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- 26.4.2010: Sozialverband VdK fordert mehr Geld für Pflege
Empfehlungen
Archiv der Kategorie Pflege
Deutsche Krebshilfe fördert Studie zur ambulanten Hospizarbeit
3.8.2010 by admin.
03.08.10 „Sterben dort, wo man zuhause ist“ Deutsche Krebshilfe fördert Studie zur ambulanten Hospizarbeit
Augsburg (jti) – Ziel der ambulanten Hospiz- und Palliativarbeit ist es, dass Sterbende ihre letzten Wochen und Tage in vertrauter Umgebung verbringen können. Häufig wissen Betroffene jedoch nichts von dieser Möglichkeit. Darüber hinaus ist die Palliativversorgung in Deutschland bislang noch nicht flächendeckend in gleich hoher Qualität verfügbar. Gerade in ländlichen Gebieten fehlen entsprechende Angebote. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die Wissenschaftler der Universität Augsburg in Kooperation und mit Unterstützung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) durchgeführt haben. Die Deutsche Krebshilfe unterstützte die Studie mit 145.000 Euro.
„Mein Mann ist friedlich zuhause gestorben. Das hatte er sich sehr gewünscht und für mich und unsere Kinder war es auch tröstlich“, erzählt die Ehefrau eines kürzlich verstorbenen Darmkrebs-Patienten. „Ohne die Unterstützung durch den ambulanten Hospizdienst wäre das bestimmt nicht möglich gewesen.“ Viele Menschen haben den Wunsch, dort zu sterben, wo sie zuhause sind. Die ambulante Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Augsburg diese Form der Sterbebegleitung untersucht.
„Die meisten Menschen haben leider nur recht diffuse Vorstellungen von dem, was ein Hospiz eigentlich ist und was ambulante Palliativdiensten anbieten können“, sagt Werner Schneider, Soziologe an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg und Experte für Sterben und Tod aus gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive. Schneider leitete die Studie zur ambulanten Hospizarbeit. „In den Köpfen vieler Menschen ist das Wort ‚Hospiz’ immer noch gleichgesetzt mit ‚in Kürze sterben’. Daher nehmen Angehörige häufig erst Kontakt mit einem Hospizdienst auf, wenn der Betroffene bereits im Sterben liegt. Dann können sich die Hospiz-Mitarbeiter aber nicht mehr so gut auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen einstellen“, so Schneider. Er fordert daher eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für die ambulante Sterbebegleitung. Ärztinnen und Ärzte könnten dabei als ‚Türöffner’ wirken, indem sie Patienten und Angehörige über Hospizdienste informieren und eine Kontaktaufnahme empfehlen.
Obwohl prinzipiell jeder Sterbende Anspruch auf eine palliativmedizinische Betreuung hat, kann diesem Anspruch in der Praxis noch nicht überall Rechnung getragen werden – so ein weiteres Ergebnis der Studie. Vor allem in ländlichen Gebieten ist es oft nicht möglich, Schwerstkranken ein Sterben zuhause zu ermöglichen. Dies liegt einerseits an der Organisation der Dienste, zum anderen an fehlender Infrastruktur auf dem Land: Gerade dort gibt es weit mehr rein ehrenamtlich organisierte Dienste, die nicht auf eine Infrastruktur wie in der Stadt zurück greifen können. In der Stadt jedoch führt allein das Vorhandensein von stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen zu mehr ‚Hospitalisierung’. Hier sehen die Wissenschaftler um Schneider noch großen Handlungsbedarf: „Wir müssen die Strukturen für die ambulante Palliativarbeit dringend weiter ausbauen, denn die Möglichkeiten, Menschen ein Sterben zuhause zu ermöglichen, sind noch längst nicht ausgeschöpft.“
Die Deutsche Krebshilfe setzt sich seit mehr als 25 Jahren für den Auf- und Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Deutschland ein. Sie ist Wegbereiterin der Palliativmedizin und hat bereits in den 1980-er Jahren Hospize und Palliativstationen finanziell unterstützt. In ihrem aktuellen Förderschwerpunktprogramm unterstützt die Deutsche Krebshilfe unter anderem zahlreiche stationäre und ambulante palliativmedizinische Dienste sowie Projekte auf dem Gebiet der Versorgungsforschung. „Palliativmedizin und Hospizarbeit sind aktive Lebenshilfe – und damit eine echte Alternative zur Sterbehilfe. Die Deutsche Krebshilfe setzt sich dafür ein, die Palliativmedizin und die Hospizversorgung in Deutschland weiter auszubauen“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Auch die Ergebnisse der Augsburger Studie werden in unsere Überlegungen zu weiteren Fördermaßnahmen oder auch gesundheitspolitischen Aktivitäten einfließen“, so Nettekoven.
