bekannt, deren Veränderungen für die Entstehung von HNPCC verantwortlich sind. Diese Gene haben die Aufgabe, Fehler in der Erbsubstanz zu erkennen und zu korrigieren. Funktioniert diese Reparatur nicht, können Tumoren entstehen.

Die Forscher des Verbundes untersuchten im Rahmen einer Studie mehr als 1.000 Hochrisiko-Patienten für HNPCC. Über einen Zeitraum von durchschnittlich drei Jahren wurde der Darm aller Studienteilnehmer jährlich gespiegelt. Die Ergebnisse der Langzeitstudie wurden jetzt in der Zeitschrift Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlicht. Der einjährige Abstand zwischen den Untersuchungen erwies sich gegenüber längeren Untersuchungs-Intervallen als eindeutig überlegen, weil die nachgewiesenen Tumoren ein früheres Stadium hatten. Die Autoren empfehlen daher Hochrisiko-Patienten für HNPCC, jährlich Darmspiegelungen vornehmen zu lassen, weil dies die Heilungschancen verbessert.

Bei der Darmspiegelung entfernen die Ärzte gutartige Vorstufen von Darmkrebs. Auch die anderen von Krebs bedrohten Organe werden überwacht. „In Zukunft wollen wir die Früherkennung dem individuellen Risiko des Patienten anpassen. Hierzu zählt, das optimale Alter für den Beginn und das Ende der Untersuchungen zu bestimmen und die Intervalle zwischen den Darmspiegelungen und weiteren klinischen Untersuchungen je nach Lebensalter unterschiedlich festzulegen. Deshalb müssen die Hochrisiko-Patienten weiterhin im Rahmen der Studie beobachtet werden“, sagt Professor Dr. Peter Propping. Er ist Sprecher des Verbundes und ist wissenschaftlich am Institut für Humangenetik der Universität Bonn tätig.

Die Deutsche Krebshilfe fördert das Verbundprojekt zum Familiären Darmkrebs seit 1999 mit bisher 14 Millionen Euro. In diesem Rahmen entstand die weltweit größte und am besten charakterisierte Personengruppe, zu der sowohl Patienten mit erblichem Darmkrebs als auch gesunde Risikopersonen gehören. Die Studienteilnehmer werden von einem interdisziplinären Team aus Ärzten und Wissenschaftlern kompetent beraten und betreut. Beteiligt sind insgesamt sechs Universitäts-Standorte in Deutschland: Bochum, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Heidelberg und München/Regensburg. Eine Dokumentationszentrale in Leipzig und eine Referenzpathologie in Bonn ergänzen den Verbund.

Info-Kasten: Erblicher Darmkrebs
Jährlich erkranken rund 73.000 Menschen in Deutschland neu an Darmkrebs. Zwei bis drei Prozent der Krankheitsfälle sind erblich bedingt. Diese Erkrankungen werden als HNPCC bezeichnet. Die Abkürzung steht für hereditäres kolorektales Karzinom ohne Polyposis. Bei dieser Erkrankung ist auch das Risiko für Tumoren der Gebärmutter, des Nierenbeckens, der Harnleiter, des Magens und anderer Organe erhöht. Weitere erbliche Darmkrebs-Erkrankungen sind die FAP (Familiäre Adenomatöse Polyposis) sowie seltene Formen wie das Peutz-Jeghers-Syndrom und die Familiäre Juvenile Polyposis.

Literatur:
Engel C et al.: Efficacy of annual colonoscopic surveillance in individuals with Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer, Clinical Gastroenterology and Hepatology (2009), doi: 10.1016/j.cgh.2009.10.003

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