Der DHPV vertritt als Dachverband von nahezu 1.000 Hospiz- und Palliativeinrichtungen die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen gegenüber Politik und Gesundheitswesen. „Beim weiteren Ausbau der Strukturen muss die Vielfalt der allgemeinen und spezialisierten Versorgung berücksichtigt werden“, betont Dr. Birgit Weihrauch, Vorsitzende des Verbandes.
Palliativmedizin und Hospizarbeit - Hintergrundinformationen
Ziel der Palliativmedizin ist es, die Lebensqualität unheilbar kranker Menschen bis zuletzt zu erhalten. Dazu gehört die Bekämpfung von Schmerzen und anderen Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Verwirrtheit. Auch psychische, soziale und spirituelle Anliegen rücken verstärkt in den Vordergrund. Die Deutsche Krebshilfe versteht sich als Wegbereiterin der Palliativmedizin und der Hospizbewegung in Deutschland: Mit insgesamt rund 60 Millionen Euro hat sie den Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen bislang maßgeblich unterstützt und die Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet nachhaltig gefördert. Außerdem gibt die gemeinnützige Organisation umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Palliativmedizin heraus. Die Broschüren, DVDs und ein Hörbuch können kostenlos bei der Geschäftsstelle in Bonn angefordert oder unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.
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Sozialverband VdK fordert mehr Geld für Pflege
26.4.2010 by admin.
Sozialverband VdK fordert mehr Geld für Pflege
Leistungen von Angehörigen und Pflegekräften besser honorieren
Eine deutliche Anhebung der Sätze für die häusliche Pflege sowie den zügigen Ausbau professioneller Beratungsinstitutionen und von Tagespflegeeinrichtungen forderte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher am Rande einer pflegepolitischen Veranstaltung des Sozialverbands VdK in der Evangelischen Akademie in Tutzing.
Zu einer zukunftsfähigen Pflegepolitik gehöre auch die Aufwertung des Berufsbilds der Pflege. Außerdem erteilte sie den wieder in die Diskussion gebrachten Plänen für eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung eine deutliche Absage: “Das wäre der Abschied aus unserem bewährten solidarischen System und würde für Millionen von Versicherten eine ungewisse Zukunft bedeuten. Ich wundere mich, dass nach den bitteren Erfahrungen der Finanzkrise die Idee der Kapitaldeckung immer noch nicht verworfen wurde.”
“Sparsamkeit”, so die VdK-Präsidentin weiter, “darf nicht der Maßstab im Umgang mit Pflegebedürftigen sein.” Es müsse ins Bewusstsein aller Verantwortlichen dringen, dass Menschen, die krank sind und dauerhaft Hilfe brauchen, selbstverständlich ein Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft haben. “Es geht um die Würde der pflegebedürftigen Menschen, also um die Umsetzung eines Grundrechts.”
Mascher warnte davor, bei der Pflege der Zukunft allzu sehr “auf die stille und meist weibliche Reserve” der Angehörigen zu setzen und damit auf die kostengünstigste Lösung. Sie kritisierte in diesem Zusammenhang die fehlende Unterstützung von pflegenden Angehörigen. Weder gibt es tragfähige Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege noch werden Angehörige angemessen finanziell unterstützt, wenn sie die Pflege ihrer Eltern oder Ehepartner übernehmen.
Pflege wird eine Schlüsselrolle in unserer zukünftigen Gesellschaft spielen. Schon heute ist der Umsatz der Gesundheits- und Pflegebranche genauso hoch wie der der deutschen Automobilindustrie. Gerade in Pflegeheimen bleiben aber viele Stellen unbesetzt. “Die Branche muss ihr Stiefkind-Image verlieren”, forderte Mascher. Dazu gehören eine angemessene Entlohnung und deutlich bessere Arbeitsbedingungen. (Michael Pausder)
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Treppenlifte - Kaufen oder mieten?
13.1.2010 by admin.
Die Investition in einen Treppenlift ist für einen Menschen mit Gehbehinderung zweifellos der Schritt in ein verbessertes Leben. Ein Treppenlift im Eigenheim erhöht die Lebensqualität und schenkt Mobilität und Selbstständigkeit. Diese gewonnenen Eigenschaften stärken vor allem das Selbstbewusstsein der bedürftigen Person. Die Person ist nicht mehr an ihren Helfer gebunden und kann sich selbstständig und frei in den eigenen vier Wänden bewegen. Die Anschaffung der Treppenlifte erhöht somit die Motivation im Alltag dieser Personen. Bevor ein Treppenlift jedoch gekauft werden kann, muss das nötige Kapital zur Verfügung stehen. Treppenliftmodelle sind nicht billig und müssen dazu teuer installiert werden. Hierbei tritt somit einmalig ein hoher Fixkostenbeitrag auf, welcher vom Käufer bezahlt werden muss. Da dieses für einen Durchschnittsverdiener nicht aus dem Stand möglich ist, gibt es Angebote einen Treppenlift mieten zu können oder ihn direkt zu kaufen und in Raten zu bezahlen.
Das Mieten eines Treppenliftes
Durch einen Mietvertrag wird die Anschaffung eines Treppenliftes für jeden Bedürftigen bezahlbar. Es können mit dem Verkäufer günstige Monatsraten vereinbart werden und der Vertrag kann mit einer langen Laufzeit abgeschlossen werden. Daraus resultieren günstige Monatsraten, welche sogar mit einem Wert von unter 100 Euro möglich sind. Der einzige Nachteil dieses Vertrags ist, dass man diese monatlichen Fixkosten lange zahlen muss und daher nicht sofort wieder über das volle bisherige Monatseinkommen verfügen kann.
Der Kauf eines Treppenliftes
Wenn das nötige Geld vorhanden ist, kann der Treppenlift natürlich direkt gekauft werden. Hierbei hilft es besonders, wenn sich der Bedürftige in einer Pflegestufe der Pflegekasse befindet. In diesem Fall wird der Kauf eines Treppenliftes von der Pflegekasse stark subventioniert.
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Rosenduft als Gedächtnisstütze
30.12.2009 by dieJenny.
Schlafen fördert die Gedächtnisbildung, diese These dürfte allgemein bekannt sein. Neu ist aber dies: auch Rosenduft hat eine enorme Wirkung auf unser Erinnerungsvermögen – eine durchaus positive. Anscheinend kann er uns helfen, Dinge besser zu behalten. Der Duft von Ölen beruhigt, wie auch Lavendel, warum also sollte der liebliche Geruch von Rosen nicht eine noch positivere Wirkung haben? Ein Forschungsprojekt in Lübeck zeigte: Ein mit Rosenduft parfümierter Raum wurde mit Gegenständen ausgestattet, deren Lage sich einige Versuchspersonen merken sollten. Nachdem sie den Raum verließen, hielten alle Versuchskandidaten ein Schläfchen (dass Schlaf bei der Gedächtnisbildung helfen soll, wissen wir ja bereits) – eine Hälfte mit Rosenduft währenddessen, die andere ohne. Das Ergebnis: Die Duftgruppe konnte sich deutlich besser erinnern, als die „duftlose“ Gruppe.
Ein interessantes Ergebnis. Wenn Sie sich also demnächst zu Hause mit Erinnerungslücken auseinander setzen müssen, versuchen Sie es doch einfach mal mit Rosenduft, schaden kann es schließlich nicht.
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Demenzerkrankungen weiter steigend
21.12.2009 by admin.
“Demenzerkrankungen sind nach wie vor nicht heilbar. Derzeit leiden in der Bundesrepublik ca. 1,1 Millionen Menschen an einer Demenz. Bis 2050 wird sich ihre Zahl wahrscheinlich verdoppeln. Dabei gibt es eine Reihe möglicher Präventionsmaßnahmen, die allerdings noch viel zu wenig bekannt sind.” Auf diese Tatsache wies Prof. Dr. Ralf Ihl, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie am Krankenhaus Maria Hilf in Krefeld, im Vorfeld eines am 15.10.09 auf der Düsseldorfer REHACARE beginnenden Fachkongresses hin.
Demenzerkrankungen gehören gesellschaftlich nicht nur zu den immer noch tabuisierten Krankheiten, sie sind im Versorgungssystem gleichzeitig auch die teuersten. “Je früher die Diagnose bekannt ist, desto besser kann auch geholfen und dadurch gleichzeitig etwa drei Jahre gewonnen werden”, prognostiziert Prof. Dr. Ralf Ihl. Wichtig sei zudem, das Krankheitsbild genau abzuklären. Denn es könne sein, dass demenzähnliche Symptome auch durch Vitaminmangel oder Depressionen hervorgerufen werden. Zudem könne jeder durch körperliche und geistige Aktivität sein Risiko senken, an einer Demenz zu erkranken. Vorsichtig optimistisch äußerte sich Ihl zum neuen Medikament “Souvenaid”. Das neue Medikament kommt wahrscheinlich im nächsten Jahr auf den Markt.
“Man darf hiervon allerdings keine Wunder erwarten, es ist ein anderer Weg der Behandlung. Weiterhin gilt jedoch: Auch mit ‘Souvenaid’ ist Demenz nicht heilbar.”
Demenzkranke und Pflegende brauchen konkrete Hilfen
“In der gegenwärtigen Situation kommt es deshalb auf zwei Dinge an: Einerseits muss die Grundlagenforschung intensiviert werden. Dies ist u. a. mit der Ansiedlung des Demenzzentrums zur Erforschung der neurodegenerativen Erkrankungen Kernstandort in Bonn und dem weiteren NRW-Standort in Witten/Herdecke geschehen”. Weiterhin kommt es darauf an, so Prof. Ihl weiter, “dass wir die Betroffenen aufklären, die häuslich Pflegenden entlasten und die vorhandenen Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen koordinieren und in entsprechenden Hilfearrangements für die demenzkranken Menschen bündeln”. Hierzu muss die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Versorgungsangeboten gestärkt und die Vernetzung der Anbieter unterschiedlicher Hilfeleistungen verbessert werden. “Positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang”, so Ihl, “die Arbeit der Landesinitiative Demenz- Service Nordrhein-Westfalen.” Gemeinsam haben Landesregierung und Landesverbände der Pflegekassen vor fünf Jahren mit sogenannten Demenz-Servicezentren ein bundesweit einmaliges Informations- und Unterstützungsnetzwerk für Fachleute genauso wie für Betroffene und deren Angehörige geschaffen”, erklärt Ministerialrat Roland Borosch vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.
Derzeit gibt es flächendeckend 11 Demenz-Servicezentren in NRW. Zu Beginn des Jahres 2010 werden zwei neue in den Regionen “Bergisches Land” und “Duisburg-Essen” hinzukommen.
Zurzeit leben rund 300.000 Menschen mit einer Demenz in Nordrhein- Westfalen. Ihre Zahl wird weiter steigen. “Der Ausbau der Demenz- Servicezentren ist vor dem Hintergrund zu begrüßen. Es musste schnell und frühzeitig gehandelt werden, denn es gilt den erheblich teureren Heimaufenthalt durch Begleitung im häuslichen Bereich hinauszuzögern. Wir wollen damit aber auch gleichzeitig für andere Bundesländer ein Zeichen setzen, dass sich mit begrenzten finanziellen Ressourcen etwas für die Verbesserung der Lebenssituation demenzkranker Menschen und für die die Entlastung ihrer Angehörigen bewegen lässt”, resümiert Gunnar Peeters, Leiter des Referates Pflege beim Verband der Ersatzkassen e.V. für die Pflegekassen NRW. “Diese Art der Unterstützung ist nicht nur bundesweit einmalig. Sie findet aufgrund des wohlüberlegten Einsatzes von personellen und finanziellen Mittel mittlerweile auch internationale Beachtung”, so Christine Sowinski, Pflegereferentin beim Kuratorium Deutsche Altershilfe, das die Landesinitiative koordiniert.
Menschen mit Migrationshintergrund nicht vergessen
“Eine ganz besondere Herausforderung sehen Experten in der Betreuung und Versorgung demenzkranker Migrantinnen und Migranten. Mit dem Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Gelsenkirchen unterstützen wir Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Ärzte landesweit bei der Beachtung familienorientierter und kultursensibler Besonderheiten bei der Betreuung und Pflege demenzkranker Migrantinnen und Migranten,” so Reinhard Streibel vom Gelsenkirchener Demenz-Servicezentrum. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe und das Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bieten Fachkräften in der Altenhilfe und Pflege Fortbildungsmaßnahmen und Materialien für diesen Bereich an.
Pressemitteilung des Demenz-Service-NRW
Die KarstadtQuelle-Versicherung bietet unter dem Namen „Demenz-Geld“ eine neue Police an. Bescheinigt ein Facharzt, dass der Versicherte an einer mittelschweren oder schweren Demenz leidet, zahlt sie einen monatlichen Betrag. Das höchstmögliche „Demenzgeld“ liegt bei 600 Euro im Monat.
Stiftung Warentest meint: Können Sie vergessen. Ganzer Text hier
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Mehr Lebensqualität nach dem Schlaganfall
20.12.2009 by admin.
Neue Therapien auf Rezept mobilisieren Patienten für den Alltag: Ergotherapie für Neurologie und Orthopädie, Physiotherapie für Neurologie sowie tiergestützte Therapie
Therapie in der Neurologie
In der Neurologie werden Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, beispielsweise nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Querschnittlähmungen, Multiple Sklerose oder Parkinson-Syndrom behandelt.
Therapie in der Orthopädie
Durch Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates kommt es zu Beeinträchtigungen, die sich auf den Alltag der Menschen auswirken und somit die Lebensqualität einschränken können.
Ziel der Ergotherapie und Physiotherapie
Ziel der Behandlungen ist es, die Selbständigkeit der Patienten zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise das Ankleiden ohne Hilfe, das selbständige Einnehmen der Mahlzeiten, das Führen des Haushalts oder das Fortbewegen mit dem Rollstuhl. Die Therapeuten gehen problemorientiert vor und berücksichtigen die individuellen Alltagsanforderungen und persönlichen Ziele der Patienten.
Tiergestützte Therapie
Das Rehazentrum Rosenheim ist „auf den Hund gekommen“. Ein Hund motiviert bei dieser Therapie die Patienten zur Aktivität und auch zur Entspannung. Hunde sind besonders feinfühlig für die Gefühle und Beeinträchtigungen des Menschen. Dies kann vor allem Patienten mit Sprechproblemen helfen, Barrieren abzubauen.
Seit über 10 Jahren werden im Rehazentrum Rosenheim vor allem Krankheitsbilder in der Orthopädie und Traumatologie therapiert. Mit Einführung der neuen Therapien Ergotherapie, Physiotherapie in der Neurologie sowie tiergestützter Therapie, ist dieses Spektrum um die Behandlung in der Neurologie auf Rezeptbasis erweitert worden. Weitere Informationen über das Rehazentrum Rosenheim gibt es im Internet unter www.reha-rosenheim.de.
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Sicheres Auftreten trotz Demenz
31.10.2009 by dieJenny.
Angenehm ist das nicht: Demenzkranke fangen an, zu vergessen. Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Unsicherheit zu. Oftmals sind Betroffene innerhalb kurzer Zeit nicht mehr in der Lage, den Alltag allein zu meistern. Leicht ist das weder für den Erkrankten, noch für die Angehörigen, und wer sich dazu entschließt, die Liebsten zuhause zu pflegen, steht einem Ganztagesjob gegenüber. Die Krankheit kann man noch nicht aufhalten, aber dafür sorgen, dass der Betroffene mehr Sicherheit und Lebensfreude verspürt. Bisherige Medikamente können Nervenzellen im Gehirn für einen gewissen Zeitraum stabilisieren, bei der Alltagsbewältigung helfen sie jedoch nicht. Dafür kann ein Ergotherapeut eingesetzt werden. Das Universitätsklinikum Dresden tut dies bereits innerhalb der Studie „Ergodem“. Der geschulte Therapeut stärkt bei einem Hausbesuch mit individuellen Übungen die Selbstständigkeit des Erkrankten. So fühlen sich Betroffene sicherer und können auch allein mal wieder zuhause bleiben – eine Erleichterung nicht nur für den Patienten. Niederländische Studien belegen, dass Irritiertheit und Reizbarkeit so verringert werden können. Medikamente können bislang den Gedächtnisverlust nicht stoppen, und ihre Wirkung ist nur bei Alzheimerpatienten belegt. Nichtmedikamentöse Behandlungen können zusätzlich zu diesen eingesetzt werden und so bei der Alltagsbewältigung helfen.
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Gedämpfter Klang im Ohr?
31.10.2009 by dieJenny.
Zu oft tritt dieses Phänomen auf: Man hört schlecht oder gedämpft, obwohl die Ohren doch eigentlich noch ganz on Ordnung sind. Wer plötzlich schlechter hört, sollte sich jedoch zunächst keine Sorgen machen. Schuld daran kann ein sogenannter Ohrpfropf sein. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Ohrenschmalz (lat. Cerumen) durch eine Überproduktion. Eigentlich dient dieser zum Schutz des Ohres. Er wird von Talgdrüsen im äußeren Ohr produziert, um so den Gehörgang vor Staub und Infektionen zu schützen. So wird mit diesem Sekret eigentlich Dreck aus dem Ohr gespült. Diese Überproduktion kann zum einen auftreten, wenn sich der Betroffene viel in staubiger Umgebung aufhält, zum anderen aber auch durch die Manipulation mit beispielsweise Wattestäbchen, die eigentlich nichts im Gehörgang verloren haben!
Wichtig ist: der Weg zum Arzt lohnt sich, Selbstexperimente wie das Ausduschen des Ohres oder das Bohren mit einem Wattestäbchen bewirken eher eine Verschlimmerung. Für den Fachmann ist das Entfernen aber ein Leichtes. Er kann im Normalfall das Cerumen mit warmem Wasser oder einem stumpfen Haken entfernen - und schon ist das Ohr wieder frei und die gedämpften Töne verschwinden.
Oftmals reguliert sich die Ohrschmalzproduktion auch von selbst, sobald man auf Manipulationen (wie das Einführen eines Wattestäbchens in den Gehörgang) verzichtet.
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Demenz und Abenteuerlust
17.9.2009 by dieJenny.
Als Demenzkranker in unserer heutigen Gesellschaft hat man es nicht leicht, in Deutschland aber auch anderen Ländern. Selbstständig will man sein, sein eigener Herr, und irgendwann geht das einfach nicht mehr. Was dann? Mit Glück zur geliebten Familie ziehen, doch irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es auch den engsten Angehörigen schwer fallen kann, die Pflege weiter zu führen. Eine Haushaltshilfe oder Betreuung ist legal oft viel zu teuer, aber gegen ein Heim in Deutschland sträuben sich wohl viele, nicht zuletzt aufgrund der Betreuung. Einen zufriedenstellenden Ruf haben nicht viele dieser Einrichtungen in Deutschland, viel zu oft hört man von zu wenig Personal und sieht im engsten Umkreis, wie des öfteren Beruhigungsmittel verabreicht werden, weil niemand so richtig Zeit hat, sich mit dem Kranken auseinander zu setzen. Schaut man sich diese Institutionen an, sieht der Besucher oft eher traurige Gesichter, als fröhliche, eher verstörrte Blicke der Demenzerkrankten, als zufriedene.
Dem Schweizer Martin Woodtli ging es wohl ähnlich, als seine Mutter an Alzheimer erkrankte und er seine ganz eigene Lösung für diese Situation finden musste. So kam es, dass sie beide auswanderten, nach Nordthailand, wo Woodtli eine Wohnanlage gründete. Am Rand der Großstadt Chiang Mai liegt der Ort, an dem jeweils drei Pflegerinnen im Schichtdienst einen demenzkranken Gast pflegen. War es zu Beginn nur seine Mutter, die mittlerweile verstorben ist, so leben heute 10 Deutsche in der familiären Anlage. Die Angestellten seien geduldig, Beruhigungsmittel bekäme man hier nicht, dafür Zuneigung, individuelle Betreuung und die Möglichkeit, noch so manches Abenteuer zu erleben. Sei es der Einkauf auf dem Markt, oder auch das Besuchen eines Elefantenhauses oder Tempels. In Thailand gehörten sie zur Gesellschaft. Die Menschen um sie herum akzeptieren und respektieren sie, und sie lachen mit ihnen. Hier werde niemand schief angeguckt, weil er sich anders verhält, vielleicht die Serviette im Lokal anbeißt. Ist das in Deutschland auch so? Vielleicht kommt die Frage auf, ob es für die Alten gut sei, so entwurzelt zu werden, doch in Deutschland sei der hier gebotene Komfort doch schwer zu bekommen. (Und über den Curryreis hat sich bislang wohl noch niemand beschwert.) Demenzkranke haben oftmals keinen großen Bezug zu Orten. Eine der Kranken in Chiang Mai habe man gefragt, wie es ihr in Thailand gefalle. Darauf ihre ernste und verwirrte Antwort, dass sie dort noch nie gewesen sei. Die Demenzkranken scheinen glücklich in dieser fremden Stadt. Wäre es da wirklich besser, wenn ausländische Betreuerinnen nach Deutschland kämen, illegal und schlecht bezahlt hier lebten, weg von ihrer Familie, wie es derzeit ca. 100 000 Frauen aus Osteuropa tun? Hier in Woodtlis Anlage werden die Betreuerinnen ausreichend bezahlt, und ihre Schützlinge scheinen doch sehr zufrieden und glücklich zu sein, vielleicht aufgrund des ihnen gegenüber gebrachten Respekt.
An die 2000 Euro kostet diese Rundumverpflegung pro Monat, dies müssen die Familien selbst zahlen. Natürlich sind sie weit weg von ihren Liebsten, aber vielleicht sind die Demenzkranken dort so glücklich, dass die Entfernung eher eine untergeordnete Rolle spielt.
(Informationsquelle: chrismon, September 2009)
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